Wie Country CD Besprechungen mit den Tourneeplänen der Künstler zusammenhängen

Die Besprechung einer Country CD gehört nicht nur zu den Kernkompetenzen von CountryMusicNews.de, sondern natürlich auch zu den bevorzugten Aufgaben in unserer Redaktion. Mehr als 1.200 Country CD Besprechungen finden Sie mittlerweile auf unserer Website - und jede einzelne dieser Country CD Besprechungen ist mit so viel Herzblut verfasst, wie Sie sich das als Leser nur wünschen können. Und selbstverständlich auch mit jeder Menge Expertise, denn wir lassen nur unsere Redakteure und Fachjournalisten zur Feder greifen, von denen wir wissen, dass sie sich zu 100 % im Genre auskennen. Was allerdings nicht weniger wichtig ist: Trotz dieses großen Fundus ist unser Repertoire an Country CD Besprechungen immer topaktuell!

Diese Aktualität handhaben wir ziemlich streng. Wir orientieren uns bevorzugt am deutschen Veröffentlichungsdatum. Das hat auch einen guten Grund: Auf diese Weise stützen wir die Verkäufe der hiesigen Plattenindustrie. Passen wir uns den Veröffentlichungsdaten aus Übersee an, passiert Folgendes: Viele Fans bestellen online in anderen Ländern, müssen gar nicht so lange auf ihre Postsendung mit einer Country CD warten, weil von Europa aus ausgeliefert wird. Diese Erfolge werden dann aber zum Beispiel dem amerikanischen Markt zugeordnet und tauchen in der Statistik der hiesigen Country CD Verkäufe nicht auf.

Die Statistik der Country CD Verkäufe beeinflusst Planung der Tourneen

Das Ergebnis: Die Künstler beziehen den deutschsprachigen Raum nicht in ihre Tourneen ein. Je mehr Country CDs also hier verkauft werden, desto mehr Konzerte finden auch statt. Die Künstler benötigen valide Daten für ihre Planung - sonst kommen sie einfach nicht. Mit unseren Country CD Besprechungen tragen wir unseren Teil dazu bei, die Szene möglichst lebendig und vielfältig zu halten. Als eherne Regel gilt jedenfalls: Wenn eine Country CD nur in den USA erscheint, wird sie spätestens am Dienstag danach auf unserer Website besprochen.

Luke Bryan - Born Here, Live Here, Die Here

CD Cover: Luke Bryan - Born Here, Live Here, Die Here

Luke Bryan präsentiert sein siebtes Studio-Album "Born Here Live Here Die Here"

Mit rund viermonatiger Verspätung veröffentlicht Luke Bryan - endlich und sehnsüchtig erwartet - sein neues Album "Born Here Live Here Die Here". Der von Jeff und Jody Stevens produzierte Tonträger hält zehn, man darf sagen, typische Luke-Bryan-Tracks parat - geschrieben von den talentiertesten Songautoren Nashvilles. Bei drei Tracks fungiert der kürzlich 44 Jahre alt gewordene Posterboy des Country als Co-Autor.

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Mary Chapin Carpenter - The Dirt and the Stars

CD Cover: Mary Chapin Carpenter - The Dirt and the Stars

Mary Chapin Carpenter zählt zu den besten Storytellern. Was sie mit ihrem neuen Album "The Dirt and the Stars" unter Beweis stellt.

Ruhig geworden. Das passt irgendwie zu der 62-Jährigen aus Princeton, New Jersey. Bereits seit einigen Jahren fließt ihre Musik so unangestrengt dahin, wie der Mississippi im Hochsommer. Doch die begnadete Songschreiberin hatte schon zu ihren erfolgreichsten Zeiten in 90er Jahren, als sie mit Singles und Alben die Charts eroberte und insgesamt fünf Grammys erhielt, ein Faible für hypnotisch-langsame, super-ruhige Songs. Man nehme nur "I Am a Town" oder "Rhythm of the Blues” von ihrem Meisterwerk "Come On, Come On” aus dem Jahre 1992. Songs in Zeitlupe, mit kaum mehr als drei Akkorden. Doch: Genau die richtige Umgebung für ihre, nach messerscharfem Verstand klingende Altstimme.

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Charley Crockett - Welcome to Hard Times

CD Cover: Charley Crockett - Welcome to Hard Times

Charley Crocketts neues Album "Welcome to Hard Times" schimmert in den Klangfarben des traditionellen Country und Americana.

Bei einem Kerl wir Charley Crockett kann man nicht so einfach tagesgeschäftlich über neue Songs sprechen. Nicht dass die 15 Tracks seiner neuen CD "Welcome to Hard Times" es nicht wert wären. Das sind sie allemal. Aber dieser hagere, etwas düstere, verwegen dreinblickende Sänger und Songschreiber mit der leidgeprüften Stimme, hat ein Biografie, die sich schon recht gewaltig von den meisten Nashville- und Country-Acts unterscheidet. Zunächst einmal ist da seine entfernte Verwandtschaft mit Wildwest-Legende Davy Crockett zu nennen. Wenn so ein Mann nicht das Country-Gen in den Adern hat, wer dann?

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The Chicks - Gaslighter

CD Cover: The Chicks - Gaslighter

Die Dixie Chicks sind tot. Es leben The Chicks! "Gaslighter" ist das erste Album nach 14-jähriger CD-Pause.

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Corona. Überall Krisen und Proteste. Und in Amerika tobt schon seit geraumer Zeit eine Art Glaubenskrieg, der mit politischen Ansichten nur noch wenig zu tun hat. Der gewaltsame Tod von George Floyd und die Black-Lives-Matter-Bewegung hat auch Nashville durchgerüttelt – und dazu geführt, dass sich zwei ihrer erfolgreichsten Acts umbenennen, um der neuen political correctness zu entsprechen. Nach Lady A., den früheren Lady Antebellum brechen nun, zeitgleich zum neuen Album "Gaslighter", die Dixie Chicks mit ihrem Bezug zum alten Süden der USA und firmieren jetzt schlicht und schnörkellos als The Chicks. Musikalisch wirkt sich der neue Bandname natürlich null aus.

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Jimmie Allen - Bettie James (EP)

CD Cover: Jimmie Allen - Bettie James

Mein lieber Scholli: Die EP "Bettie James" von Jimmie Allen mag aus nur sieben Tracks bestehen - doch die haben es in sich.

James Edward Allen, besser bekannt als Jimie Allen, ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Wille und Ausdauer lohnen. Dass es wert ist, an seinen Traum zu glauben, dass man sich nicht von Tiefschlägen und Enttäuschungen von seinem Ziel abbringen lassen soll. Dass man positiv denken, leben und handeln soll. Es zahlt sich aus. Zumindest im Falle des afroamerikanischen Country-Sängers Jimmie Allen.

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Brett Eldredge - Sunday Drive

CD Cover: Brett Eldredge - Sunday Drive

Brett Eldredge braucht Abwechslung und künstlerische Herausforderung - wie sein neues Album "Sunday Drive" beweist.

Wie sagten die alten Römer: "Variatio delectat" – die Abwechslung erfreut das Herz. Es ist nicht bekannt, ob Brett Eldredge, der coole, 1986 in Paris, Illinois, geborene Country-Sänger einst das Fach Latein in der Schule belegt und ob es ihm da die antike Weisheit besonders angetan hat, doch: er lebt nach dieser Philosophie. Zumindest künstlerisch. So flirtete der Absolvent der Middle Tennessee University schon öfters mit unterschiedlichen Stilrichtungen, beispielsweise höchst eindrucksvoll mit Jazz und Big Band Sound auf seinem 2016 erschienenen Weihnachtsalbum "Glow".

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Margo Price - That's How Rumors Get Started

CD Cover: Margo Price - That's How Rumors Get Started

Mit "That’s How Rumors Get Started" möchte Margo Price an das hochgelobte, vielfach ausgezeichnete Vorgängeralbum "All American Made" anknüpfen.

Ist doch so: Jede Bewegung hat eine Gegenbewegung gleich im Schlepptau: Die Schulmedizin brachte die Homöopathen hervor, die Fleischesser die Veganer, die spießige Gesellschaft die Freaks und Konsumverweigerer. Und so weiter und so fort. Das gilt natürlich auch für die Musik im Allgemeinen und für den Sound in Nashville im Speziellen. Während in den 2000er Jahren die Musik und die Acts aus Music City USA immer pop-orientierter - nicht wenige meinen auch: glatter - wurden, gedieh in deren Hit-Schatten eine vitale Alternativ-Szene. Bands und Sänger und Sängerinnen, mit weniger viel Kosmetik im Gesicht und Staub an ihren Stiefeln. Sie hielten das rebellische Erbe von Johnny, Willie, Dolly, Waylon, Gram & Co hoch schufen eine neue Outlaw-Szene. Eine würdige Vertreterin ist seit ihrem 2016 erschienenen Debüt-Album "Midwest Farmer's Daughter" Margo Price, entdeckt und gefördert nicht vom Music Row-Establishment, sondern von Rock-Produzent Jack White.

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Willie Nelson - First Rose of Spring

CD Cover: Willie Nelson - First Rose of Spring

Schon unglaublich: Mit "First Rose of Spring" veröffentlicht Willie Nelson sein 70. Studio-Album.

Noch unglaublicher ist fast, dass der Mann, für den der Begriff "Legende" eigentlich längst untertrieben ist, mit jeder neuen Veröffentlichung höchsten Qualitätsmaßstäben gerecht wird. Das gilt - selbstverständlich! - auch für Album Nummer 70, "First Rose of Spring".

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Will Hoge - Tiny Little Movies

CD Cover: Will Hoge - Tiny Little Movies

Mit "Tiny Little Movies" präsentiert Will Hoge bereits sein elftes Album - und schlägt unerwartet heftige Töne an.

Will Hoge. Nur Country- und Americana-Experten setzen bei der Nennung seines Namens ein wissendes Gesicht auf. Obwohl der aus Nashville stammende und seit langem im geruhsamen Franklin, Tennessee, lebende Sänger und Songschreiber zu den zuverlässigsten Lieferanten für strammen, originellen und mitunter unkonventionellen Country und Americana gehört, ist der 47-Jährige über den Geheimtipp-Status nicht so recht hinausgekommen.

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Twinnie - Hollywood Gypsy

CD Cover: Twinnie - Hollywood Gypsy

Mit "Hollywood Gypsy" gelingt der Britin Twinnie ein vielbeachtetes Debüt.

Oha, optisch macht die Dame jedenfalls schon mal einiges her: Dunkle Mähne, Filmstar-taugliche Backenknochen, Schmollmund, Glutaugen… Twinnie-Lee Moore aus York spielt, keine Überraschung, in der britischen Chanel 4-Soap "Hollyoaks" und sie würde wohl auch bei Heidi Klums Model-Wettbewerb bestehen können. Zum Glück aber reicht es ihr nicht, nur auf ihre visuellen Reize reduziert zu werden: Ihre Leidenschaft gilt der Musik. Sie hat eine klasse Stimme, singt hingebungsvoll und war bei allen Songs ihres Debüt-Albums "Hollywood Gypsy" auch noch als Co-Autorin beteiligt. Alles in allem sind das Voraussetzungen, um öfters und dazu langfristig von der britischen Beauty aus dem Country-Fach zu hören.

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