Joe Nichols - Revelation

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Joe Nichols weicht in vielerlei Hinsicht von den momentanen Countryproduktionen ab. Zum einen macht er keinen Pop-Country und zum anderen sind seine Songs ehrlich und im traditionellem Stil eines Alan Jackson angelegt. Seine tiefe und klare Stimme, die ein wenig an Alan Jackson, Randy Travis oder Don Williams erinnert, hat Charisma und hebt die 11 Songs des neuen Albums "Revelation" in ganz eigene Regionen.

"Revelation" heißt übersetzt: Aufdeckung, Enthüllung oder Offenbarung. All dies trifft auf die einzelnen Tracks des Silberlings aus dem Hause Universal South zu. Obwohl man auch den enthaltenen Titelsong aus der Hand von Bobby Braddock aus dem Jahre 1972 für den Albumtitel hernehmen kann. - Braddock hat viele großartige Songs geschrieben, unter anderem für: Waylon Jennings, Mark Chesnutt, Tammy Wynette, Tracy Lawrence etc. etc. - Dem bewussten Hörer fallen sicherlich die vielen Offenbarungen auf, die in jedem Song enthalten sind. Die Themen sind vielfältig und machen jeden Titel einzigartig.

"Singer ina Band" behandelt das Thema der Bescheidenheit oder aber der Prioritäten; dies liegt ganz im Betrachtungswinkel des Zuhöreres. In "The Shade" wird das einfache Leben dem modernen Leben vorgezogen und bei "Nobody Believed In You" geht es um den Glauben an eine Person und ihre Fähigkeiten. All diese Songs sind mit traditionelle Country-Tunes unterlegt und so kommen auch die Freunde der traditionellen Instrumente der Country-Musik nicht zu kurz. Mandoline, Steel-Guitar, Fiddle und noch viele mehr sind auf "Revelation" zu hören. Manchmal sparsam aber dennoch mit Akzent ("The Shade") und manchmal als Leadinstrument im Wechsel mit anderen (don`t ruin it for the rest of us). Brent Rowan, der sich als Produzent des Albums ebenso verantwortlich zeichnet wie als Studiomusiker am 6-String Bass, der E-Gitarre oder an den Keyboards, hat unter anderem auch das Debüt-Album von Julie Roberts produziert.

Die Songauswahl von Joe Nichols ist hervorragend. Sie reicht vom bereits erwähnten Titel "Revelation", der sehr melancholisch angelegt ist und sich an die Offenbarung im biblischen Sinne hält über den mit 176 Beats Per Minute schnellsten Titel "What'sa Guy Gotta Do2 im Cajun-Mantel bis hin zu dem Song über das Abschiednehmen in der Sterbestunde "Farewell Party". "What'sa Guy Gotta Do" ist der einzige Song auf "Revelation", der vonJoe Nichols selbst geschrieben ist. Ansonsten hat er sich ausgewähltes Material von beispielsweise Iris DeMent "No Time to Cry" aus dem Jahre 1993 oder dem Titel "Farewell Party" (1953) von Lawton Williams zugewandt. "Farewell Party" wurde übrigens auch schon von Gene Watson und Alan Jackson ("Under the Influence") auf CD verewigt.

Fazit: "Revelation" ist für Liebhaber der traditionellen Countrymusik ein "must have". Ein Album zum Träumen ("I Wish That Wasn't All"), Nachdenken ("Things Like that") aber auch Spaß haben ("What'sa Guy Gotta Do"). Mit Ausnahme von "Farewell Party" bewegen sich alle anderen Song im Bereich von 88 bis 128 Beats per Minute - also einem eher ruhigen Album, was das Tempo angeht. Dies ist allerdings kein Nachteil, sondern ein wichtiger Kontrastpunkt unserer heutigen Zeit und wirkt sich angenehm beim Hören aus. Wer Songs von Alan Jackson und Randy Travis mag, wird die Stimme von Joe Nichols und seine Art des Vortrags lieben.

Label: Universal South (Universal) VÖ: 19. November 2004

  • Titelliste

  • Links

01 The Shade 07 Farewell Party
02 Singer In A Band 08 Things Like That (These Days)
03 Don't Ruin It Fot The Best of Us 09 Revelation
04 I Wish That Wasn't All 10 What's A Guy Gotta Do
05 If I Ever Get Her Back 11 No Time To Cry
06 If Nobody Believed In You Image Image


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