Keith Urban - Golden Road

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Erfährt der Country Rock eine Renaissance?

Keith Urban zählt mit zu den rockigeren Countryformationen und dies auf eine ganz spezielle Art und Weise. Einfühlsam und eingängig sind seine Melodien. Sein Gitarrenspiel ist unvergleichlich und deshalb dominiert seine E-Gitarre auf dem Album. Was "Golden Road" zu einem wirklichen Leckerbissen für ein Countrymenu macht sind die vielen Klänge eines Instrumentes, welches Keith ein Ganjo nennt. Es ähnelt dem Klang eines Banjos besteht aber aus sechs Saiten im Vergleich zu einem echten Banjo - dieses hat nur fünf Saiten -. Aus diesem Grunde bezeichnet sich Keith auch nicht als Banjo-Spieler, weil er zu viel Respekt vor diesen Leuten und ihrem Spiel hat, sondern nennt sein Instrument auf Grund der Saitenzahl als Ganjo, da sie eher einer Gitarre als einem Banjo gleicht.

Der Opener "Somebody like you", eine Uptempo-Nummer, reißt den Zuhörer sofort mit und konfrontiert in mit dem Ganjo. Die Klänge gehen dermaßen in das Ohr, dass man den Titel immer wieder gerne auf PLAY schaltet. Auf "Who Wouldn't Wanna Be Me" mit einem erdigen Sound und einer Mandoline erzählt der Song über die Freiheit auf dem Highway und wie glücklich man sein kann, wenn man seine Probleme hinter sich lässt. Über seine überwundenen Drogenprobleme erzählt der letzte Song des Albums "You're Not My God". Die tiefe der Lyrics lässt erahnen, was er alles durchgemacht haben muss, um seine Kokainsucht zu besiegen. Nach "You're Not My God" sollte man noch nicht abschalten. Der Player zeigt eine Gesamtspielzeit von über 8 Minuten an, obwohl der Song nur knapp über vier läuft. Bei Zeitindex 6 Minuten und 19 Sekunden folgt noch ein versteckter Song. Die Vielfalt und Abwechslung zwischen Up-tempo und ruhigeren Nummern macht "Golden Road" zu einem Hörvergnügen und spricht sowohl die Country-Rock-Freunde als auch die Countryfreunde im Allgemeinen an. 12 Tracks präsentieren einen hervorragenden Gitarrenspieler, von dem man in Zukunft noch mehr hören wird und in der Vergangenheit schon gehört hat, ohne es zu wissen (Dixie Chicks und Garth Brooks seien hier nur stellvertretend für viele andere Projekte genannt, bei denen Keith die Saiten zupfte)

"Golden Road" ist mitreißend und enthält sehr viele Countryinstrumente und -elemente sowie hervorragende Songs aus den Federn von Rodney Crowell, Keith Urban und anderen bekannten Songwritern. Unter den Country-Rock-Alben ist "Golden Road" die meiste Nähe zur Countrymusik zu bescheinigen.

Derzeitige Charterfolge von Bands wie Cross Canadian Ragweed oder Big & Rich scheinen eine Rückkehr des Country-Rock zu belegen. Mit unterschiedlichen Stilen aber dennoch harten Rhythmen transportieren sie den Samen der Countrymusic in die Herzen ihrer Hörer. Schon oft in der Geschichte der Countrymusic stärkten neue Einflüsse die Traditionalisten und vermehrten die Zahl der Neu-Country-Hörer immens. Viele haben später zu den wahren Wurzeln der Countrymusik gefunden.

Fazit: Ja. der Country Rock erfährt eine Renaissance in allen Facetten und kann damit der Vielseitigkeit des Genres "Country" nur gut tun.

Label: Capitol Nashville (EMI) VÖ: 30. August 2004


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