Dale Watson

Ein überzeugter Anhänger des traditionellen Honky-Tonk und Bakersfield-Country, positionierte sich Dale Watson als tätowierter, hartnäckig auf seine Unabhängigkeit bedachter Außenseiter, der an nichts anderem interessiert war als der Aufnahme authentischer Country Music. Infolgedessen verkaufte er nie viele Platten, erwarb sich mit seiner Musik jedoch unter zahlreichen Kritikern und Anhängern alternativer Country Music eine treue Fangemeinde.

Watson wurde 1962 in Alabama in geboren, verbrachte seine Teenagerjahre jedoch in der Nähe von Houston, und er betrachtet Texas heute als seine wahren Heimat. Seine Vater und sein Bruder waren beide musikalisch interessiert, und er selbst begann schon im Alter von 12 Jahren, eigene Songs zu schreiben. Die erste Aufnahme folgte zwei Jahre später. Nach Abschluss der Highschool verbrachte er sieben Jahre damit, in örtlichen Clubs und Honky-Tonk-Bars aufzutreten. 1988 zog er auf Rat von Rosie Flores nach Los Angeles, Kalifornien, und wurde bereits nach kurzer Zeit Mitglied der Hausband des inzwischen legendären Palomino Club - einem Treffpunkt der alternativen Country-Szene. Er spielte 1990 zwei Singles für Curb ein - "One Tear at a Time" und "You Pour It On" - und erschien 1992 auf dem dritten Album der Sammelreihe A Town South of Bakersfield. Wenig später zog er nach Nashville und verbrachte einige Zeit damit, Songs für den Verlag Gary Morris zu schreiben.

Die kommerzielle Country Music sagte Watson jedoch nicht besonders zu, und so siedelte er nach Austin, Texas, mit seiner fortschrittlicheren Szene über und gründete dort eine Backing Band mit Namen The Lonestars. Es gelang ihm, einen Vertrag mit Hightone zu schließen, und so veröffentlichte er 1995 sein Debutalbum, Cheatin' Heart Attack. Dieses stieß aufgrund der Vitalität, die Watson seinem eher altmodischen Material und Auftreten vermittelte, auf enorme Resonanz und enthielt außerdem mit "Nashville Rash" einen geistreichen Seitenhieb gegen die etablierte Country Music. Das Nachfolgealbum Blessed or Damned erschien 1996 und setzte diesen Stil fort, ebenso das 1997 erschienene I Hate These Songs. Watsons nächste Veröffentlichung, The Truckin' Sessions, erschien 1998 bei Koch und war vollständig jenem unverwechselbaren Subgenre der Trucking-Songs gewidmet. Unglücklicherweise war es beinahe seine letzte. Im Jahre 2000 kam Watsons Verlobte bei einem Autounfall ums Leben; am Boden zerstört, versuchte er, seinen Kummer in Alkohol und Drogen zu ertränken und starb kurz nach Weihnachten beinahe an einer Überdosis. Schließlich ließ er sich zur Erholung selbst in eine psychiatrische Anstalt einweisen und tauchte in 2001 mit dem tieftraurigen Gedenkalbum Every Song I Write Is for You, das unter Kochs neuem Country-Label Audium (jetzt Koch Records Nashville) erschien, wieder aus der Versenkung auf. Es folgten zwei unauffälligere Veröffentlichungen: das Urlaubsalbum Christmas in Texas (2001) und Live in London, England (2002). In 2004 - noch immer Gefühle zeigend, aber inzwischen dickhäutiger geworden - veröffentlichte Watson Dreamland. Daneben bereitete er sich auf seine Hauptrolle in Zalman Kings in Kürze erscheinendem Cowboy-Drama "Austin Angel" vor.

  • Discografie

  • DVD

  • Charts (Album)

  • Charts (Single)

  • Film- und TV-Auftritte

Cover Jahr Album
Anmerkung

Cover 2011 The Sun Sessions (Continental) CD-Besprechung

DaleWatson-FromTheCradleToTheGrave 2007 From The Cradle to The Grave (Hyena Records) Reportage lesen

2006 Live At Newland (Rounder Europe) CD-Besprechung

2006 Whiskey or God (Palo Duro Records)

2005 Heeah! (Continental Song City) CD-Besprechung

2004 Dreamland (Koch Records Nashville)

2002 Live in London, England (Koch Records Nashville)

2001 Christmas in Texas (Koch Records Nashville)

2001 Every song I write is for you (Koch Records Nashville)

1998 The Truckin' Sessions (Koch Records Nashville)

1997 I Hate These Songs (Hightone)

1996 Blessed or Damned (Hightone)

1995 Cheatin' Heart Attack (Hightone)




Cover Jahr Album
Anmerkung

2006 Live At Newland, NL DVD-Besprechung

2002 For Fans Only: Live





Jahr Album Chart
Höchste Platzierung
     




Jahr Single Chart
Höchste Platzierung




Jahr Rolle Film/Serie