Trace Adkins - The King's Gift

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Redaktionswertung Bewertung: 4,5 Sterne = sehr gut
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Trace Adkins als Weihnachtsmann? Nun ja, könnte schon klappen. Noch besser zu Gesicht würde dem knorrigen, bärbeißigen Sänger aber die Rolle des Knecht Ruprecht stehen. Spinnerei? Keineswegs, schließlich hat sich jetzt auch Trace Adkins entschlossen, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen.

Aber es ist schon ein Besonderes. Denn "The King's Gift" ist mit "A Celtic Christmas Collection" überschrieben. Das heißt: europäische Weihnachtslieder, im keltischen Soundkostüm. Doch so ganz genau nimmt es nicht mit "celtic", sonst würden sich unter dem zehn Songs starken Weihnachtsreigen nicht auch deutsche, beziehungsweise österreichische Traditionals finden, wie: "Oh Tannenbaum" und "Stille Nacht".

Mit "Wexford Carol" geht die besinnliche Sause los. Mit Dudelsack, Irish Whistles, Geigen, Small Pipes, Harfe, Weissenborn, aber auch mit Bass, Drums und E-Gitarre. Wuchtig, aber auf alle Fälle: keltisch inspiriert. Das gilt auch für "Tannenbaum". Den deutschen Christfest-Klassiker singt er natürlich auf Englisch, nur einmal im dritten Refrain murmelt der bärige, bärtige Sänger tatsächlich "Tannenbaum". Das hört sich schon putzig an, wenn ein Country-Rabauke wie Trace Adkins sich in Deutsch versucht - und sei es auch nur für ein einziges Wort.

Es folgen stimmige, ruhige und erstaunlich feierliche Versionen von "O’ Come Emmanuel" und "Away In A Manger". Gerade letzteres Lied stimmt fast jeder amerikanische Sänger an, wenn er im Studio eine Weihnachts-CD aufnimmt - doch kaum einem gelingt eine derart schöne Version. Das liegt zum einen an der kraftvollen, tiefen Stimme Adkins’, zum anderen an dem keinesfalls überladenen Arrangement.

In den nächsten Titeln begrüßt der Country-Star eine illustre Gäste-Schar: Bei dem keltisch-esoterischen "I Saw Three Ships" sind die legendären Chieftains mit Alyth McCormack seine Partner, bei "Silent Night" (Stille Nacht) sind es Hollywood-Star und Country-Sänger Kevin Costner mit seiner Tochter Lily; bei "We Three Kings" teilt er sich das Mikro mit Sonya Isaacs. Alles gelungen, alles für den Heiligen Abend tauglich.

So richtig temperamentvoll wird dann bei "Carol Of The Drum", bei dem Star-Schlagzeuger Kenny Aranoff wuchtige Grooves auspackt. Ein Strohfeuer. Mit "Oh Holy Night" und "What Child Is This" lässt Adkins seine ganz spezielle Weihnachtsmusik festlich ruhig ausklingen.

Fazit: Der wilde Trace Adkins ganz sanft: seine keltisch inspirierte Weihnachts-Kollektion setzt auf feierliche Momente. Nach Durchhören der zehn Titel ist man garantiert in Weihnachtsstimmung.

Label: Caliburn (hier nicht veröffentlicht) VÖ: 29. Oktober 2013

  • Titelliste

  • Video-Interview

01 Wexford Carol 06 Silent Night (mit Kevin Costner und lily Costner)
02 Tannenbaum 07 We Three Kings (mit Sonya Isaacs)
03 O' Come Emmanuel 08 Drummer Boy
04 Away in a Manger 09 Oh Holy Night
05 I Saw Three Ships (mit Chieftains) 10 What Child is This


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