Tucker Wetmore bereitet in Köln einen weiteren glanzvollen Abend für die Country Music

Tucker Wetmore in Köln

Im Carlswerk Victoria in Köln kam es am Abend des 9. April 2026 zu einem Moment, der einen neuen Star hervorbrachte, als der aufstrebende Country-Sänger Tucker Wetmore für seine zweite Show im Rahmen seiner Europatournee und den ersten von zwei Auftritten in Deutschland die Bühne betrat.

Tucker Wetmore und Carter Faith spielen im ausverkauften Carlwerk Victoria in Köln

Das Publikum, das sich aus Menschen unterschiedlichen Alters, vorwiegend aber aus jungen Erwachsenen zusammensetzte – gekleidet in abgeschnittene Shorts, Westernstiefel und -hüte, karierte Hemden, Bootcut-Jeans und Trucker-Caps –, machte deutlich, dass Country Music nicht nur ein wachsendes Genre ist, sondern auch ein modisches Statement.

Carter Faith eröffnet den Abend mit einem semi-akustischen Set

Den Auftakt des Abends machte Carter Faith, eine US-amerikanische Country-Sängerin und Songschreiberin aus Davidson, North Carolina, die für ihren "Cowgirl-Hippie"-Stil und ihren ätherischen, erzählerischen Sound bekannt ist. Oft mit Legenden wie Tammy Wynette und Dolly Parton verglichen, verbindet Faith traditionelle Country-Wurzeln mit Einflüssen aus Dream-Pop und Rock. Nachdem sie mit gerade einmal sechzehn Jahren nach Nashville gezogen war, wurde sie schnell zu einer festen Größe in der Songwriting-Szene der Stadt.

Carter Faith eröffnete den Abend mit einem etwa 40-minütigen Set, begleitet von zwei Musikern: einem Gitarristen, der zwischen E- und Akustikgitarre wechselte und einem Keyboarder, der den atmosphärischen Arrangements zusätzliche Tiefe verlieh.

Ihre meist langsam voranschreitenden Songs, die gelegentlich in den Midtempo-Bereich übergingen, boten dem ausverkauften Saal einen intimen Einblick in ihr Repertoire, das sich auch aus ihrem Debüt-Album "Cherry Valley" speiste. Zu den Höhepunkten zählten "Betty", "Greener Pasture", "Grudge", "Cowboys & Dreamers", "Cowboy Forever", "Misery Loves Company" und "Burn My Memory", die dem Publikum einen Einblick in Faiths emotionsgeladenes Songwriting gewährten.

Tucker Wetmore bot eine perfekte Balance aus Hits und neuen Favoriten

Tucker Wetmore sorgte nicht nur für ein ausverkauftes Haus, sondern lieferte auch eine karriereprägende Performance ab, die kaum Zweifel daran ließ, dass er der nächste große Star der Country-Szene ist. Von den ersten Akkorden an beherrschte Tucker Wetmore die Bühne mit der Selbstsicherheit eines erfahrenen Headliners und verband radiotaugliche Hymnen, raue Balladen und bodenständigen Charme zu einem Set, das das vollbesetzte Haus von Anfang bis Ende bei jedem Song zum Jubeln brachte.

Songs wie "Proving Me Right", "Break First", "Silverado Blue", "Wine Into Whiskey" und das von Liebeskummer geprägte "Bad Habit" erwiesen sich gleich zu Beginn des Konzerts als absolute Publikumsmagneten.

Während seines Sets unterbrach Wetmore den Fluss seines eigenen Materials zweimal mit verspielten Cover-Mashups, während er am E-Piano saß. Das erste Medley verband "I Don’t Want to Be" von Gavin DeGraw, "This Love" von Maroon 5 und "Drops of Jupiter (Tell Me)" von Train und verwandelte das Klavier-Intermezzo in einen nostalgischen Pop-Mitsing-Moment.

Tucker Wetmore kehrte mit seiner neuesten Veröffentlichung "Sunburn" zu seinen eigenen Songs zurück, bevor er die Energie etwas zurücknahm und dem Publikum während eines kurzen Akustik-Segments mit "Casino" und "When I Ain’t Lookin’" einen Moment zum Durchatmen gönnte. Die komplette Band kehrte mit "3, 2, 1" zurück, was gleichzeitig als Lautstärketest für das Kölner Publikum diente.

Es dauerte nicht lange, bis er sich wieder ans Klavier setzte, um ein weiteres Mashup zu spielen – diesmal eine Mischung aus "Keep Your Hands to Yourself" von The Georgia Satellites und "I Like It, I Love It" von Tim McGraw. Wetmore hämmerte wild auf die Tasten, ganz im Stil von Jerry Lee Lewis und verwandelte den Moment in einen energiegeladenen Publikumsliebling.

Anschließend kehrte er mit "Bad Luck Goes Good On Me" zu seinen eigenen Songs zurück, und der Abend ging mit "Wind Up Missing You" und natürlich "Brunette" mit voller Kraft weiter.

Wetmores Setlist bot eine perfekte Balance aus Hits, weniger bekannten Stücken und neuen Favoriten. Seine erste Headliner-Tournee durch Europa folgt auf das von der Kritik gefeierte Album "What Not To", das erfolgreichste Country-Debüt des Jahres 2025. Kritiker lobten seine Fähigkeit, Verletzlichkeit mit Mainstream-Hooks zu verbinden, und bezeichneten ihn als "einen etwas anderen Geschichtenerzähler", während das jubelnde Publikum in Köln bewies, wie schnell seine Popularität in Deutschland wächst.

Am 16. April 2026 stehen Tucker Wetmore und Carter Faith in der Hamburger Fabrik auf der Bühne. Diese Termin und viele weitere Konzerte stehen in unseren Terminkalender.

vgw
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