Trisha Yearwood

Die Musikbranche hat in den letzten Jahren einige erdbebenartige Umbrüche durchlebt - das kann man auch von Trisha Yearwood sagen.

Die Country-Sängerin aus Georgia hat sich selbst völlig neu erfunden und sich als Emmy®-gekrönte TV-Größe und als auf der Bestsellerliste der New York Times verzeichnete Autorin etabliert, die jetzt auch Kochgeschirr- und Besteckserien ihr Markenzeichen verleiht.

"Ich selber bin am meisten überrascht darüber, dass ich solche Unterhaltungen führe" - so kommentiert all die Möglichkeiten, die sich durch ihre beiden erfolgreichen Kochbücher (ein drittes wird nächstes Frühjahr erwartet) und ihre Kochsendung "Trisha's Southern Kitchen" auf Food Network für sie eröffnet haben. Diese Sendung läuft nun bereits in der fünften Staffel - 2013 erhielt sie den Daytime Emmy® in der Kategorie Outstanding Culinary Program.

Angesichts Trishas Begeisterung über dieses unerwartete neue Kapitel ihrer Karriere fragten ihre Fans sie immer wieder, ob das Thema Musik nun für sie abgeschlossen sei. Mit "", ihrer ersten neuen Musikproduktion seit sieben Jahren, beantwortet sie diese Frage mit einem klaren Nein. "Es ist ein wenig von allem dabei. Die ganze Bandbreite wird abgedeckt", so die Künstlerin über ihr Album mit neuen Versionen von 10 ihrer größten Hits und sechs neuen Songs.

CD-Cover: TrishaYearwood - PrizeFighter: Hit After HitEin weiteres Novum: Mit "" steht Trisha Yearwood erstmals bei Sony Music unter Vertrag. Als einen der Gründe für ihren Wechsel nennt sie, dass ihr Ehemann, Garth Brooks, bereits dort zu Hause ist. "Wir wollten unter dem gleichen Label arbeiten, damit wir Songs gemeinsam aufnehmen können", erläutert Trisha Yearwood. "Wir wollten tun können, was immer wir gerne möchten. Wir waren noch nie bei der selben Plattenfirma unter Vertrag, also gingen wir sozusagen auf die Suche nach einer Heimat für unser beider Arbeit."

Der Titelsong "PrizeFighter" (Jessi Alexander, Sarah Buxton und Ross Copperman) erinnert Trisha Yearwood an ihre Mutter und andere Menschen, die sich in ihrem Leben großen Herausforderungen stellen müssen. "Wenn ich diesen Song höre, sehe ich das ganze Leben meiner Mom", erzählt sie. "Ich denke an die Soldaten, die ich im Walter Reed (National Military Medical Center) besucht habe. Ich denke an kleine Kinder, die in der Schule belästigt werden. So viele Dinge gehen mir durch den Kopf. Der Song ist wirklich toll, er schien mir genau richtig, diesem Album seinen Namen zu geben."

Es war Trisha Yearwood sehr wichtig, dass der Gesang sich so anhört, wie man es vom Radio heute kennt. "Vor Jahren war es normal, mit viel Hall und Effekten und solchen Dingen zu arbeiten", berichtet ihr langjähriger Freund und Produzent Garth Fundis. "Von Anfang an hat sie mir gesagt, dass sie einen trockeneren Sound sucht, etwas weniger Hall, etwas mehr Präsenz, etwas mehr Direktheit. Wenn man sich die heutige Musik genau anhört, findet man nicht mehr so viel Hall und Echoeffekte auf dem Gesangspart. Und genau das wollte sie ausdrücklich versuchen."

Trisha Yearwood war verblüfft, dass sich mit den Änderungen im Klang der Country Music auch die Wahrnehmung ihres Werkes geändert hat. "Jemand hat zu mir gesagt: 'Sie (die Songs auf "PrizeFighter") hören sich nach Country an'", erzählt sie. "'War das Absicht? Haben Sie wirklich versucht, mehr in Richtung Country zu gehen?' Ich sagte: 'Das stimmt nicht. Sie sind einfach klassische Trisha-Musik. Sie sind genau das, was ich tue.' Als ich zum ersten Mal Platten aufgenommen habe, sagten alle: 'Sie machen keinen traditionellen Country.' Und ich antwortete: 'Ich gehe mehr so in die Ronstadt-Richtung. Es ist eher so eine Art zeitgemäßer Country-Sound. Pop ist es nicht, aber sicherlich auch kein traditioneller Country.' Und heute, im modernen Country-Zeitalter, bezeichnet man meine Musik als traditionellen Country. Das ist schon wirklich lustig."

Ob sie sich als Guru der Kochkunst einen Namen macht oder ein neues Album aufnimmt - Trisha Yearwood setzt Leidenschaft und Integrität in jedes ihrer Vorhaben und empfindet eine tiefe Dankbarkeit für jede sich ihr bietende Gelegenheit. "Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich all dies erreichen könnte", gibt sie zu. "Aber alles entspringt einer Arbeit, die ich sehr liebe. Und deshalb bereitet mir das alles sehr viel Freude."

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