CD Cover Pat Green - Lucky Ones
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Pat Green legt nun nach "Wave on Wave" seinen zweiten Longplayer vor. "Lucky Ones" heißt dieser und ist völlig anders, als jenes was man von seinem Debüt her kennt. War sein erstes Album mehr nach innen gerichtet so bekommt man den Eindruck bei "Lucky Ones", dass er sich seinem Publikum mehr öffnet. Seine texanische Ader und der Ursprung seines musikalischen Wirkens gehen trotz der sauberen und glatten Nashville Produktion nicht verloren.

Auf dieser CD scheinen beide - die texanische als auch die Nashville Country Musik - eine Symbiose einzugehen. "Der einzige Weg für mich, wie Songschreiben funktioniert, ist die Wahrheit zu schreiben.", äußert sich Pat in seiner Biografie. Eine Einstellung, die er mit vielen texanischen Bands teilt. Zwölf Songs zieren "Lucky Ones2 und ziehen den Hörer mit texanischem Countryrock in ihren Bann. Dies will aber nicht heißen, dass keine angenehme ruhige Nummern auf seinem Album wären. "My Little Heaven", "Temporary Angel", "Sweet Revenge" und der Titelsong "Lucky Ones" geben ein warmes Gefühl. Die Songs sind abwechslungsreich und sehr gut instrumentiert. Die Stimme von Pat ist tief und entspricht nicht so ganz dem polierten Nashville-Image, bietet aber gerade dadurch eine willkommene Abwechslung. Trotz der rockigen Elemente sind immer wieder Steel-Guitar, Banjo und Fiddel zu hören.

"Over and Over", "One Thing" und der Opener "Baby Doll" sind schon die flotteren Nummern auf dem Album kommen aber dennoch nicht über 148 Schlägen Pro Minute. Verstärkung hat sich Pat Green für den Track "Lucky Ones" geholt. Hier ist Amanda Wilkinson zu hören. Brad Paisley kann man auf "College" bewundern, der diesen Song auch zusammen mit Pat geschrieben hat. Bei drei der zwölf Titel hat Green auf Songs von Radney Foster ("Lucky Ones"), Trent Summar & Irene Kelley ("Somewhere Between Texas and Mexico") und Jack Ingram ("One Thing") zurückgegriffen, während alle anderen von ihm in Kooperation mit den Bandkollegen Justin Pollard und David Neuhauser sowie Wade Bowen, Ray Wiley Hubbard, Drew Womack, Rob Thomas und Fred Leblanc entstanden sind.

Fazit:"Lucky Ones" ist eine solide Countryproduktion und ein gelungener Nachfolger von "Wave on Wave". Die Songs sind gut zu verstehen und musikalisch gibt es nicht auszusetzen. Allerdings ist "Lucky Ones" ein Album, welches sich erst beim mehrmaligen Hören erschließt. Anspieltipps sind auf jeden Fall "My Little Heaven", "Temporary Angel", "Sweet Revenge" und "Don't Break My Heart Again". Freunde der Hammond B3 können sich freuen. Dieses Instrument ist bei einigen Songs vertreten und wird von David Neuhauser gespielt. Einziger Wermutstropfen sind manchmal die kurzen Verse und die mehrmalige Wiederholung des Refrains. Das Booklet kommt leider als 4-fach gefalzter Bogen und ist durch die ausgewählte Schrift manchmal schlecht zu lesen. Pat Green ist einen Versuch wert und sollte nicht auf Grund der Vielfalt im Regal eines Händlers untergehen.

Label: Republic (Universal) VÖ: 19. Oktober 2004

  • Titelliste

  • Links

01 Baby Doll 07 One Thing
02 Lucky Ones (mit Amanda Wilkinson) 08 Over And Over
03 Somewhere Between Texas And... 09 Long Way To Go (Headed Home)
04 Don't Break My Heart Again 10 Temporary Angel
05 My Little Heaven 11 It's Time
06 College (mit Brad Paisley) 12 Sweet Revenge


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