EPiC: Elvis Presley in Concert

EPiC: Elvis Presley in Concert

EPiC: Elvis Presley in Concert ist ein Dokumentarfilm über Elvis Presley aus dem Jahr 2025 unter der Regie von Baz Luhrmann. Er ist die Fortsetzung von Luhrmanns biografischem Film "Elvis" aus dem Jahr 2022.

"EPiC: Elvis Presley in Concert" feierte am 6. September 2025 auf dem Toronto International Film Festival Premiere. Die ersten Vorabvorführungen in den USA fanden am 8. Januar 2026 in Presleys ehemaliger Villa Graceland statt, an dem Tag, an dem er 91 Jahre alt geworden wäre.

 

"EPiC: Elvis Presley in Concert" - Eine epische Dokumentation über den King

Vor vier Jahren verfilmte Baz Luhrmann ("Der große Gatsby") auf eindrucksvolle Weise das Leben des King of Rock’n’Roll mit Austin Butler ("Caught Stealing") in der Titelrolle. "Elvis" spülte weltweit mehr als 280 Millionen Dollar in die Kinokassen- ein voller Erfolg. Das Thema lässt Buhrmann aber nicht mehr los. Mit "EPiC: Elvis Presley in Concert" schickt der australische Regisseur einen spektakulären Konzertfilm über den King ins Kino, der den echten Elvis Presley (1935 - 1977) präsentiert. Den Hintergrund bilden verschollen geglaubte Aufnahmen von Elvis, als er 1969 im gerade erst eröffneten International Hotel in Las Vegas fünf Tage die Woche auf der Bühne stand.

Elvis in Ekstase

In schneller Schnittfolge werden zuerst die einzelnen Stationen aus Elvis' Leben aneinandergereiht. Dann folgt die Phase seiner Schauspielkarriere. In 31 Filmen spielte er zwischen 1956 ("Pulverdampf und heiße Liebe") und 1969 ("Ein himmlischer Schwindler") die Hauptrolle und war doch nicht ganz glücklich mit den Stories, die stets nach dem gleichen Muster funktionierten. Deshalb ging er Ende der Sechzigerjahre einen anderen Weg, der ihn ins Spielerparadies Las Vegas führte.

Elvis wusste um seine Wirkung auf der Bühne, wie er jeden Abend das Publikum aufs Neue elektrisieren konnte. Obwohl etliche seiner Show-Acts spontan wirkten, waren sie genau eingeplant. Was nur für Wochen gedacht war, weitete sich schließlich über Jahre aus und wie wir aus Luhrmanns Spielfilm von 2022 wissen, geriet auch Elvis in Ekstase, putschte sich für eine perfekte ordentlich auf und ging daran letztlich zu Grunde.

Aus den Archiven auf die Leinwand

In solche Abgründe bewegt sich Luhrmann mit seiner zweiten filmischen Verbeugung vor dem King aber nicht. Er zelebriert lieber die Glitzerwelt, in der sich Elvis feiern ließ. Mehr Schein als Sein, weshalb die interessantesten Aufnahmen die sind, in denen man den privaten Elvis erlebt. Etwa wie er seine Band und Background-Sänger anfeuerte, ihr Bestes zu geben oder wie er kleine Witzchen machte.

Überhaupt sind die Archive, die sich für diesen Film geöffnet haben, eine wahre Fundgrube. Für jeden Elvis-Fan ist "EPiC" deshalb ein Muss.

Ein tiefgründiges Künstlerporträt darf man jedoch nicht erwarten. Vielmehr scheint es darum zu gehen, den King of Rock'n'Roll zumindest auf der Leinwand noch einmal zum Leben zu erwecken und zu verstehen, welche Wirkung erzielte. Ein Phänomen seiner Zeit, aber bis heute unvergessen. Genau das will Baz Luhrmann mit "EPiC" rüberbringen und da er es schon mit "Moulin Rouge" sowie "Elvis" verstanden hat, mit Farben, schnellen Schnitten und Musik eine eigene, fast hysterische Magie entstehen zu lassen, gelingt ihm das in seiner allerersten Dokumentation erst recht.

Im Rausch des Rhythmus

Somit ist klar, dass vor allem Musik eine zentrale Rolle in "EPiC" spielt. Elvis Presley war nun mal zuerst Sänger und erst dann Schauspieler. Aber er wusste nach 13jähriger Filmerfahrung, wie sich beides kombinieren lässt, was sicherlich auch zu seinem Erfolg in Las Vegas beigetragen hat.

Natürlich schmettert er in seinen Shows seine Evergreens von "Love Me Tender" über "Suspicious Minds" bis hin zu "In the Ghetto" - und das jedes Mal so voller Leidenschaft, als würde er die Songs zum ersten Mal interpretieren. Dass das alles Originalaufnahmen sind, die hier zu sehen und zu hören sind, macht "EpIC" umso wertvoller. Man gibt sich dem Rausch der Bilder und dem Rhythmus der Musik nur zu gern hin, was auf der großen Leinwand im Kino nochmals zu einem ganz besonderen Erlebnis wird.

Fazit: Die emotionale Dynamik geht in "EPiC" weit über das rein Dokumentarische hinaus. Die visuelle Opulenz und der vibrierende Soundtrack lassen das Publikum in eine Vergangenheit reisen, die manche wehmütig machen wird, andere aber auch zum Staunen bringen wird, wie ein außergewöhnlicher Show-Man seine Generation völlig in den Bann ziehen konnte.

vgw