Dale Watson - Live at the Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday

CD Cover: Dale Watson - Live at the Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday

Dale Watson and His Lonestars nehmen die Hörer mit Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday direkt mit zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung mitten ins Herz von Texas.

Jeder fleißige Künstler legt wohl Wert darauf, irgendwann in seiner Karriere auch mindestens ein Live-Album herauszubringen. Meist sind es sonst Konzerte in großen Arenen, die mitgeschnitten werden. Eine kleine Bar in einem Kaff im Süden von Texas für die Aufnahmen zu wählen, ist schon außergewöhnlich genug, passt jedoch zum Image von Dale Watson, dem heimlichen King of Honky Tonk Music, der eben nie mit dem Strom schwimmt. The Big T Roadhouse in St. Hedwig, Nahe St. Antonio, gehört Dale Watson selbst und wann immer er an den Wochenenden zu Hause, und mal nicht auf Tour ist, lässt er es sich nicht nehmen, dort selbst mit seiner Band, den Lonestars, aufzutreten und ein völlig verrücktes Spiel zu moderieren, welches er selbst vor einigen Jahren in der Region etabliert hat - das Chicken Shit Bingo! Fernseh-Teams aus den ganzen USA haben bereits darüber berichtet, jetzt hat Dale Watson das Geschehen eines Sonntag Nachmittages im Big T auf sein aktuelles Album "Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday" gebannt.

Chicken Shit Bingo und Lone Star-Bier

"Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday" ist nicht nur ein Konzert-Mitschnitt. Dale Watson versetzt den Hörer direkt hinein ins Geschehen im Big T Roadhouse mit feinster Honky Tonk Music durch ihn selbst und die Lonestars, bei All-You-Can-Eat-Hot-Dogs und selbstverständlich Lone Star-Bier, für das er während der Songs kleine Live-Trailer einbaut. Das einzige Bier, das die Zähne bleicht und Hirnzellen wachsen lässt! Die Menschen in der Bar haben eine gute Zeit, lachen, tanzen, unterhalten sich - und spielen das legendäre Chicken Shit Bingo! Bei diesem Glücksspiel geht es darum, Geld auf Zahlen, die auf einem Brett unter einem Drahtkäfig aufgezeichnet sind, zu setzen. Ein Huhn läuft auf dem Brett, pickt die ausgestreuten Körner und irgendwann setzt es ein Häufchen ab. Derjenige, der auf das Feld gesetzt hat, auf dem dieses landet, hat gewonnen. Nun stellt dem Gewinner frei, dieses Geld zu behalten, oder eine seiner Taschen zu wählen, in dem ein höherer, jedoch auch geringerer Betrag versteckt sein könnte. Wem das "Gelaber" zwischen den Songs zu viel ist, kann auf dem Album einfach weiter drücken und sich komplett der Musik widmen, die ohne Zweifel, wie immer bei Dale Watson, voller eingehender Intensität ist.

"Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday"

Unerschütterlich getreu sich selbst bleibt Dale Watson immer. So bekommt der Hörer auf "Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday" einen Querschnitt durch das Repertoire, welches der Sänger, Chris Crepps am Upright Bass und den Vocals, Mike Bernal an den Drums und der wunderbare Don Pawlak an der Pedal Steel Guitar (ihm gewidmet enthält das Album den "Don Don Boogie") ihrem Publikum in jedem Club oder Konzerthalle in den USA und Europa meist spontan und gefühlsecht darbringen. Cover ihrer musikalischen Helden, wie Jerry Reed ("Amos Moses") oder Merle Haggard ("The Bottle Let Me Down", "The Fugitive”). Sein eigenes Material legte Dale Watson gern im Bereich der Trinker- und Trucker-Songs an. Zweitere sind für ihn die "modernen Cowboys", die, wie er sagt, die meiste Zeit allein in ihrem Führerhaus verbringen, auf den Straßen quer durchs Land. "Where Do You Want It" schrieb er als Tribut an Billy Joe Shaver. Fast schon Hymnen sind "Sit And Drink And Cry” und "Honky Tonkers Don't Cry”. Man spürt förmlich die Energie der Two Stepper auf der Tanzfläche oder den Rhythmus, wenn die Menge im Roadhouse mit einem kalten Lonestar-Bier in der Hand zu den Rockabilly-Klängen mitgeht. "Everybody's somebody in St. Hedwig, Texas", ist die Art, wie Dale Watson den Leuten gibt, was sie brauchen. Zusammen den Alltag vergessen, abhängen, von der Musik tragen lassen. Ameripolitan hat Dale Watson seinen Stil genannt, der tief in den Wurzeln des Western Swing, des Hillbilly und der Outlaw Music mündet. Und doch wächst Vergangenes hinein in unsere Zeit, deren Hektik ein wenig von der Gelassenheit der "guten alten Tage" gebrauchen kann.

Dale Watson - einfach echt

Dale Watson selbst sagt über "Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday", es sei das Bild einer seiner typischen Sonntag-Nachmittag-Shows. Er hoffe, wenn jemand dort war, würde er es danach mit einem warmen Gefühl verlassen und wissen, weshalb Texas so großartig und Ameripolitan Music ewig sei. "In one word, it's REAL". Ebenso echt ist Dale Watson selbst. Ein Mann, der keine große Bühne braucht, sondern am liebsten mitten unter den Leuten steht. Der auch mal selbst an seinem Tour-Bus schraubt, wenn es nötig ist. Was er tut, definiert Dale Watson selbst nicht als Arbeit. Fürs Auf- und Abladen der Instrumente und der Ausrüstung, ja, dafür werden er und seine Musiker bezahlt, gab er in einem Interview an. Doch was sie sonst tun, also Musik machen, sei eigentlich das Leben, das er immer habe führen wollen.

Fazit: "Live at The Big T Roadhouse, Chicken S#!+ Bingo Sunday" ist nicht einfach ein Live-Album, sondern die genial-verrückte Reise in eine andere Welt nach bewährtem Dale Watson-Verfahren. Wer mitkommt, wird begeistert sein!

Label: Red House (in-akustik) VÖ: 19. August 2016
Party In The Dark​
01 Big T's
02 Sit And Drink And Cry
03 Where Do You Want It
04 Everybody's Somebody In St. Hedwig, Texas The Fugitive
05 I Gotta Drive
06 Honky Tonkers Don't Cry
07 Lubbock Boy
08 The Bottle Let Me Down
09 Inside View
10 I Don't Rock No Cradle
11 Smile
12 Don Don Boogie
13 Tienes Cabeza De Palo
14 Right Now
15 Amos Moses
16 Deep in the Heart of Texas
17 Never Ever
18 I Lie When I Drink
19 Birmingham Break Down

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