Kevin Costner

Gestern Abend feierte Kevin Costner Weltpremiere: Es war das erste Mal, dass der Country-Sänger im Fernsehen sang.

Zuvor nahm der Schauspieler auf der Couch von Thomas Gottschalk platz und stand als Wettpate zur Verfügung. Das Costner dort eher gelangweilt wirkte, lag an dem Stress, den es zuvor bei den Proben gab.

Auslöser war das Bühnenbild für seinen Gesangsauftritt. Geplant hatten die Bühnenbildner des ZDFs ein Arrangement aus Holz, Hufeisen und Rinderschädeln, um das Klischee Country zu bedienen. Denn ein Country-Sänger muss ja von "Heuballen" umrahmt sein. Das Problem dabei ist, dass Country in den USA nicht mehr diesem Klischee entspricht und so lehnte Kevin Costner das Bühnenbild einfach ab.

Das ZDF improvisierte. Aber auch die erste Änderung mochte Costner nicht. Weil er annahm, die Mitarbeiter des ZDFs würden ihn nicht verstehen, bat er um einen Dolmetscher. Nach einer weiteren Änderung war Costner dann einverstanden, obwohl es strenggenommen eigentlich gar kein Bühnenbild mehr war.

Auch Gottschalk bemühte sich, die Wogen zu glätten, in dem er in seinem Interview versuchte zu erklären, dass die heutige Countrymusic in Deutschen Ohren eher Pop entspräche. Ein Sprecher des ZDF spielte den Vorfall herunter mit der Aussage, dass es nicht unüblich sei, auf die Wünsche der Gäste einzugehen. "Kevin Costner wollte mehr Rock als Country.“

Bleibt zu hoffen, dass sich die Vorstellung für Kevin Costners neues Album "Turn It On" gelohnt hat und auch die Tourneetickets reißenden Absatz finden.


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