Josh Turner - I Serve a Savior

CD Cover: Josh Turner - I Serve a Savior

Josh Turner liefert mit "I Serve a Savior" ein Album mit besonderem Tiefgang ab.

Glücklicher Familienvater und gläubiger Christ - wer das Leben von Josh Turner in den vergangenen Jahren ein wenig verfolgt hat, weiß, dass dies keine aufgesetzte Attitüde ist, sondern schlichtweg die Wahrheit. Bei seinem neuen Album wollte der Country-Sänger eine Platte veröffentlichen, die auf einem der wichtigsten Werte seines Lebens basiert: seinem Glauben. Ganz nebenbei spielt auf "I Serve a Savior" die eigene Familie eine wichtige Rolle.

"Ich möchte die Menschen ermutigen und dazu bringen, tiefer über sich selbst und ihren eigenen Glauben und die Art, wie sie ihr Leben leben, nachzudenken", beschreibt der 40-jährige Baptist seine Intention für die Auswahl der zwölf Songs auf "I Serve a Savior". Die Idee, ein komplettes Gospel-Album auf den Markt zu bringen, ist für den Mann aus South Carolina nicht ganz neu, denn seine Fans haben schon seit Jahren immer wieder danach gefragt. Eins wird schon nach dem ersten Durchlauf der Titel deutlich, die nachdenkliche Liedersammlung passt wunderbar zur warmen Baritonstimme des Sängers.

Inspirierend und wunderbar: Josh Turner als christlicher Sänger

Das Album beginnt mit einer inspirierenden CoverVersion des Hank Williams-Klassikers "I Saw the Light". Die von neu arrangierte Version verbreitet gute Laune, was sicher auch an der frischen Stimme von Sonya Isaacs liegt, die den Sänger bei den Harmonien begleitet. Schon mit dem folgenden Song legt Turner sogar noch einen drauf. Er singt Loretta Lynns "I Pray My Way Out of Trouble" so packend, als habe er die Nummer selbst verfasst. Für das harmonische i-Tüpfelchen sorgt Bluegrass-Legende Bobby Osborne, der zwar nicht auf seiner geliebten Mandoline herumzupft, dafür aber beweist, warum er nicht nur in Bluegrass-Kreisen für seinen hohen Lead-Gesang geschätzt wird.

"Without Him" stammt aus dem Jahr 1963 und wurde einige Jahre später durch eine Aufnahme von Elvis Presley bekannt. Turnier liefert eine wunderbar erdig klingende Neuinterpretation ab, die so schön ist, dass man ab liebsten direkt losheulen möchte - selbst wenn man gerade nicht auf der Kirchenbank sitzt.

I Serve a Savior : Klassiker, Live-Versionen und Musik von der Familie

Neben bekannten Liedern wie "Swing Low, Sweet Chariot", bei dem Turner zeigt, wie tief er singen kann und der hervorragenden, über fünf Minuten langen Neuauflage von "Amazing Grace" gibt es auf dem Album zusätzlich Live-Versionen seiner eigenen Hits "Long Black Train" und "Me and God".

Damit "I Serve a Savior" dazu eine Angelegenheit der Familie ist, findet sich darauf auch "The River (of Happiness)", den seine Frau Jennifer und sein ältester Sohn Hampton geschrieben haben. Bei der Live-Aufnahme des Liedes singen alle drei Söhne mit. Beim Titeltrack, einer schön countrylastigen Ballade, beschreibt Turner dann mit eigenen Worten seine Beziehung zu Gott und stellt klar, wie wichtig der Glauben in seinem Leben ist. Ein starkes Statement.

Fazit: Josh Turner ist tief verwurzelt im Glauben. Das hört man seinem ersten Gospel-Album "I Serve a Savior" zu jeder Sekunde an.

Label: MCA Nashville (Universal) VÖ: 26. Oktober 2018
01 I Saw The Light (mit Sonya Isaacs)
02 I Pray My Way Out of Trouble (mit Bobby Osborne)
03 Great Is Your Faithfulness
04 Swing Low, Sweet Chariot
05 Without Him
06 I Serve a Savior
07 How Great Thou Art (mit Sonya Isaacs)
08 The River (of Happiness) (Live From Gaither Studios)
09 Amazing Grace
10 Long Black Train (Live From Gaither Studios)
11 Doxology
12 Me And God (Live From Gaither Studios)

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