CD Cover Julianne Hough - Julianne Hough
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Redaktionswertung Bewertung: 3,5 Sterne = gut
Userwertung

Julianne Hough tanzt buchstäblich auf vielen Hochzeiten. Kein Wunder, schließlich stammt die süße, blonde, blauäugige (schöne Augen!) Sängerin aus einer Tänzerfamilie - und sie selbst bereits als dreijähriger Floh auf der Bühne. Goldig! Aus dem Floh ist mittlerweile eine Profitänzerin geworden, die bereits zwei Mal das im amerikanischen Fernsehen übertragene Wett-Tanzen "Dancing With Stars" (das Original von "Let's Dance") für sich entscheiden konnte. Doch die Dame gibt nicht nur auf dem Tanzparkett eine gute Figur ab. Auch hinter dem Mikro macht sie was her, wie ihr selbst betiteltes Debüt beweist. Die Folge: auf Anhieb Platz eins in den amerikanischen Country-Charts. Mein lieber Biber ... Dass es Julianne Hough stimmlich durchaus mit den arrivierten Nashville-Größen aufnehmen kann, deutete sie bereit im letzten Jahr mit ihrer Single "Will You Dance With Me" an. Wobei der ausschließlich über i-Tunes und Wal-Mart vertriebene Titel noch ganz auf Pop getrimmt war. Die Mercury-Nashville-Leute erkannten aber ihr Country-Potential, der Rest ist bekannt ...

Um authentisches Country-Feeling sicher zu stellen, sorgte David Malloy (u.a. Reba McEntire, Eddie Rabbitt) für die Produktion und auch für einige Kompositionen. Keine schlechte Wahl. Malloy hat ein sicheres Händchen für gefällige Harmonien, aber auch für transparente, nicht zu überladene Arrangements. Beides tun der lieblichen, trotzdem aber kraftvollen Stimme der tanzenden Sängerin gut. Mit dem Opener "That Song In My Head" gibt die attraktive Blondine das Tempo des Albums vor. Beschwingt und energiegeladen steigt sie ein und macht Lust auf mehr. Bei "You, You, You" wird es zwar ein wenig ruhiger, Houghs Elan ist aber auch hier deutlich spürbar. Auch die Ballade "Hide Your Matches" ist ein eher stillerer Song, den die junge Sängerin - ebenso wie dem nachfolgenden, von Craig Wiseman geschriebenen "My Hallelujah Song" - mit Herz und Power überraschend routiniert interpretiert. Dass sie nicht nur mit mädchenhaft klarer Stimme singen kann, beweist sie bei "Jimmy Ray McGee". Mit tiefergelegtem Timbre sorgt sich für ein introvertiertes Moment.

Skurril ist der Hintergrund zu "Dreaming Under the Same Moon". Der nostalgisch angehauchte Song zeigt Julianne im Duett mit ihrem Bruder Derek, der hauptberuflich - richtig! - Profitänzer ist. Obwohl sich die beiden vielseitig talentierten Geschwister noch nie gemeinsam aufs Parkett wagten, harmonieren sie in dem von Produzent David Malloy komponierten Titel prächtig.

Der Rest der CD erfüllt erneut alle Kriterien modernen Country-Pops: Uptempo-orientierte Songs wie "About Life" und "Hello" wechseln sich ab mit getragenen, teilweise auch melancholischen Songs wie "Help Me, Help You", "Love Yourself" und "I´d Just Be With You".

Fazit: Sie tanzt, singt und sieht verdammt gut aus. Der nächste Feger von Nashville? Kann gut sein. Auch wenn das Album keine musikalische Offenbarung bietet, präsentiert Julianne Hough allemal mehr als gefälligen, zeitgemäßen Country-Pop. Freunde von Roots-Klängen kann man die CD allerdings nicht unbedingt ans Herz legen.

Label: Mercury Nashville/Wrasse (Harmonia Mundi) VÖ: 14. November 2008

  • Titelliste

  • Links

01 That Song in My Hand 07 About Life
02 You, You, You 08 Hello
03 Hide Your Matches 09 Help Me, Help You
04 My Hallelujah Song 10 Love Yourself
05 Jimmy Ray McGee 11 I'd Just Be With You
06 Dreaming Under The Same Moon


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