Mit seinen ersten zwei Platten hat er in seiner noch jungen Karriere bereits ordentlich vorgelegt. Das selbstbetitelte Debüt landete auf Platz Eins der US Country Charts und auf Sieben der Billboard Top 200 Charts (alle Genres). Das zweite Werk erreicht sogar Platz Drei. An diesen Erfolg gilt es anzuknüpfen. Dafür hat sich Hunter Hayes mit seinem neuen Album etwas Besonderes überlegt. 21 Tracks zählt "The Project 21", allerding sind es jeweils sieben Songs in einer Studio-, einer Akustik- und einer Live-Version. Das erste Drittel gehört den Studio Version.
Den Auftakt macht der Titel-Track "21". Eine Art Geburtstag-Hymne, die das Jung sein zelebriert - "just like we turned 21". Gute Laune ist bei dieser heiteren Pop-Country-Nummer garantiert. Die Jugend feiernd geht es weiter mit "Young And In Love". Aus einer zurückhaltenden gezupften Gitarrenzerlegung steigert sich der Song in den kraftvollen Refrain. Ein ähnliches Rezept verfolgt auch "Saint or Sinner" allerdings mit vollerem E-Gitarren-Sound und der Unterstützung durch Streichern.
Für "Where It All Begins" hat sich Hunter Hayes namhafte Verstärkung geholt: Lady A. Der Song ist mit Palm-Muted-Gitarre etwas rockiger als die übrigen. Die Stimmen von Lady A geben ihm zusätzlich eine gesanglich tiefere und abwechslungsreiche Dimension zur doch relativ jünglichen Stimme von Hayes.
Dass Hayes es versteht mit den Genres zu spielen, zeigt er in "Suitcase", wo er den Offbeat von Reggae mit Country-Sound verknüpft. Traditionelle Verbundenheit beweist er mit klassischerem Sound aus akustischer Gitarre, Banjo-Parts und Streicher-Begleitung in "The Trouble With Love". Die erste Siebener-Combo und damit die erste von drei CDs beschließt der Up-Tempo-Love-Song "I Mean You".
Die zweite CD beinhaltet die sieben Lieder in gleicher Reihenfolge in einer Akustik-Version. Besonders "Young And In Love" stehen die akustischen Klänge sehr gut zu Gesicht und verleihen ihm eine melancholischere Note. In "Saint Or A Sinner" bekommt das Banjo etwas mehr Raum. "Where It All Begins" wird ohne elektronische Instrumente fast schon zur Klavier-Ballade - eine ebenfalls großartige Variante. Für Abwechslung im Reggae-Song "Suitcase" sorgt der Sound einer Hammond-Orgel. "The Trouble With Love" setzt eng am Original auf eine klassische Western-Gitarre und Streicher. Auch "I Mean You" ist eher nah an der Studio-Version verortet.
Auf dem dritten Tonträger finden sich die Songs in Live-Versionen. Bei jedem Song springt das Festival-Feeling direkt ins Wohnzimmer über. Doch vor allem "21" beweist dabei großes Stadion-Feeling. Doch im Großen und Ganzen ist die Live-CD nicht viel mehr als ein nettes Gimmick.
Fazit: Das Konzept von "The 21 Project" mit Drei mal Sieben Songs ist eine erfrischende Idee von Hunter Hayes. Doch wo die Akustik-Version noch neue Aspekte liefern, bieten die Live-Aufnahmen keinen wirklich großartigen Mehrwert für das Album. Die sieben Songs sind aber moderner und abwechslungsreicher Country-Pop vom Feinsten. Schade, dass es nur sieben Lieder sind.











