The Avett Brothers - True Sadness

CD Cover: The Avett Brothers - True Sadness

Von Folk über Pop bis Country: The Avett Brothers präsentieren ihr neuntes Studioalbum "True Sadness".

Nach drei Jahren Wartezeit präsentieren "The Avett Brothers" ihr neues Werk "True Sadness". Das neunte Studioalbum hält zwölf moderne Neo-Folk-Songs aller erster Güte bereit, mit denen sie sicher an die Erfolge der Vorgängerplatten anknüpfen werden.

"The Avett Brothers" verwischen die Genregrenzen

The Avett Brothers stehen für besten, modernen Neo-Folk-Sound - irgendwo verortet zwischen Rock, Pop und Americana. Ihren ganz eigenen und mehr als eingängigen Genremix haben sie seit ihrem Debüt mit "Country Was" im Jahr 2002 bis heute erfolgreich etabliert. Mit "True Sadness" präsentieren die Brüder Seth Avett und Scott Avett bereits ihr neuntes Studioalbum. Musikalisch unterstützt werden sie dabei von ihren Bandmitgliedern Bob Crawford und Joe Kwon sowie ihren Tourmusikern Mike Marsh, Paul DeFiglia sowie Tania Elizabeth. Als Produzent zeichnet erneut Rick Rubin (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers, Lady Gaga) verantwortlich.

Den Anfang der zwölf Tracks starken Scheibe macht "Ain't No Man" mit einem starken Mitklatsch-Beat, neben den Drums nur begleitet von einer darüber schwebenden Bass-Line. Träumerisch geht es weiter mit "Mama, I Don't Belive". Begleitet von Geige, Piano, E-Gitarre und Mundharmonika ist der Song eine echte Folkrock-Ballade im Stile der 60er-Jahre. Das folgende "No Hard Feelings" reduziert die Begleitung und überzeugt als einfühlsamer Folk-Song, bei dem die Stimmen der Avett-Brüder gewohnt perfekt Harmonieren. Mit einer Prise mehr Country in Form eines Banjos ruft die Band in "Smithsonian" bei der renommierten Bildungseinrichtung an, um ihr eine Entdeckung mitzuteilen: Das Leben besteht auch aus Enttäuschungen und Verlusten und wird eines Tages enden. Ein wunderbarer Song, der den Albumtitel "True Sadness" gekonnt unterstreicht.

Klassisch und Modern: das neue Album "True Sadness"

Elektronische Klänge in "You Are Mine" beweisen, dass The Avett Brothers mehr sind als nur klassischer Folk. Ebenso modernen Sound, aber mit ordentlich Country-Power, liefert "Satans Pulls The Strings". Dagegen wirkt der Titeltrack "True Sadness" fast schon folk-rock-puristisch. Damit spannen The Avett Brothers auf "True Sadness" eine musikalische Brücke zu den folgenden Folk-Balladen "I Wish I Was" und "Fisher Road to Hollywood", die den Hörer nur mit Gesang sowie mit Banjo- beziehungsweise Gitarren-Begleitung verzaubert.

Nach so viel Melancholie verbreitet "Victims of Life" mit Up-Tempo-Akustikgitarre trotz ernstem Thema gute Laune - im Stile eines Jack-Johnson-Surfer-Songs. Zum Abschluss von "True Sadness" gibt es noch den Country-Blues "Divorce Separation Blues" inklusive Jodel-Einlage und "May It Last", das mit modernen Soundeffekten und Geigenbegleitung eine nahezu orchestrales Finale liefert.

Fazit: Mit ihrer neunten Studio-Platte "True Sadness" liefern "The Avett Brothers" einen modernen Tanz über die Genregrenzen hinweg. Von puristisch bis modern, von Folk bis Country, ist auf dem neuen Silberling alles geboten.

Label: Republic Nashville (Universal) VÖ: 24. Juni 2016
01 Ain't No Man
02 Mama, I Don't Believe
03 No Hard Feelings
04 Smithsonian
05 You Are Mine
06 Satan Pulls The Strings
07 True Sadness
08 I Wish I Was
09 Fisher Road to Hollywood
10 Victims of Life
11 Divorce Separation Blues
12 May It Last

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