Country Music im Jahr 2025: Ein vorausschauender Rückblick

Das Country-Jahr 2025 im Rückblick

Das Jahr 2025 neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Also genau die richtige Zeit, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen.

Country Music 2025: Die wichtigsten Highlights des Jahres

Das Jahr 2025 brachte der Country Music eine Fülle an spannenden Entwicklungen, neuen Talenten und bewegenden Momenten. Während das Genre weiterhin seine Wurzeln ehrt, zeigen mutige Künstlerinnen und Künstler, wie vielfältig und weltoffen Country heute sein kann.

Morgan Wallen blieb auch 2025 an der Spitze der Country-Szene. Sein Album "I'm the Problem" setzte neue Maßstäbe und hielt sich wochenlang auf Platz eins der Billboard Country-Charts. Mit seiner einzigartigen Mischung aus traditionellem Country und modernen Pop-Elementen spricht er alte wie junge Fans gleichermaßen an.

Lainey Wilson hat sich 2025 endgültig als eine der wichtigsten Stimmen der Branche etabliert. Ihre kraftvollen Texte und ihr unverwechselbarer Southern-Rock-Sound führen regelmäßig zu ausverkauften Konzerten. Ihr Song "Somewhere over Larado" ist sogar der Lieblingssong ihres Vaters..

Luke Combs begeistert mit seiner bodenständigen Art und eingängigen Melodien. 2025 veröffentlichte er mehrere Top-10-Singles. Seine Songs erzählen vom Alltag, von Liebe und Verlust – Themen, mit denen sich viele Menschen identifizieren können.

Zach Bryan hat mit seinem authentischen Songwriting und seiner rauen Stimme einen Nerv getroffen. Seine Alben wurden millionenfach gestreamt und er gilt als einer der vielversprechendsten jungen Künstler im Country-Genre. 2025 trat er auf den größten Festivals der Welt auf und überzeugte mit energiegeladenen Live-Shows - eine davon in Berlin 2026.

Ebenfalls zu den Top-Künstlern zählen Cody Johnson, der beweist, dass echter Texas-Country immer noch gefragt ist, Kelsea Ballerini, mit modernen Sounds spricht sie ein jüngeres Publikum an, oder Chris Stapleton, seine gefühlvollen Balladen sind auch 2025 nicht aus der Country-Welt wegzudenken.

Zach Top hat sich in kürzester Zeit mit traditioneller Country Music einen Namen gemacht und Country-Fans haben ein Auge auf die Karriere von Ella Langley geworfen, die nächstes Jahr zu den angesagtesten Country-Künstlern werden könnte.

CountryMusicNews.de weiter auf Erfolskurs

CountryMusicNews.de gilt auch weiterhin als eine der führenden deutschsprachigen Informationsquellen für Country Music und berichtet regelmäßig über Neuerscheinungen, Konzerte und Künstler aus dem Genre. Wir haben es geschafft, eine große Community von Country-Music-Fans im deutschsprachigen Raum zu vereinen und aktuelle Trends sowie Hintergrundberichte zugänglich zu machen und wurden mehrfach von Fachzeitschriften und Branchenportalen als zuverlässige Quelle für Country-Music in Deutschland genannt.

Die erfolgreichste Einzelseite ist unsere Neuerscheinungsseite. Sie wurde 513.863-mal aufgerufen. In diesem Jahr haben wir es geschafft die Gesamtzahl von 12.000 Artikeln zu überschreiten. Die steigende Popularität von Country Music im deutschsprachigen Raum, zeigt sich auch in unseren Besucherzahlen. Fast jedes Konzert, das von uns präsentiert wurde, war 2025 ausverkauft und auch 2026 scheint sich dieser Trend fortzusetzen.

Persönliche Country-Highlights

Wir haben unsere Redakteure gefragt, was ihre persönlichen Country Music Highlights 2025 waren und auf was sie sich 2026 am meisten freuen. Hier die Antworten:

Gunther Matejka (Musik)

Highlight 2025 und Ausblick auf 2006: Das Neo-Traditional-Revival. Man fühlt sich in eine Zeitmaschine versetzt. Der Trip geht in die späten 1980er, frühen 1990er Jahre, als Alan Jackson, Garth Brooks, Vince Gill und Konsorten den traditionellen Country-Sound um rockige und poppige Zutaten ergänzten. Fein dosiert aber. Die Roots der Musik blieben stets erhalten. Genauso machen das jetzt – gut 35 Jahre später – wieder Acts wie Zach Top. Und sind damit höchst erfolgreich. Wie die erwähnten Legenden vertraut auch Zach Top zum großen Teil auf die Songschmiede von damals und auch auf stilprägende Studio-Musiker wie Gitarrist Brent Mason. Der Zeitreise-Trip wird perfekt. Nachdem das "Zurück in die Zukunft" auch kommerziell bestens funktioniert, darf man im nächsten Jahr weitere neue Neo-Traditionalisten erwarten. Ein schöner Ausblick auf 2026.

Noah Oliver (Musik)

Ich kam 2025 zu CountryMusicNews.de dazu, um die Album-Rezensionen von den Newcomern und den jungen heißen Country-Acts aus Nashville zu schreiben. Zwei Künstler haben es in die Liste meiner Highlights geschafft:

Zach Top sorgte 2025 mit "Ain't in it For My Health" für Aufsehen, einem Album, das traditionelle Country-Geschichten und neotraditionelle Klänge direkt in den Mainstream brachte. Von den honky-tonk-artigen Eröffnungstracks bis hin zu den herzlichen Balladen, die Tops Songwriting-Künste unterstreichen, balancierte das Album Härte und Melodie mit mühelosem Charme. Songs wie "South of Sanity" und "Tighrope" zeigten sein Talent, lebhafte, nachvollziehbare Szenen zu zeichnen, während seine Baritonstimme und seine authentische Darbietung die Zuhörer von Anfang bis Ende fesselten. Das Album festigte Tops Position als eine der aufregendsten Stimmen der Country Music des Jahres und als Vorreiter einer modernen Interpretation des klassischen Country.

Old Dominion bewiesen, warum sie nach wie vor zu den besten Live-Acts der Country-Szene zählen – die Show war eine fröhliche, herzliche Feier ihres Repertoires, ihres neuen Albums "Barbara" und der Verbindung, die sie zu ihren Fans haben. Von den ersten Akkorden von "Coming Home" bis hin zu Mitsing-Klassikern wie "Break Up With Him" und "No Such Thing as a Broken Heart" ließ die Energie nie nach. Sie mischten ausgelassene Hits mit neuen Songs wie "Talk Country" und kraftvollen Tracks wie "Can't Get You" und verbanden dabei rockige Intensität, dichte Harmonien und echte Emotionen. Mit spontanen Cover-Versionen, dem charismatischen Frontmann Matt Ramsey, herausragender Gitarrenarbeit, Live-Wünschen und intimen Akustikmomenten steigerte sich der Abend zu einem euphorischen Höhepunkt, bei dem das Publikum mitsang. Old Dominion trat nicht nur auf, sondern teilte ein unvergessliches, optimistisches und durch und durch gemeinschaftliches Musikerlebnis, das sich 2025 sowohl klassisch als auch lebendig anfühlte.

Ich habe für 2026 kein besonderes Highlight, auf das ich mich freue. Ich warte einfach, was das Jahr für mich parat hält und lasse mich überraschen, denn auch die beiden Highlights 2025 hätte ich Ende 2024 nicht vorhergesehen.

Bettina Granegger (Musik, Künstler & Konzerte)

In diesem Jahr ist es schwierig, ein einziges Highlight zu benennen, denn im Grunde ist es die gesamte Entwicklung in der Country Music, die erfreut. Die Besinnung auf die Ursprünge und Rückkehr zu einer Musik, die – mit Retro bezeichnet – zurück gefunden hat zu einer Basis der traditionellen Country Music. Künstlerinnen und Künstler, wie Zach Top, Ella Langley, Sammy Arriaga oder Drake Milligan erarbeiteten sich neue Bedingungen und einen verdienten Platz in der zentralen Szene.

Gefragt nach einem Song, der für mich persönlich aus allen anderen im Jahr 2025 herausstach, ist es dennoch keiner der "neuen" Künstler, sondern einer der etablierten – "Break Itself", aus dem Album "The Going", von der Randy Rogers Band.

Dafür stellt es sich umso leichter dar, mein absolutes Highlight für 2026 zu finden: Das Konzert von Garth Brooks im Hyde Park in London. Vor genau 30 Jahren trat Garth Brooks in der Olympiahalle in München auf. Damals war er am Beginn seiner phänomenalen Karriere, die bis heute anhält. Er war (und ist noch heute) einer der Superstars, die Country zu dieser Zeit bei uns in Deutschland so richtig populär machte. Natürlich wollte ich daran teilhaben, ihn live zu erleben. Dies nun Jahrzehnte später zu wiederholen, seine großen Hits, die mich sozusagen ein Leben lang begleitet haben, noch einmal zu hören und mitzusingen, diesmal in erster Reihe, wird sicher ein unvergesslich Erlebnis werden.

Barna Tanko (Künstler & Konzerte)

Ich bin erst in diesem Jahr zum Team von CountryMusicNews.de dazugestoßen und übernehme Teile des Bereiches von Christoph Volkmer. Gebürtig komme ich aus Kanada und bin überrascht, wie vielfältig die Country-Szene in Deutschland ist.

Das Highlight des Jahres 2025 gebührt Mumford & Sons, deren energiegeladene Performance mühelos die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zog und von Anfang bis Ende für eine emotionsgeladene Atmosphäre sorgte. Der klare Sound in der Arena und eine dynamische Mischung aus Folk, Country, Bluegrass und Americana verliehen dem Live-Konzert Tiefe und Abwechslung und sorgten dafür, dass es bis zur letzten Note fesselnd blieb. Die Comeback-Live-Show war ein klarer Beweis dafür, dass die Band über den vorübergehenden Hype hinausgewachsen ist und sich mit Selbstvertrauen und Zielstrebigkeit weiterentwickelt.

Mit Blick auf das Jahr 2026 sticht Tucker Wetmore als vielversprechender Künstler hervor, der mit seinen optimistischen Songs für eine hoch aufgeladene Live-Atmosphäre sorgt und dabei gelegentlich Trap- und Pop-Einflüsse nahtlos einfließen lässt, um seinen Sound in eine zeitgemäße Richtung zu lenken.

Natürlich könnte sich 2026 noch ändern, denn ich hätte 2025 nicht erwartet, dass Mumford & Sons ganz oben auf meiner Liste stehen würden. Aber sie haben mich überzeugt.

Patricia Gradl (Künstler & Konzerte)

Markus Tschiedert (Film & TV)

Das beste Künstlerporträt im Kino über einen Musiker, der auch von Country Music inspiriert wurde, war für mich "Like a Complete Unknown" über die Anfangsjahre von Bob Dylan. Ich fand Timothée Chalamet in der Rolle absolut überzeugend, und Regisseur James Mangold ist mit diesem Film eine wunderschöne Reise zurück in die Sechzigerjahre gelungen.

Am meisten freue ich mich über die Dokumentation "EPiC: Elvis Presley in Concert", die am 26. Februar 2026 ins Kino kommen soll. Regisseur Baz Luhrmann konnte 2022 schon mit dem Spielfilm "Elvis" mit Austin Butler in der Rolle des King of Rock 'n' Roll punkten. Luhrmann konnte für seine Doku auf neu aufgetauchtes Archivmaterial über Elvis‘ Zeit in Las Vegas verfügen. Das könnte spannend werden.

Christian Lukas (Film & TV)

Es gibt diese Serien, die einen nicht loslassen. Gerade in diesen Tagen erlebt Netflix von vielen Cineasten einen regelrechten Shitstorm. Der Vorwurf wiegt schwer: Inszenierungen wirkten zunehmend beliebig, als würden Drehbücher nur noch nach statistischen Wahrscheinlichkeiten gewürfelt. Echte Filmkunst droht im Algorithmus-Einerlei verloren zu gehen, während die Ästhetik einer glattgebügelten "Content-Produktion" weicht, die bloß niemanden überfordern oder zum Nachdenken zwingen will, eine visuelle Fast-Food-Kultur, die das Risiko scheut. Doch dann gibt es "American Primeval", die beste Fernsehserie, die das Jahr 2025 hervorgebracht hat. Eine Serie wie ein Schlag in die Magengrube.

Sie erzählt die Eroberung des Westens als eine von falscher Romantik bereinigte Splatter-Odyssee. Sie ist ein Trip in die Abgründe des Menschseins. Hier wird der Gründungsmythos der USA nicht verklärt, sondern seziert. In einer Zeit, in der Popkultur, sagen zumindest ihre Kritiker, oft zur bloßen Berieselung verkommt, wagt Regisseur Peter Berg das Extreme: Eine Ästhetik des Schmerzes, die den Schmutz und die Verzweiflung der Grenze spürbar macht.

Andreas Graban

In diesem Jahr sind unheimliche viele gute Country-Alben auf den Markt gekommen. Ich gehöre zu den Freunden der Country Music, die sehr auf den Text achten und gerne emotional mitgenommen werden. Vielleicht ist auch deshalb Dolly Parton meine Lieblingskünstlerin und vielleicht konnte ich deshalb mit Bro-Country nicht viel anfangen.

Positiv überrascht hat mich in diesem Jahr Carter Faith mit ihrem Album "Cherry Valley". Nicht einfach eine Anreihung von Songs, sondern sorgfältig ausgewählt Lieder, die eine Geschichte erzählen. Diese Geschichten werden mit einer Portion Witz, vielen Emotionen und junger Frechheit erzählt - genau mein Ding.

Ein Highlight für 2026 habe ich noch nicht. Aber neugierig bin ich auf die Konzerte von Maddox Batson. Lange, wirklich lange, habe ich kein Konzert eines 16-jährigen mehr besucht. Mein letzter Country-Teenager war LeAnn Rimes. Wir haben damals Stunden sogar Tage in einem Hotel in Los Angeles verbracht, um LeAnn Rimes zu überzeugen zu "Wetten Dass…?!" zu kommen. Ich hoffe Maddox Batson lässt mich nicht so lange warten, um in ein kurzes "Moin"-Gespräch zu führen.

vgw
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