Der zweite Ableger des "9-1-1" Franchises spielt in der Music City USA - Nashville
Der Feuerwehrmann und die Feuerwehrfrau gelten als bodenständige Helden des Alltags. Sie erledigen ihre Jobs ohne Chichi. Sie gehen dorthin, wo es schmerzt, ohne dafür Denkmäler einzufordern. In der Musik gilt die Country Music als bodenständige Kunst ohne den Anspruch, im Louvre einen Platz finden und bewundert werden zu müssen. Warum also, scheinen sich die Produzenten und Autoren Ryan Murphy, Brad Falchuk (hier als Executive) und Tim Minear gedacht zu haben, bringt man diese beiden Welten nicht einfach zusammen und macht eine Serie daraus?
Das Ergebnis nennt sich "9-1-1: Nashville" und ist auf Disney+ in Deutschland zu sehen.
Im Zeitalter der Hochglanz-Serienproduktion, in der Streamingplattformen Spielfilmbudgets in neue Serien stecken, "höher, schneller, weiter" längst keine Floskel mehr ist und das kinematografische Erzählen von der Serie bestimmt wird, nachdem sie jahrzehntelang als Bastard des Kinos galt, wird es für klassische Serien des linearen Fernsehens immer schwieriger, wahrgenommen zu werden. Formate, die Woche für Woche ihre Episoden liefern, stehen in erbarmungsloser Konkurrenz zu Prestigeproduktionen, deren Staffeln eher wie achtstündige Spielfilme angelegt sind. Ein inzwischen bewährtes Mittel, Aufmerksamkeit zu erzeugen, liegt deshalb in der Konstruktion von Serienuniversen. Die Idee, mehrere Serien in derselben erzählerischen Welt anzusiedeln, ist allerdings alles andere als neu. Den Anfang eines wirklich systematisch aufgebauten Universums machte – nein, nicht "Star Trek" –, sondern im Grunde "Law & Order".
Das klingt zunächst überraschend. Der Unterschied liegt jedoch im Ansatz: "Star Trek" erzählt in seinem Fundament eine große, zusammenhängende Zukunftsgeschichte. Die einzelnen Serien erweitern diese Welt und ihre Mythologie. "Law & Order" hingegen entwickelte ein anderes Modell: mehrere Serien, die parallel existieren, nach demselben erzählerischen Prinzip funktionieren und gelegentlich Figuren austauschen, dabei aber jeweils eigenständig bleiben. Genau dieses Bauprinzip wurde später zum Vorbild für viele Fernsehfranchises.
Die Serie "Law & Order" startete in den USA 1990 bei der National Broadcasting Company (NBC) und existiert (mit einer längeren Pause) tatsächlich bis heute. Aus ihr entwickelte sich im Lauf der Jahre ein, wie man heute sagt, Franchise mit inzwischen acht Serien. Dazu gehören unter anderem "Law & Order: Special Victims Unit", "Law & Order: Criminal Intent", "Law & Order: Organized Crime" und "Law & Order Toronto: Criminal Intent". Nicht mitgezählt wird in der Regel der britische Ableger "Law & Order: UK". Die Serie stammt zwar aus demselben Produktionsumfeld, doch es gab nie ein Crossover mit den amerikanischen Reihen. Sie gilt daher eher als Adaption des Formats, denn als Bestandteil des eigentlichen Erzähluniversums.
Das Universum reicht dabei sogar über seine eigenen Grenzen hinaus. So gehört die Serie "Homicide: Life on the Street" narrativ in diese Erzählwelt, da der 2023 verstorbene Schauspieler Richard Belzer in dieser Serie den Polizisten Richard Munch verkörperte: die Rolle, die er dann weitere 17 Jahre in "Law & Order: Special Victims Unit" spielen sollte. Über Belzer existiert sogar eine Brücke zu "Akte X", trat er doch als Detective Munch in einer Episode auf. In der Fernsehlogik führt das zu einer kuriosen Konsequenz: Rein theoretisch teilen sich Ermittler aus "Law & Order" und Mulder und Scully denselben Serienkosmos.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Keine dieser Serien ist ein klassisches Spin-off im alten Sinn, bei dem zum Beispiel eine besonders beliebte Figur plötzlich ihre eigene Serie bekommt. Das Modell kennt man aus früheren Jahrzehnten. Ein Beispiel: Aus der in den 80ern in den USA unglaublich erfolgreichen Serie "21 Jump Street" ging beispielsweise die kurzlebige Ablegerserie "Booker" hervor und "Columbo" brachte eine "Mrs. Columbo" auf den Bildschirm. Solche Projekte waren jedoch in der Regel eher Zusatzgeschäfte als langfristige Planungen und scheiterten meist, weil sie selten über einen gescheiten Oberbau verfügten.
Das echte Universumsprinzip funktioniert nämlich anders. Jede Serie wird von Anfang an als eigenständiges Projekt entwickelt, mit eigener Besetzung und – das ist der wichtigste Punkt – einem eigenen Produzenten- und Autorenstamm, der die Serie unabhängig weiterentwickelt. Gastauftritte und Crossover sind ausdrücklich gewollt, aber sie bleiben dosiert. Sie dienen als Bonus für Zuschauer, nicht als Ersatz für eigene Ideen.
Dieses Modell hat sich im amerikanischen Fernsehen mehrfach bewährt. Beispiele? "NCIS"-Universum (das selbst aus der Serie "JAG – Im Auftrag der Ehre" hervorgegangen ist); Dick Wolf, der Schöpfer von "Law & Order", hat mit "Chicago Fire", "Chicago P.D." und "Chicago Med" ein weiteres solches Netzwerk aufgebaut, das über Gastauftritte seinerseits mit "Law & Order" verbunden ist. Auch das forensische Krimiformat "CSI: Crime Scene Investigation" brachte mit Serien wie "CSI: Miami" oder "CSI: NY" eigene, höchst erfolgreiche Ableger hervor, die ihren eigenen Ton fanden und daher viele Jahre liefen.
Überlebenswichtig!
Die Ursprünge dieses Universumsdenkens liegen also weit vor der Gründung der ersten Streamingdienste. Heute ist es jedoch wichtiger denn je – gerade für das lineare Fernsehen. Eine neue Serie muss normalerweise bei null anfangen, muss Publikum, Figuren und Marke erst etablieren. Das wird im Linearen zunehmend schwieriger. Hat ein Sender jedoch bereits einen bekannten und erfolgreichen Titel im Portfolio und baut ihn systematisch aus, ist ein Teil der Aufmerksamkeit schon gesichert. Das geht so weit, dass ein Serienuniversum wie "Yellowstone", das seine Anfänge im Kabel-Umfeld findet (was seinerseits in den USA sehr speziell ist), inzwischen mit "Marshals" fürs klassische lineare TV eine Ablegerserie produziert.
Genau in diesem Umfeld liegen die Anfänge von "9-1-1: Nashville", nicht als isolierte neue Serie, sondern als weiterer Baustein eines Universums, das mit "9-1-1" im Jahre 2018 begann und mit "9-1-1: Lone Star" einen ersten Ableger erfuhr. Dieser ist inzwischen nach fünf Staffeln zwar eingestellt worden, aber seit Oktober 2025 nimmt in den USA "9-1-1: Nashville" den verwaisten Platz in dem zum Disneykonzern gehörenden Sendernetzwerk ABC (American Broadcasting Company) ein, in Deutschland ist es Disney+. Was eine interessante Entwicklung darstellt: Serien wie "9-1-1: Nashville" sind explizit für den klassischen TV-Markt konzipiert. Doch in Deutschland hat man auf eine Lizenzvermarktung verzichtet. Soll damit Exklusivität für den Streamingdienst erreicht werden? Oder fehlt es an Käufern hierzulande? Ist der hiesige lineare TV-Markt von klassischen Serien entkoppelt? Darüber soll an anderer Stelle spekuliert werden.
"9-1-1: Nashville" beginnt spektakulär. Ein Tornado zieht auf. Er kommt aus dem Nichts, alles geht sehr schnell. Auf seinem Weg liegt ausgerechnet ein Open-Air-Country-Music-Festival, auf dem mit Sicherheit eine mitreißende Stimmung herrscht – allerdings nimmt der Tornado das mit dem "mitreißend" möglicherweise einen Tick zu wörtlich. Schnitt, zwei Tage vorher. Don Hart (Chris O'Donnell) ist Lieutenant der Feuerwehr in Nashville. Mit seinem Sohn Ryan (Michael Provost) nimmt er an einem Rodeo-Turnier teil, doch Don wirkt abgelenkt. Was, wie wir erfahren, ungewöhnlich ist. Don ist ein ruhiger Mann, niemand, der aufbraust. Doch es heißt nicht umsonst: In der Ruhe liegt die Kraft. Don ist jemand, der stets überlegt handelt, nie aus dem Bauch heraus. Vor allem ist er niemand, der beim Rodeo vom Pferd fällt. Denn wenn er merkt, dass er abgelenkt ist, würde er normalerweise nie auf ein Pferd steigen. An diesem Abend aber scheint es so, als wolle er Ryan nicht anmerken lassen, dass er sich tatsächlich über etwas Sorgen macht – und landet prompt auf dem Boden, der glücklicherweise so weich ausgelegt ist, dass ihm außer ein paar blauen Flecken nichts passiert.
Was ihm auf der Seele drückt, offenbart sich am folgenden Abend. Ein Junggesellinnenabschied wird gefeiert. Die Frauen haben sich ein großes Partybike gemietet, ein mehrsitziges Tretfahrzeug, das wie eine rollende Bar aufgebaut ist: Die Teilnehmerinnen sitzen auf Barhockern an einem Tresen, treten gemeinsam in die Pedale und bewegen so das Gefährt durch die Stadt, während sie ihre Cocktails genießen – eine Person vorne lenkt und bremst. Durch eine Reihe von unglücklichen Umständen rast das Gefährt führerlos einen Abhang hinunter, überschlägt sich und verletzt ausgerechnet die Braut schwer. Ein Tänzer (eigentlich ein Stripper, der an diesem Abend als Feuerwehrmann aufgetreten ist) leistet Erste Hilfe und das verdammt professionell. In den Sommermonaten arbeite er als Rettungsschwimmer, erklärt er den ersten Feuerwehrleuten vor Ort – Feuerwehrleute, zu denen auch Don und Ryan gehören. Don erkennt den jungen Mann, und der, Blue mit Namen, erkennt Don. Blue (Hunter McVey) ist Dons Sohn, zu dem er nie persönlichen Kontakt hatte. Ryan ist wie vom Schlag getroffen, als er erfährt, dass er einen Halbbruder hat. Einen Halbbruder, der als Stripper arbeitet und in diesem Job (aufgrund seines makellosen Körpers) auch noch ziemlich viel Geld verdient – und diesen Job dennoch bereit ist aufzugeben, nachdem ihm sein Vater eine Stelle bei der Feuerwehr anbietet.
Über eine Lücke im Ausbildungsverfahren kann er ihn in seinem Löschzug als eine Art Auszubildenden in der Praxis unterbringen. So agiert er nicht nur als sein Lehrmeister, er hat auch die Möglichkeit, ihn besser kennenzulernen. Don macht kein Geheimnis daraus, dass Blue sein Sohn ist. Alle sollen es wissen. Keine Geheimnisse. Was Ryan durchaus erzürnt, denn ihm zu verheimlichen, dass er einen Halbbruder hat, darf man durchaus als ein Geheimnis betrachten … Die erste Bewährungsprobe, für die nicht gerade von Bruderliebe geprägte neue Beziehung, stellt der Tornado dar, der sich auf das Festival zubewegt und einiges an Chaos anrichtet.
Nein, nein, nein!
Wie vermasselt man den Einstieg in eine Serie? Die Produzenten von "9-1-1: Nashville": Ja! Man muss sich einmal vorstellen, wer hinter der Serie als graue Eminenzen stecken:: Ryan Murphy, Brad Falchuk und Tim Minear. Murphy und Falchuk sind seit vielen Jahren ein Team. Ihr Durchbruch war die für ein junges Publikum fröhliche Musicalserie "Glee", der dann "American Horror Story" und "American Crime Story" folgten. High-Concept-Fernsehen, düster, dunkel, preisgekrönt. Tim Minear, mit dem sie das "9-1-1"-Franchise aus der Taufe gehoben haben, war Stammautor von Serien wie "Akte X", " Buffy–Im Bann der Dämonen" sowie der kurzlebigen, aber kultisch verehrten Western-Space-Action-Opera "Firefly". Die drei Herren wissen, wie man fesselnde Charaktere entwickelt. Dann hauen sie gleich zu Beginn einen Klatscher raus, über den man nicht eine Sekunde lang nachdenken darf, damit er sich nicht in seiner gesamten Dusseligkeit über einem ergießt.
Wie sieht der aus? Don wird als ein Mann in die Serie eingeführt und so wird sein Charakter auch fortgeführt, den man gerne haben muss. Don ist eine Respektsperson. Er ist der Chief, weil er Autorität ausstrahlt. Ein Mann, ein Wort. Er ist die Fleischwerdung dieser Redewendung. Dieser Mann verkörpert das Gute im Menschen und das ist – schön! In einer Fernsehserienwelt voll gebrochener Charaktere mit Legionen von Leichen im Keller ist es im Grunde genommen angenehm, einmal eine Figur präsentiert zu bekommen, die einfach gut sein darf. Ein guter Vater, ein sorgender Ehemann, ein anständiger Boss.
Wie da der uneheliche Sohn hineinpasst, den er nie kennengelernt hat? Okay, diese Geschichte könnte irgendwie funktionieren. Sie ist etwas weit hergeholt, aber man könnte mit ihr leben. Ryan hat als Kind einmal einen sehr langen Sommer in einem Feriencamp verbracht. Warum? Weil seine Eltern ihn schützen wollten. Don und seine Frau Blythe (Jessica Capshaw) führen eine perfekte Ehe. Blythe entstammt dem Adel von Nashville, sie ist wohlhabend, die Familie lebt in abgesicherten Verhältnissen, wie man sagt. Allerdings wäre diese Ehe vor 25 Jahren fast gescheitert. Es wurde direkt hässlich zwischen ihnen. Ryan sollte davon jedoch nichts mitkriegen, er kam in das Ferienlager, Don trennte sich von Blythe – um nach einigen Wochen jedoch festzustellen, dass er ohne seine Frau nicht leben kann.
Ach ja, die Liebe. Leider hatte er in der Zeit der Trennung eine Affäre – die nicht ohne Folgen blieb. Gut, könnte man jetzt sagen, Männern wird oft vorgeworfen, sie würden besser mit ihrem Unterleib als mit dem Gehirn denken. Doch an diesem Punkt funktioniert die Figurenzeichnung nicht. Don ist ein Heiliger. Das mag vollkommen übertrieben, überhöht, vielleicht naiv klingen, aber ein Mann wie Don steigt nicht mit einer Bekannten, die er quasi aus seinem vorehelichen Leben kannte, ins Bett für ein bisschen Abwechslung. Ja, das Augenrollen vieler Leserinnen (und Leser) ist direkt spürbar und die Frage steht im Raum: Ist der Autor dieser Zeilen wirklich so ein Naivling? Vielleicht. Aber das ist das Ding mit Don: Er ist so ein Typ. Der Moment, in dem er Blue gegenübersteht, ist ein Moment der puren Freude. Man spürt, da hat ein Vater den verlorenen Sohn gefunden. Was zu der Frage führt: Warum hatten sie denn keinen Kontakt?
LeAnn Rimes in "9-1-1: Nashville"
Da wird es schwierig. Die Serie bietet dafür die folgende Erklärung: Blues Mutter wollte das nicht. Im nächsten Moment aber erfahren wir, dass Don und Blythe (!) für den Jungen gezahlt haben. Sie haben sich ihrer Verantwortung (Blythe hat diese mitgetragen) nie entzogen. Gut, die Mutter wollte keinen Kontakt, okay, aber … Blue ist ein Stripper und seine Mutter eine Bitch. Ja, die von der Country- und Popsängerin LeAnn Rimes dargestellte Mutter Dixie (der Name ist Programm) hat den Kontakt unterbunden, das Geld aber angenommen. Trotz des offenbar guten Geldes lebt sie in eher prekären Verhältnissen und ihr Sohn ist ein (wenn auch sehr erfolgreicher) Stripper.
Nie im Leben. Nimmt man einmal an, Don habe sein Gehirn wirklich eines Abends in der Trennungsphase in die Hose rutschen lassen, weil er – bitte schön – ein Mann ist und Männer halt, um einen Song der Ärzte zu zitieren, Schweine sind: So, wie Don in der Serie präsentiert wird, hätte er erstens seinen Sohn nie aus den Augen gelassen und zweitens irgendwann eingegriffen, Stichwort: Kindeswohl. Auf der einen Seite Dixie, eine gescheiterte Sängerin, Gelegenheitsarbeiterin, Mutter, die ihrem Sohn den Umgang mit dem Vater verwehrt. Auf der anderen Seite dieser Heilige des Löschwassers. Bitte, eine schöne Frau, ein ebenfalls nicht ganz unansehnlicher Mann, ein Bier zu viel. Gut … aber kein Kontakt? Nicht diese Figur!
Damit ist natürlich die Ausgangslage schon einmal schwierig, weil sie einfach nicht glaubhaft wirkt. Wenn dann auch noch Dixie auftaucht und sich als ziemlich unleidlicher Charakter offenbart … Man fragt sich schon, wo die Autoren bei der Entwicklung der Charaktere falsch abgebogen sind. Charaktere, die jenseits der Familie Hart kaum mehr als Staffage darstellen: Da ist die junge Ärztin, die zufällig eine verdammt gute Stimme hat und sich auch als Countrymusikkomponistin versucht. Oder Cammie Raleigh (Kimberly Williams-Paisley), eine 911-Dispatcherin, die Witwe von Dons verstorbenem Bruder (etwas Tragik muss dann doch sein). Ansonsten ist da nicht so viel, da die Serie als Weekly-Format nicht zu viele Handlungsstränge aufbauen kann, sondern letztlich – ganz klassisch – den Episodenfokus auf ein Hauptgeschehen pro Folge und die Hauptfiguren richten muss; für allzu viel Charakterfutter jenseits dieses Kern-Ensembles bleibt da wenig Raum. Wenn dann die Charakterisierung der Hauptfigur derart in die Hose geht wie in diesem Fall, fehlt es an der rechten Freude, der Serie zu folgen. Dafür ist das Angebot auf dem Markt einfach viel, viel zu groß.
Noch mehr Country-Künstler in "9-1-1: Nashville"
Um den Bogen zur Country Music zu schlagen: Der Spielort ist ja nett. Nashville ist sicher nicht ganz uninteressant, weil es eben seine Musikgeschichte hat, die hier und da mal Erwähnung findet. Aber im Grunde läuft es wie mit "Soko Stuttgart", "Soko Leipzig" oder "Soko Wien": Hier und da funkelt mal etwas Lokalkolorit durch, am Ende aber bleiben es Krimiserien, während "9-1-1: Nashville" halt als Feuerwehrserie reüssiert. Mit LeAnn Rimes ist natürlich ein prominenter Name mit beeindruckendem Stimmvolumen engagiert worden. Man darf aber anmerken, dass ihre letzten Alben eher enttäuschend waren und ihr Ruhm letztlich aus einem Popsong resultiert, der bereits ein Vierteljahrhundert alt ist. Ryans Ehefrau wird wiederum von der kanadischen Schauspielerin MacKenzie Porter verkörpert, die mit mehreren Nummer-eins-Singles in den kanadischen Country-Charts und einem US-Chart-Hit ("Thinking ’Bout You" mit Dustin Lynch) ihre Spuren in der Countrymusikszene hinterlassen hat. Bereits in der Pilotfolge taucht immerhin Kane Brown auf, auf dessen Konzert besagter Tornado einen Stopp einlegt.
Fazit: Feuerwehrfreunde werden sich sicher an den Actionszenen erfreuen, die sehen allesamt ganz gut aus. Aber man darf nicht eine Sekunde über die Charakterzeichnung von Don nachdenken. Sonst klickt man schneller auf Netflix, als Disney+ Micky Maus sagen kann…























