Gwen Sebastian und Angel

Als Carrie Underwood nach einer Vorstellung in Indianapolis von der Bühne kam und die Tür zu ihrer Garderobe öffnete, wo sie ihren Rat Terrier namens Ace zurückgelassen hatte, war er wie vom Erdboden verschluckt... zumindest hatte es den Anschein.

In Abwesenheit seines Frauchens war der quirlige kleine Hund auf einen Klappstuhl gesprungen, der daraufhin prompt zusammengeklappt war, sodass Ace gefangen war. "Er hat die ganze Zeit keinen Mucks von sich gegeben, aber am Ende wurde er dann doch wieder befreit", erinnert sich .

Solche Dinge erlebt man, wenn man mit seinen Haustieren unterwegs ist.

Underwood zählt zu der zunehmenden Schar von Country-Künstlern, die es nicht über sich bringen, ihre Haustiere zuhause zurückzulassen, wenn sie auf Tour gehen.

Carrie Underwood and Ace."Die beiden begleiten mich eigentlich überall hin", erzählt Carrie Underwood über Ace und ihren zweiten Hund, einen Dackelmix aus dem Tierheim namens Penny. "Ich lasse sie nur zuhause, wenn ich nur wenige Tage weg bin. Ich will ja, dass es ihnen gut geht und ich weiß, dass Reisen für die Hunde anstrengend ist. Wenn sie bei ihrem Herrchen (Mike Fisher, Ehemann von Carrie Underwood und Spieler bei den Nashville Predators) oder einem Hundesitter zuhause bleiben können, ist das manchmal die bessere Alternative."

Rodi, die 9 Pfund schwere Langhaardackeldame von , dem neuen Stern am Country-Himmel, ist immer an der Seite ihres Frauchens, und das schon ihr ganzes Leben.

"Als ich Rodi bekam, war sie acht Wochen alt", erinnert sich Bain. "Zwei Tage später habe ich sie das erste Mal zu einem Auftritt mitgenommen. Am besten ist es, einen Hund schon als Welpen einfach mitzunehmen, damit er sich von Anfang an daran gewöhnt, dass das normal ist. Sie hat von klein auf gelernt: So machen wir das. Und solange sie mit mir zusammen ist, ist sie zufrieden."

Bain nimmt Rodi ebenso mit in den Flieger wie in den Bus, wenn sie zu ihren Auftritten reist, unter anderem zu vielen NASCAR-Veranstaltungen. Im Flugzeug reist Rodi im Tragekorb unter dem Sitz ihres Frauchens. Zwar ist sie anfangs etwas nervös, doch beruhigt sie sich normalerweise nach dem Start wieder. Doch Bain hat den Verdacht, dass die Nervosität der Hündin auf reiner Anteilnahme beruht.

"Ich leide unter schrecklicher Flugangst, und wenn ich Angst habe, hat Rodi auch Angst. Also versuche ich sie zu trösten. Rodi ist vermutlich ein ausgebildeter Begleithund für emotionalen Beistand, ohne dass ich es weiß", ulkt Bain.

Die Hündin von Flying Island Entertainment-Künstlerin Gwen Sebastian, Angel, eine Pitbullmischung aus dem Tierheim, die von ihrer Besitzerin liebevoll als "niedlicher kleiner Köter" bezeichnet wird, hat ihren eigenen Liegesitz im Bus. Im Gegensatz zu Rodi ist Angel normalerweise die Ruhe selbst und fungiert sogar als eine Art Navigationsassistent.

"Wenn wir auf Tour sind, finde ich es am schönsten, im Bus unterwegs zu sein", erklärt Sebastian. "Dabei sitzt sie aber nicht etwa die ganze Zeit neben mir, sondern meist auf dem Klappsitz neben dem Fahrer und guckt aus dem Fenster."

Rodi and Chelsea Bain; Foto: Craig CampbellAlle drei Künstlerinnen geben allerdings zu, dass es auch eine Herausforderung sein kann, mit Tieren zu reisen. Doch sie sind einhellig der Meinung, dass es sich lohnt.

"Ich habe dann beinahe das Gefühl, zuhause zu sein, weil sie ein Teil der Familie ist", sagt Sebastian über Angel. "Am Ende des Tages von einem Hund begrüßt zu werden, der einem schwanzwedelnd die Hände leckt, das hat schon etwas. Vermutlich ist das auch ein bisschen egoistisch, aber es ist nun mal eine schöne Art, Feierabend zu machen, und es macht einfach Spaß!"

Underwood stimmt zu. "Ace und Penny sind ein Stückchen Zuhause", erklärt sie. "Sie bedeuten mir viel, und ich freue mich, wenn sie nach der Show im Bus auf mich warten. Und ein fremdes Hotelzimmer ist direkt viel gemütlicher, wenn ich dort mit den Hunden kuscheln kann. Sie sind eine Konstante in meinem Leben. Und es ist ihnen egal, dass ich ,die´ Carrie Underwood bin, für sie bin ich einfach Frauchen.”

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