Charlie Worsham - Beginning of Things

CD Cover: Charlie Worsham - Beginning of Things

Mit "The Beginning of Things" erfüllt Charlie Worsham die in ihn gesteckten Erwartungen mit Leichtigkeit.

Als Charlie Worsham im letzten Jahr als Support-Act für Frankie Ballard durch Deutschland tourte, sammelte er gleich reihenweise Fan-Herzen. Nur mit Akustikgitarre und Songs von seinem damaligen Album "Rubberband" wie etwa "Could It Be", "Love Don't Die Easy" und "Young to See" wurde er zur heimlichen Attraktion des Abends. Entsprechend groß sind die Erwartungen an die neue Platte. "The Beginning of Things" - schon im Titel ein Neuanfang - hält diesem Druck mühelos Stand.

und seine Co-Autoren Luke Dick and Shane McAnally haben gleich eine Handvoll eingängiger und begeisternder Kompositionen auf "The Beginning of Things" versammelt. Bestes Beispiel dafür ist "Southern by the Grace of God", das eine Duane Allman-ähnliche Lässigkeit besitzt und vor allem im fast schon gejodelten Refrain Laune macht.

Einfache Strukturen, maximale Wirkung auf "The Beginning of Things"

Stark ist auch die Cover-Version der "Birthday Suit" (im Orginal von der Nashville Punk-Country-Band Republican Hair) und das Feel Good-Stück "I Ain't Goin' Nowhere". Beide zeigen, dass Charlie Worsham auch als Sänger gereift ist, sich mehr zutraut.

Weiterer Anspieltipp auf "The Beginning of Things" ist das balladeske "Old Time's Sake", in dem Worshams Stimme - zunächst nur von einer Akustikgitarre und einer Steel Pedal begleitet, später kommen Streicher dazu - besonders gut zur Geltung kommt. Der Song zeigt auch, dass Charlie Worsham selbst mit einfachen Strukturen maximale Wirkung erzielen kann.

Dass Worsham und seine Begleiter auch rocken können, beweisen "Please People Please" und "Take Me Drunk", die beide mächtig aufs Tempo drücken. Hier dürfen sich die Musiker mal austoben und ihre Muskeln spielen lassen. Auch das ist überzeugend. Seine Stärken hat der 30-Järhige aber ganz klar in den ruhigen Momenten.

Tatendrang und gute Ideen

Vier Jahre sind vergangen seit seinem letzten Album. Die meiste Zeit hat er mit Touren verbracht, zuletzt im März 2017 auch bei drei vielumjubelten Konzerten in Deutschland. Es sind Erlebnisse, in denen er Lässigkeit und Sicherheit gewonnen hat. Genau die hört man dem sympathischen Sänger aus Nashville auf "The Beginning of Things" deutlich an. Charlie Worsham weiß längst, was er kann. Und er sprüht nur so vor Tatendrang und Ideen.

Fazit: Auch wenn das Album gegen Ende seiner Spielzeit einen leichten Niveauabfall aufweist, ist "The Beginning of Things" das erhofft starke Album geworden, das den exzellenten Ruf von Charlie Worsham Ruf - nicht nur hierzulande - weiter festigen wird. Mit diesem Jungen wird in Zukunft zu rechnen sein.

Label: Warner Bros. Nashville (hier nicht veröffentlicht) VÖ: 21. April 2017
01 Pants
02 Please People Please
03 Southern By the Grace of God
04 Call You Up
05 Lawn Chair Don't Care
06 Only Way to Fly
07 Old Time's Sake
08 Cut Your Groove
09 I Ain't Goin' Nowhere
10 The Beginning of Things
11 Birthday Suit
12 I-55
13 Take Me Drunk

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