John Anderson - Goldmine

CD Cover: John Anderson - Goldmine

John Anderson prägt die amerikanische Country-Szene mit seiner markanten Stimme seit über 30 Jahren. Seinen kommerziellen Höhepunkt erreichte der 1954 in Apoka, Florida geborene Country-Sänger mit seinem 199" erschienen Album "Seminole Wind", das in den USA mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde. Trotz seiner mittlerweile 60 Lenze wird Anderson allerdings nicht müde seine Fans mit neuer Musik zu beschenken. "Goldmine" ist das 20. Studioalbum seiner Karriere und erscheint unter Andersons eigenem Label The Bayou Boys Music Goup. Für das Songwriting hat sich Anderson namhafte Unterstützung ins Boot geholt darunter Josh Turner, John Rich (Big & Rich) und Buddy Cannon (unter anderem Produzent von Kenny Chesney und George Strait).

Die geballte Songwriter-Expertise wird zudem von einigen der besten Studiomusiker unterstützt. So sitzt an den Drums zum Beispiel Chad Cromwell (u.a. Neil Young, Mark Knopfler, Willie Nelson), an der Fiddle, Mandoline und am Banjo ist Joe Spivey (Kris Kristofferson, Shania Twain, Vince Gill) zu hören. Zusammen ergibt das ein Album aus purem und ehrlichem Country.

Mit amerikanisch-patriotischem Selbstverständnis eröffnet "Freedom Isn't Free" die 13 Song starke Platte. Mit rotzigen Slides auf der E-Gitarre verkündet Anderson ein Stück amerikanische Überzeugung über sein Heimatland: "It might not be perfect, but I’ll take it any day." Es folgt ein Song von einem der wenigen, der den US-Country noch länger bekleidet als Anderson selbst: Er interpretiert Merle Haggards swingende Country-Bluesrock Nummer "Magic Mama". Danach folgt die Ballade "Back Home" mit einer einfühlsamen Pianobegleitung. In dem herzergreifenden Stück holt der verstorbene Sohn seine im Sterben liegende Mutter zurück "nach Hause" in die Arme Gottes.

Das dem Album den Titel gebende "Goldmine" hat Anderson gemeinsam mit dem mehrfach mit Platin ausgezeichneten Josh Turner geschrieben. Herausgekommen ist ein schöner, groovender upbeat Country-Lovesong. Das zweite Liebeslied des Albums "Happily Ever After" folgt gleich im Anschluss, drückt aber im Verhältnis ordentlich auf die Tempobremse, was den Song aber nicht weniger eingängig macht. Der nächste aus der Zusammenarbeit mit Turner entstandene Song "I Work Alot Better" kommt mit einem kleinen Augenzwinkern: "I work a lot better, when you turn me on." Der rockige Song verbreitet gleich gute Laune und lädt zum Mitsingen ein.

Die Songfolge des Albums ist äußerst abwechslungsreich. Nach dem leichten "I Work Alot Better" kommt mit "I Will Cross O'er The River" gleich wieder ein nachdenklicherer, spiritueller Song über das Sterben. Worauf mit "Louisiana Son of a Beast" eine rockige Spaß-Nummer folgt und sich dann mit "Holdin' On" wieder ein traurigeres Lied mit obligatorischer Klavierbegeleitung anschließt.

Aus der Koproduktion mit Buddy Cannon ist mit "Song The Mountains Sing" ist ein entspannter und gemütlicher klassischer Country-Song entstanden, zu dem man seine Seele bestens baumeln lassen kann. Auf Entspannung folgt mit "On And On And On..." wieder etwas zum Nachdenken - ein Song über die Liebe und dass man auch nach Jahren der gemeinsamen Zeit an seiner Liebe arbeiten muss.

Zum Abschluss des Albums bedankt sich Anderson: Zunächst bei Gott mit "Don't Forget To Thank The Lord" und dann bei seinen langjährigen und treuen Fans mit "You All Are Beautiful", das melodisch ein wenig an Trains "Drops Of Jupiter" erinnert.

Fazit: Ein rundes und abwechslungsreiches Album, das nicht nur langjährigen Fans gefallen wird. Guter und solider Country von einem Meister seines Fachs - mal nachdenklich, mal mit Spaß. Eine tolle Mischung.

Label: Black River (hier nicht veröffentlicht) VÖ: 18. Mai 2015

  • Titelliste

01 Xo 07 Sirens
02 Peter Pan 08 Secondhand Smoke
03 Love Me Like You Mean It 09 Dibs
04 Square Pegs 10 Stilettos
05 First Time 11 Yeah Boy
06 Looking at Stars 12 Underage


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