Dass sich die Herren die Nashville-Prominenz ins Studio holen, ist natürlich toll - aber irgendwie auch logisch. Schließlich gehören die Doobie Brothers zu den Pionieren des Country-Rock. "Country", sagt Tom Johnston, "hat sich seit den Tagen von Hank Williams verändert." Wohl wahr, wohl wahr...
Wie herrlich die Songs der Doobies mit den Country-Stimmen harmonieren, macht gleich mal der Opener deutlich: "Black Water", übrigens auch Teil der Setlist von Lady A, mit der Zac Brown Band als Duettpartner. Das funktioniert. Hervorragend sogar und macht Lust auf die nachfolgenden Tracks - die alle, wirklich alle, überzeugen und fesseln. Stimmlich, aber auch in Punkto Arrangements und handwerklicher Fähigkeiten. Die Doobie Brothers waren ja seit jeher für ihren treibenden Rhythmen und ihre grandiosen Gitarrensoli bekannt. Die hohen Erwartungen erfüllt jeder Song von "Southbound", und wie.
Man nehme nur "Rockin' Down The Highway", bei dem Brad Paisley mitmischt. Da geht die Post ab, dass es nur so eine Freude ist. Ein so starkes Gitarrensolo hat man von Paisley schon lange nicht mehr gehört - was an den grandiosen Melodien des Songs liegen kann. Dabei ist der Track keineswegs eine besonders gelungene Ausnahmeerscheinung im umfangreichen Song-Katalog der dem süßlichen Duft nicht abgeneigten Brüder. Im Gegenteil. Diesen hohen Qualitätslevel erfüllt jeder der Doobie-Brothers-Hits.
Diese Hits bekommen jetzt also einen neuen Sound-Anstrich und eine zusätzliche Stimme: "China Grove" macht Chris Young, das rhythmisch synkopierte und immer noch tröstliche "Jesus is Just Alright" präsentiert Carey James, bei den jazzigen McDonald-Kompostionen "What a Fool Believes" und "Takin' It to The Streets" sind Sara Evans beziehungsweise Love And Theft die würdigen Duettpartner. Jazzig aber keinesfalls abgehoben ist auch der Fender-Rhodes-Track "You Belong to Me". Hier teilt sich McDonald die Vocals mit der tollen Amanda Sudano Ramirez (von Johnnyswim), Vince Gill - der darf nicht fehlen! - steuert ein exzellentes Gitarrensolo bei. Apropos Gitarrensolo: Beim Dobbie-Brothers-Gassenhauer "Listen to The Music" greift Hunter Hayes versiert in die Saiten, Blake Shelton gibt den Gastsänger. Stark!
Wie wunderbar die Band schon in den 70er Jahren das Crossover aus Rock und Country hinbekommen hat, belegt ihr wunderbares "South City Midnight Lady", für die sich hier Jerrod Nieman ins Zeug legt. Etwas vergessen? Klar: "Long Train Runnin'". Dieser x-mal gecoverte und unverwüstliche Evergreen darf nicht fehlen - genauso wenig wie Toby Keith, der hier gerne mit den Doobies verbrüdert.
Fazit: Tolle Songs, starke neue Arrangements, erstklassige Gaststars - "Southbound" von den Doobie Brothers macht vom ersten bis zum letzten Ton Laune. Das beste Crossover von Country und Rock der letzten Zeit.
| 01 | Black Water (mit Zac Brown Band) |
| 02 | Listen to the Music (mit Blake Shelton und Hunter Hayes) |
| 03 | What a Fool Believes (mit Sara Evans) |
| 04 | Long Train Runnin' (mit Toby Keith) |
| 05 | China Grove (mit Chris Young) |
| 06 | Takin' It to the Streets (mit Love and Theft) |
| 07 | Jesus Is Just Alright (mit Casey James) |
| 08 | Rockin' Down the Highway (mit Brad Paisley) |
| 09 | Take Me in Your Arms (Rock Me) (mit Tyler Farr) |
| 10 | South City Midnight Lady (mit Jerrod Niemann) |
| 11 | You Belong to Me (mit Amanda Sudano Ramirez) |
| 12 | Nobody Intro |
| 13 | Nobody (mit Charlie Worsham) |











