Heute vor 30 Jahren startete der Boykott der Musik von k.d. lang

k.d. lang

Am 27 Juni 1990 ist KRVN in Lexington, Nebraska, die erste Radiostation, die k.d. langs Music aus dem Programm nimmt

Aktuell ist es in ein aktuelles Thema, die unhaltbaren Zustände in der Fleischindustrie. Bereits 1990 setzte sich die Country-Sängerin und Grammy-Gewinnerin k.d. lang für das Wohl der Tiere ein. Ihre "Meat Stinks" -Kampagne in den 1990er Jahren sorgte insbesondere in ihrer kanadischen Heimatprovinz Alberta für große Kontroversen - sie wurde von mehr als 30 Radiosendern in Alberta ausgeschlossen. In Alberta leben viele Menschen von der Viehzucht.

KRVN in Lexington, Nebraska war die erste Radiostation die Songs von k.d.lang aus dem Programm nahm. Das Ganze ging soweit das der Sender KRVN erklärte: "Unter keinen Umständen spielen wir Musik von k.d. lang, bis sie öffentlich auf ihre fanatische Anti-Fleisch-Philosophie verzichtet und auf ihre Verbindungen zu Menschen, die für Tiere eine ethische Behandlung fordern".

In einer von PeTA (People for the Ethical Treatment of Animals, deutsch: Menschen für die ethische Behandlung von Tieren) gesponserten Kampagne mit dem Namen "Meat Stinks" fordert k.d. lang in einem Fernsehspot; "Wenn Sie wüssten, wie Fleisch hergestellt wird, würden Sie wahrscheinlich auf Ihr Mittagessen verzichten". Seit 1981 ist k.d. lang Vegetarierin.

In Consort, Alberta, wurde ein Schild mit der Aufschrift "Home of k.d. lang" niedergebrannt. Die damalige Landwirtschaftsministerin von Alberta sagte, es sei "äußerst bedauerlich, dass sie beschlossen hat, sich auf die Seite der Tierschützer zu stellen. Es gibt ein gewisses Gefühl des Verrats - wir haben k.d. in Alberta ziemlich gut unterstützt". Mehr als ein Dutzend Radiosender in den USA in Kansas, Oklahoma, Missouri, Montana und Nebraska boykottierten aufgrund ihrer "Meat Stinks" -Kampagne ebenfalls das Abspielen ihrer Musik.

Weitere Aktivitäten von k.d. lang

k.d.lang hat im Laufe der Jahre viele Anliegen unterstützt, einschließlich der Forschung von HIV und AIDS. Ihr Cover von Cole Porters "So in Love" (aus dem Broadway-Musical "Kiss Me, Kate") erscheint auf dem Red Hot + Blue-Compilation-Album und -Video von 1990 (eine Hommage an Cole Porter zugunsten der AIDS-Forschung und -Hilfe).

Lang gab als eine der ersten Musikerinnen ihrer Zeit öffentlich bekannt in einer lesbischen Beziehung zu leben, weshalb sie sich auch für die Rechte Homosexueller einsetzt. Im April 2008 verbrachte Lang einige Zeit in Melbourne, Australien, als Gastredakteur für "The Age". Dies stand im Zusammenhang mit ihrer Unterstützung für die tibetischen Menschenrechtsfragen. Am 24. April 2008 schloss sie sich pro-tibetischen Demonstranten in Canberra an, als der Fackellauf der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking seinen Weg durch die australische Hauptstadt fand.

Im Jahr 2011 wurde k.d. lang in Anerkennung ihrer Arbeit zur Förderung der Gleichstellung aller Völker auf der ganzen Welt in die "Q Hall of Fame Canada" aufgenommen.

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Faschings Avatar
Fasching antwortete auf das Thema: #58976 2 Wochen 15 Stunden her
Danke, dass Sie an k. d. lang's vorbildliche Haltung und Pionierleistung auf etlichen Gebieten erinnert haben.
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My Saviours antwortete auf das Thema: #58982 4 Tage 17 Stunden her
Unfassbar eigentlich aber nicht schwer Unvorstellbar...
Mich würde interessieren ob der Boykott bis heute nachwirkt bzw. anhält.
Das Ganze ist ja schon 30 Jahre her...
2020 sollte wohl doch der letzte Bonobo auf der Erde verstanden haben das industrielle Fleischerzeugung bis zum Himmel stinkt.
Thy