The BossHoss - Flames of Fame

CD Cover: The BossHoss - Flames of Fame

Seit The BossHoss bei der Jury von "The Voice of Germany" einstiegen, hat ihre Karriere einen Sprung nach vorne gemacht - genauso wie ihre Musik in den Charts. Auch in diesem Jahr werden Sascha Vollmer und Alec Völkel wieder Gesangstalente beurteilen. Was sicherlich hilfreich ist, bei der Vermarktung ihres neuesten Werkes "Flames of Fame." Das Album nahm das Septett in Berlin und Los Angeles auf.

"If you mess with BossHoss, you mess with God," so The BossHoss mit einem Augenzwinkern auf dem letzten Track der Platte. Bescheidener ist die siebenköpfige Formation um die Bandleader Hoss Power und Boss Burns seit ihrem letzten Album 2011 demnach nicht geworden. Auch dieses Mal mischen die Jungs selbstbewusst Musikstile - Genregrenzen sind ihnen fremd. Von Blues über Funk und Hip Hop ist alles dabei. Den mainstream-kompatiblen Kurs, den sie schon mit "Liberty of Action" einschlugen, bleiben sie ebenso treu. Man kann getrost bei jedem Track mitnicken und mitgrooven.

Schon der kernige Opener "Bullpower" gibt den Ton an: Die E-Gitarre jault und die kehligen Stimmen der Leadsänger rutschen in den Keller. Das ist die rockige Version von Country Music der Berliner Gruppe, die sie mit einem Schuss Pop garnieren. Unterhaltsam ist das allemal - und eingängig. Dass sie sich vom amerikanischen Rockabilly haben inspirieren lassen, hört man der Platte in jedem Falle an.

Bei den Texten verließ sich die Band bei ihrem neusten Werk komplett auf Musik aus der eigenen Feder. Nur "Whatever" haben Boss Burns und Hoss Power nicht gemeinsam mit der Band geschrieben. Der Song wartet mit Bläsern und einem schnellen Rhythmus auf. Genau wie der vorige Track "Do It" ähnelt das dem ersten Top Ten Hit "Don’t Gimme That" der rauen Cowboyhutträger. Allerdings überrascht "Eager Beaver" mit einem noch funkigeren Sound. Die Bläser kriegen hier noch mehr Spielzeit. "My Personal Song" schlägt dagegen etwas ruhigere, melodischere Töne an. Das setzt "What If" nahtlos fort. Die Bläser verschwinden, im Hintergrund klimpert die Gitarre - es geht mehr in Richtung Folk.

Mit "Easy To Love You" schlägt die Stimmung wieder um. Der Song ist fast gerappt und verbirgt seinen Hip Hop-Einfluss kaum. Die beiden Leadsänger singen dabei ungewohnt hoch. "A Little More More More" setzt die stilistische Inkonsequenz des Albums fort. Die erste halbe Minute erinnert an klassische Rocksongs der Fünfziger, bevor die E-Gitarre einsetzt und der Sound härter wird. "Backdoor Man" hält dieses hohe Tempo. Und die Bläser sind zurück. Kurz vor Schluss nehmen mit "Yes Or No" die synthetischen Klänge zu. Dominiert wird der Song von der sanften, hohen Stimme im Refrain.

Im Schlussstück "God Loves Cowboys" zeigen die Berliner noch einmal den typischen Großstadt-Country–Sound, wie man ihn von The BossHoss erwartet. Die Stimmen der Leadsänger sind wieder gewohnt tief. Sogar ein kleines Gitarrensolo ist zu bewundern. Dazu kommt eine Portion Hip-Hop-Beats. Ergebnis: eine coole, nicht ganz ernst gemeinte Hymne auf die Band.

Fazit: Mit "Flames of Fame" setzen The BossHoss ihren Kurs fort und bleiben auf der musikalisch freien Spielwiese. Das macht Spaß und bringt den Großstadtcowboys sicherlich wieder einen Chart-Erfolg ein.

Label: Island (Universal) VÖ:11. Oktober 2013
01 Bullpower
02 Do It
03 Whatever
04 Eager Beaver
05 My Personal Song
06 What If
07 Easy to Love You
08 A Little More More More
09 Backdoor Man
10 Yes Or No
11 God Loves Cowboys
vgw
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