Dierks Bentley - Feel That Fire

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Redaktionswertung Bewertung: 3 Sterne = ok
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Mit "Feel That Fire" veröffentlicht Dierks Bentley am 27. Februar sein viertes Studioalbum. Dass der Sänger und Songschreiber in den USA längst zu den hell leuchtenden Sternen am Countrymusik-Himmel zählt, beweist sein Erfolg: Seine ersten drei Veröffentlichungen schafften es alle in die Top Vier der US Country Album Charts, zwei wurden sogar mit Platin ausgezeichnet. Kein Wunder, dass der Erwartungsdruck bei so vielen Hits nur steigt. Und genau diesem Druck scheint das Grand Ole Opry Mitglied diesmal zu erliegen. Bei "Feel That Fire" hält Bentley sich an sein altes Rezept: eine Mischung aus klassischem Country sowie Rock- und Pop-Elementen. Dass sich das neue Album nicht besonders von seinem Vorgänger abhebt, mag da nicht verwundern. Hinter teilweise sehr massentauglichen Songs verbergen sich dennoch hübsche Melodien und Instrumentalparts, eine geschmeidige Stimme und eine solide Produktion. Das Ergebnis ist ein ebenso gelassenes wie energiegeladenes Album, das sich durch Radiotauglichkeit, aber nicht unbedingt durch Vielseitigkeit auszeichnet.

Wie gewöhnlich war Dierks Bentley bei zehn von zwölf Titeln am Songwriting beteiligt. Unterstützung bekam er unter anderem von Country-Legende Rodney Crowell ("Pray"), Jim und Brett Beavers, Brett und Brad Warren und Rivers Rutherford. Die amerikanische Sängerin Patty Griffin singt in "Beautiful World" ein gefühlvolles Duett mit Bentley. Und auch die Produktion in verschiedenen Tonstudios in Nashville übernahm der 33-Jährige gemeinsam mit Brett Beavers selbst.

Mit coolen Gitarrenlines, rauen Tönen und einem Intro, das klingt wie ein aufheulender Motor, eröffnet "Life On the Run" das Album und zeigt, dass es hier bisweilen durchaus rockig zugeht. Der Honky-Tonk-Song "Sideways" kommt sogar noch flotter - und eintöniger - daher. Der Titelsong dagegen beginnt hittauglich mit eingängigem Gesang, driftet dann aber ins Theatralische und Repetitive ab. Der Funke will hier einfach nicht überspringen. Mit der Kuschelballade "I Wanna Make You Close Your Eyes" gibt sich Bentely etwas ruhiger und zärtlicher. Ebenso romantisch wie sexy singt er hier über Beziehungen und Zugehörigkeit. Doch mit der Beschaulichkeit ist es schnell wieder vorbei. Rasant und durchaus rockig geht es bei dem mitreißenden und rhythmischen "Here She Comes" zu. Schon der mit mexikanischen Klängen deutlich hervorstechende Folgesong "I Can´t Forget Her" - 2003 von Clay Walker aufgenommen - bringt allerdings wieder eine gehörige Portion Melancholie. Und auch in dem Duett mit Patty Griffin in dem charmanten "Beautiful World" dominieren die leiseren Töne. Nach einer kurzen und energiegeladenen Unterbrechung durch "Little Heartwrecker" - einem rockigen Song mit klopfenden Beats - geht es mit dem Liebeslied "You Hold Me Together" und dem Countrysong "Better Believer" zwar wieder ruhiger, aber auch recht emotionslos weiter. Sehr schön und reduziert klingt dagegen "Pray", geschrieben mit Unterstützung von Countrystar Rodney Crowell, während Bentley zum Schluss mit dem Bluegrass-Song "Last Call" von Ronnie McCoury noch einmal richtig Gas gibt - und so dem Album einen fröhlichen, unbeschwerten Nachhall beschert.

Fazit: Ein geschmeidiges, gut produziertes Album mit einigen Highlights, dessen Stücke sich jedoch nicht stark genug voneinander abheben. Ein Feuer der Begeisterung vermag es leider nicht zu zünden.

Label: Capitol Nashville (EMI) VÖ: 27. Februar 2009

vgw
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