CD Cover Johnny Cash - Ring of Ring of Fire: The Legend of Johnny Cash, Volume 2
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Am 26. Februar 2007wäre Johnny Cash 75 Jahre alt geworden. Grund für alle Fans des Country-Großmeisters ein Träne im Knopfloch zu verdrücken und ihn mit einer kleinen Feier zu ehren. Aber auch Grund genug für Cashs musikalischen Nachlassverwalter Universal mit einer weitern Kopplung in die Läden zu gehen. Warum auch nicht. Der Man in Black ist seit seinem Tode im Dezember 2003 populärer denn je und hat in seiner über 50-jährigen Karriere mehr Hits hinterlassen, als irgendjemand in diesem Genre. Oder in jedem Genre. So kann "Ring of Fire: The Legend of Johnny Cash, Volume 2" im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöfen. Ähnlich wie beim 2005 erschienen Vorgänger, beginnt die Auswahl in der Frühzeit der Sun-Ära - mit dem Klassiker "There You Go" - und endet mit der von Rick Rubin betreuten American-Phase - mit dem herzerweichenden "In The Sweet By And By" aus dem Gospel-Album "My Mother's Hymn Book".

Dazwischen wird an den verschieden Stationen von Cashs Karriere Halt gemacht. Für Cash-Neulinge, so es die überhaupt noch gibt, bestätigt sich dabei, dass es sich bei Johnny Cash tatsächlich um einen der profilierten Sänger und Songwriter der Pophistorie handelt, Cash-Experten hingegen freuen sich über Songs, die sie schon fast vergessen glaubten, wie zum Beispiel "The Night Hank Williams Came To Town",Cashs fröhlicher Tribut an einen seiner Helden, oder "The Ballad of Ira Hayes".Cash setzt hier dem indianischen Kriegsheld Ira Hayes, einem Überlebenden der Schlacht um Iwo Jima, ein ebenso untypisches wie ergreifendes musikalisches Denkmal. Näheres zum Thema erfährt man derzeit in den deutschen Lichtspielhäusern: Bei Clint Eastwoods hochgelobten Pazifik-Kriegs-Epen "Flags of Our Fathers" und "Letters from Iwo Jima".

Aber zurück zu Johnny Cash. Auf der Compilation "Ring of Fire:The Legend of Johnny Cash, Volume 2" dürfen natürlich Duette nicht fehlen. Zwei davon haben die Nachlassverwalter ausgewählt. Eines mit - dass muss so sein und ist auch gut so - Ehefrau June Carter Cash, das wunderbare "It Ain't Me Babe" und eines mit Bob Dylan, das nicht minder ergreifende "Girl From The North Country". Was damals in den späten 60ern als fast unvereinbarer Clash der Generationen für Verwirrung sowohl bei Dylans als auch Cash Gefolgschaft sorgte, scheint heute logisch, konsequent und richtig. Und vor allem ... wunderschön.

Den Abschluss bildet eine Reihe Songs, die unter Ägide von Rick Rubin entstanden. Dieser wurde übrigens jüngst bei den Grammys zum besten Produzenten für seine Arbeit bei den aktuellen Alben der Dixie Chicks, Justin Timberlake und den Red Hot Chili Peppers gekürt. Rubins Leistung war nicht nur, dass er Cash mit genrefremden Coverversionen einem neuen Publikum nahe brachte, es ist vor allem dieser erdige, reduzierte, schlicht und ergreifend ehrliche Sound, den Rubin kreierte: Zu hören unter anderem bei "The Beast In Me", "Unchained" und dem Tom-Petty-Hit "I Won't Back Down".

Fazit: Schöne, gut ausgewählte Reise durch die 50-jährige Karriere von Johnny Cash, die zu seinem 75sten in die Läden kommt. Vor allem für diejenigen empfehlenswert, die ein wenig mehr ins Å’vre des Meisters hineinschnuppern wollen, abseits der ganz großen Hits.

Label: Universal Strategic Marketing (Universal) VÖ: 23. Februar 2007

  • Titelliste

  • Links

01 There You Go 11 Daddy Sang Bass
02 Home of the Blues 12 Flesh and Blood
03 Ballad of a Teenage Queen 13 Night Hank Williams Came to Town
04 Ways of a Woman in Love 14 That Old Wheel
05 I Still Miss Someone 15 Beast in Me
06 Don't Take Your Guns to Town 16 Unchained
07 Long Black Veil 17 I Won't Back Down
08 Ballad of Ira Hayes 18 I Hung My Head
09 It Ain't Me Babe 19 Bird on a Wire (Live)
10 Girl from the North Country 20 In the Sweet By and By


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