Darius Rucker

Nur noch wenige Wochen, dann wird Darius Rucker erstmalig sein Country-Music-Repertoire auf deutschen Bühnen präsentieren. Doch fremd sind dem 48-jährigen Auftritte auf dieser Seite des Atlantiks keinesfalls. Zu "Hootie and the Blowfish"-Zeiten war der aus Charleston, South Carolina, stammende Künstler mehrfach in Europa unterwegs - und seine Erinnerungen sind durchweg positiv. "Es war großartig", so Rucker im Interview mit CountryMusicNews.de. "Ich liebe es, in Deutschland zu spielen, besonders, weil Englisch nicht die Muttersprache des Publikums ist. Trotzdem kommen die Menschen zu den Konzerten und singen die Songs mit."

Ähnlichen Enthusiasmus erhofft sich der dreifache Familienvater auch bei seinen bevorstehenden Konzerten in Hamburg, Berlin und München (10. -13.11.2014 - Tickets online bestellen). Übertriebene Erwartungen hat angesichts seines relativ geringen Bekanntheitsgrades in der Bundesrepublik aber nicht. "Ich weiß, dass ich Deutschland nicht im Sturm erobern werde", sagte er mit einem Lachen. "Ich möchte einfach nur für die Leute spielen, die mich gerne sehen möchten, und hoffentlich kann ich dabei einige neue Fans gewinnen."

Darius Rucker Tour 2014Als willkommene Abwechslung sieht Rucker die Tatsache, dass er in deutlich kleineren Venues Auftreten wird, als er aus den USA gewöhnt ist. Er möge die intime Atmosphäre solcher Auftritte, erklärte er, und außerdem sei es toll, die Fans genau im Blick zu haben und den Ausdruck auf ihren Gesichtern sehen zu können. Überhaupt scheint dem Sänger, der von seinen Country-CDs allein mehr als zwei Millionen Exemplare in den USA verkaufte, viel an Europa zu liegen. "Nachdem ich die C2C-Festivals zum zweiten Mal gespielt hatte", sagte Rucker, "entschied ich, dass ich einer derjenigen sein wollte, die einen Teil dazu beitragen, Country in Europa zum Durchbruch zu verhelfen. Die einzige Möglichkeit, um das zu erreichen, besteht darin, rüberzukommen und live zu spielen."

Dass er dafür zunächst finanzielle Einbußen in Kauf nehmen muss, stört Rucker überhaupt nicht. Vielmehr hat er das feste Ziel, jedes Jahr den Trip über den großen Teich auf sich zu nehmen, um so kontinuierlich eine wachsende Fanbase zu generieren und dann irgendwann vor einem größeren Publikum auftreten zu können. "Ich werde mich nicht entmutigen lassen", sagte Rucker. "Das ist der Plan und den werde ich verfolgen." Ein tolles Versprechen, das Country Fans in Europa sicherlich mit Freude zur Kenntnis nehmen werden. Apropos Freude: Rucker hat ganz klare Vorstellungen, was und wie seine Konzerte sein sollen. "Eine Party", so die unmissverständliche Botschaft. "Das ist jeden Abend unser Ziel, wenn wir spielen. Ich möchte die Leute dazu bringen, zu sagen Man, das würde ich gerne nochmal erleben."

Im Aufgebot wird der vielseitige Musiker natürlich die größten Hits seiner bisherigen drei Studio-Alben haben. Doch auch neues Material wird seinen Weg in die Setlist finden, wie etwa die neue Single "Homegrown Honey", die Rucker gemeinsam mit Charles Kelley (Lady Antebellum) schrieb. "Charles ist mein bester Freund im Geschäft", sagte der Grammy®-Award Gewinner . "Wir verbringen viel Zeit zusammen, und eines Tages spielten wir Golf. Ich war gerade dabei, mein neues Album aufzunehmen. Charles sagte, dass wir noch nie zusammen einen Song geschrieben haben. Da fassten wir den Entschluss, das zu ändern." Einen Tag, bevor die Songs für das neue Album fertig geschrieben sein sollten, präsentierten Rucker und Kelley die Idee zu "Homegrown Honey" dem Produzenten, der sofort begeistert war. Früh merkten die beiden Künstler, dass sie dabei waren, etwas Besonderes zu kreieren. "Wir fingen an zu schreiben, und dann entstand der Hook Honey, Honey, Honey, you’re so money . Da wussten wir, dass wir einen Hit hatten", sagte Rucker. Der Ohrwurm-verdächtige Song zeigt den Sänger von einer frischen, unbekümmerten Seite, und befindet sich auch in den Charts bereits auf Erfolgskurs. "Homegrown Honey" ist zweifelsohne ein gelungener Vorbote des neuen Albums, welches noch unbetitelt ist und im Februar erscheinen wird. "Ich freue mich", erklärte Rucker enthusiastisch. "Ich glaube, dass es das beste Album ist, das ich je gemacht habe. Ich kann es kaum erwarten, es der Öffentlichkeit zu präsentieren."

Darius RuckerEine der Anforderungen an den neuen Silberlings war es, einen Kontrapunkt zum Vorgänger zu schaffen. ""True Believers" war ein tolles Album und ich liebe es und bin sehr stolz darauf", so der routinierte Künstler. "Aber es war auch ein sehr ernstes Album. Es drehte sich sehr um mein Leben und wer ich bin. Das neue Album ist weltbezogener und handelt davon, einfach ein bisschen mehr Spaß zu haben."

Und als ob ein neuer Tonträger nicht genug wäre, wird Rucker Ende Oktober auch noch ein Weihnachtsalbum namens "Home for the Holidays" veröffentlichen. "Wir wollten ein zeitloses Weihnachtsalbum machen", ließ Rucker verlauten, "eines, das den Test der Zeit bestehen kann. Ich bin so stolz auf dieses Album - das Arrangement, die Produktion. Wir schrieben ein Lied mit dem Titel "What God Wants for Christmas". Jedes Mal, wenn ich es höre, denke ich mir, "Das könnte ein Klassiker werden"." "Candy Cane Christmas" ist ein weiterer Song, der Ruckers Feder entstammt. Zehn weitere Cover-Songs berühmter Weihnachtsevergreens runden das festliche Hörvergnügen ab.

Auch wenn die anstehenden Konzerte bereits im November stattfinden, kann es durchaus sein, dass zumindest "What God Wants for Christmas" seinen Platz auf der Setlist finden wird, ließ Rucker durchblicken. Auch vom noch namenlosen anderen neuen Album werden die Fans neben "Homegrown Honey" noch ein bis zwei weitere Songs zu hören bekommen. Beste Voraussetzungen also für drei rundum gelungene Konzertabende im vorwinterlichen Deutschland. Um dies zu bekräftigen, hatte Rucker noch eine ganz besondere Nachricht für seine deutschen Fans parat: "Wenn ihr Lust auf eine Party habt, kommt zu den Shows und habt eine gute Zeit!"

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