Kenny Chesney - The Road and The Radio

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Da hat es aber einer eilig. "The Road and the Radio" ist bereits die zweite Neuveröffentlichung von Kenny Chesney in diesem Jahr. Beglückte er uns Anfang des Jahres noch mit Jimmy Buffet angehauchten Süßwasser Songs, so kehrt Kenny mit "The Road And The Radio" langsam wieder in Countrygewässer zurück. Es lebt sich sicher gut auf den Virgin Island mit Sand, Booten, Meer und Sonne pur, allerdings haben Chesney Fans, die Country-Kenny hören wollten mit den letzten Alben wenig Country bekommen. Nun können sie ein wenig aufatmen, er hat die Erde unter seinen Füßen wieder entdeckt. Mit Countryrock-Nummern und zeitgenössischer Instrumentierung, die auch den Mut besitzt Saxophon- und Bläsereinsätzen einzubauen.

In 11 Songs denkt er über sein Leben nach und macht eine Art Bestandsaufnahme. Es stammen nur zwei Songs aus eigener Feder. "Beer in Mexico", ein Song der auf Sammy Hagar's Geburtstagparty entstand und eine Zwischenbilanz des bisherigen Lebens zieht. Es ist einer der schnelleren Songs, dessen Anfang ein wenig an Billy Idols "Dancing with myself" erinnert und mit Bläsersätzen arbeitet, aber dennoch eine guter Countryrocker ist. Den Titelsong hat Kenny zusammen mit Casey Beathard verfasst. "Die Strasse und das Radio" waren zwei der konstantesten Dinge in den letzten 12 Jahren seiner Karriere. Das sind die Geschichten, die Countrysongs ausmachen.

Bei den restlichen Songs hat er sich zum Beispiel eines Randy Rogers bedient. Dieser - seine Band, die Randy Rogers Band aus Texas erklimmen momentan eine Stufe nach der anderen - hat zusammen mit seinem Produzenten Radney Foster (auch kein unbekannter) "Somebody take me home" geschrieben. Eine Nummer, die zum "tappen" einlädt. Ein Midtempo-Song mit ordentlich Druck und mitreisenden Solis. Ebenfalls eingängig ist "Living in Fast Forward" (David Lee Murphy / Rivers Rutherford). Auch ein Countryrocker mit schweren Gitarren und Gedanken über die schnelllebige Zeit, wo wenig Platz zum Ausruhen und Nachdenken bleibt. "Summertime" (Steve McEwan) ist wieder ein Thema, das an die letzten Alben erinnert und beschwingt leicht daherkommt. Der stärkste Song auf "The Road And the Radio" ist "Like Me" von Troy Jones. Es geht darum Träume zu haben und diese auch auszuleben, um das Leben in "Freiheit", ohne Zwänge, zu genießen. Mit über fünf Minuten Spielzeit ist dies der längste Song auf dem Album.

Für die Liebhaber ruhigerer Songs ist "The Road And The Radio" genau richtig. Sechs der 11 Songs bleiben unter 100 Beats Per Minute und laden zum Träumen und Nachdenken ein. Schöne Songs mit teilweise rein akustischer Begleitung und ruhigen, hellen und freundlichen Harmonien.

Fazit: Der Umstieg vom Boot auf den Virgin Islands hin zum Truck auf "The Road And The Radio" ist vollzogen. Sehr zum Wohle der Freunde, welche die Countryseite von Kenny Chesney bevorzugen. Gönnen wir Kenny seinen Ausflug in einen seiner Träume, den er sich erfüllen konnte und freuen uns auf zukünftige Alben, die bei seinem diesjährigen Tempo hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen werden.

Label: BNA Entertainment (Sony) VÖ: 11. November 2005

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