Lyric Street Records Logo

Lyric Street Records macht kein Geheimnis aus dem kurzen, aber vielsagenden Motto, das dem Unternehmen in den letzten 10 Jahren zum Erfolg verholfen hat. Das Wesen des Unternehmens spiegelt sich in diesen einfachen Worten wider: unique and compelling [einzigartig und überzeugend].

Diese Worte kommen in Gesprächen mit Randy Goodman und Doug Howard, Präsident und Senior Vice-President von A&R bzw. Lyric Street, häufig vor. Die 20 Mitarbeiter des Labels nehmen sie überall mit und das im wörtlichen Sinne - auf Karten in ihren Brieftaschen und Portemonnaies für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand den Auftrag des Unternehmens vergessen sollte.

Aber es handelt sich dabei nur um einen Teil einer größeren Formel, deren Rest in etwa genauso viel darüber aussagt, warum Lyric Street einem Künstler nach dem anderen berühmt gemacht hat - Sarah Buxton, Bucky Covington, Josh Gracin, Marcel, Rascal Flatts, Lisa Shaffer, SHeDAISY, Trent Tomlinson.

Bild: Glenn Sweitzer
"Wir möchten Künstler unter Vertrag nehmen, die einzigartig und überzeugend sind, mit einzigartigen und überzeugenden Songs, mit denen wir beim Country-Radio ausreichende Resonanz finden", betont Goodman. "Es ist nicht meine Aufgabe, mit etwas an die Leute heranzutreten, das viel zu alternativ ist, und zu sagen: "Country-Radio, Ihr müsst das spielen." Meine Arbeit besteht darin, Karrieren aufzubauen, Platten zu verkaufen und eine nachhaltige Grundlage für Lyric Street Records zu schaffen."

Auf den Punkt gebracht sucht das Mantra von Lyric Street das Gleichgewicht zwischen dem Pragmatischen und dem Ideellen. Beides erscheint wie Wasser und Öl: unvereinbar, bis jemand das richtige Streichholz entzündet. Dann explodieren sie zusammen in einem Feuerwerk aus Platin und Gold.

Seit der Veröffentlichung des ersten Albums auf diesem Label im Jahr 1998 hat Lyric Street 26 Alben veröffentlicht und fast 20 Millionen Exemplare verkauft.

Bei Lyric Street handelt es sich nicht um die erste auf Country-Musik spezialisierte Tochterfirma eines Major Labels, aber das Unternehmen steht in einem ehemals überlaufenen Bereich jetzt einzigartig da, mit dauerhafter und intakter Integrität. Talent und harte Arbeit haben viel dazu beigetragen. Investitionen sind natürlich auch hilfreich, aber als Disney vor einem Jahrzehnt 10 Mio. US-Dollar in die Eröffnung von Lyric Street steckte, war das ja nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen umfangreiche finanzielle Mittel in ein neues Unternehmen pumpte.

Zwei weitere ungewöhnliche Faktoren wirkten sich bei dieser Geschichte aus, die in einem Verschlag am Haus von Goodman begann und im Juni bei einer festlichen Jubiläumsfeier in der Country Music Hall of Fame und dem zugehörigen Museum seinen Höhepunkt fand. Die ersten Spuren reichen 30 Jahre zurück, als Goodman und Howard als Studenten an der David Lipscomb University in Nashville Freundschaft schlossen.

"Diese Freundschaft gründete sich von Anfang an auf unsere Liebe zur Musik", so Howard. "Aber das Schöne daran ist, dass wir unterschiedliche Persönlichkeiten haben und dass wir erst unterschiedliche Erfahrungen machen sollten, bevor sich die Möglichkeit ergab, unsere Geschäftsbeziehung einzugehen."

Howard führten diese Erfahrungen an die Belmont University. Von dort aus brachte ihm seine Sichtweise, die den Song in den Mittelpunkt stellt, eine Position bei Welk Music ein. Als das Verlagshaus in PolyGram Music aufging, stieg Howard zur Position des Geschäftsführers auf, obwohl er sich wieder seinen Studien widmete, um an der Vanderbilt University seinen Abschluss in Jura zu machen.

Währenddessen verließ Goodman mit einem Abschluss in Politikwissenschaft und Wirtschaft die Lipscomb University und machte einen Abschluss in Musik an der Belmont University. Anschließend ging er mit einer Rockband als Tourmanager auf Tour. Nach anderthalb Jahren tauschte er dieses unstete Leben gegen einen Job in der Öffentlichkeitsarbeit bei RCA Records ein, wo er in den Niederlassungen in New York und Nashville schnell aufstieg.

Bild: Glenn SweitzerEr war Senior Vice-President in Nashville, wo er eng mit Joe Galante, dem Vorsitzenden der RCA Label Group für Nashville, zusammenarbeitete, als Disney ihm die Führungsposition bei Lyric Street anbot. Obwohl er seine 18 Dienstjahre bei RCA sehr zu schätzen wusste, nahm Goodman das Angebot an.

"Wie oft in einer beruflichen Laufbahn passiert es schon, dass das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt anfragt, ob man für es ein Unternehmen aufbauen möchte?" erklärt er. "Als ich diese Idee erwog, hatte ich das Gefühl, dass ich es für den Rest meines Lebens bereuen würde, wenn ich es nicht täte."

Sein erster Schritt bestand darin, Howard anzurufen. Ihre Leistungen im Musikgeschäft, sowohl von der Aufnahme- als auch der Veröffentlichungsseite her, verliehen dem Unternehmen von Anfang an Stabilität. Ihre persönliche Beziehung brachte Raum für Offenheit und Teamgeist in die Unternehmenskultur ein, die bis zum heutigen Tag ein Motor des Unternehmens sind.

"Jeder tut, was er kann", so Goodman. "Ich werde nie vergessen, wie wir SHeDAISY an den Start brachten und beschlossen, diese Filmbehälter mit Süßigkeiten rauszuschicken, die man im Kino bekommen konnte. Es war acht Uhr abends und Doug, Greg [McCarn, Vice-President für Marketing], Kevin [Herring, Vice-President für nationale Promotion] und ich arbeiteten an diesem langen Tisch, bis wir diese Behälter rausschicken konnten. Diese Mentalität herrscht bei Lyric Street immer noch. Wenn das Telefon klingelt und jemand gerade daran vorbeigeht, wird er anhalten und abnehmen. Und so sollte es auch sein."

Neben den vier neuen zu den ursprünglichen 16 hinzugekommenen Stellen gibt es sehr wenige personelle Änderungen, und diese Stabilität und Vertrautheit ist eine weitere Erklärung für die hohe Erfolgsquote des Unternehmens. Aber ohne eine bestimmte zweite und letzte Zutat ergibt sich kein vollständiges Bild.

"Wir hatten auch Glück", gibt Goodman zu. "Ich kann das gar nicht genug betonen. Aber ohne alles andere wäre das nicht genug gewesen. Wir versuchen, schlau und geschickt vorzugehen. Wir arbeiten hart. Wir halten unsere Geschäftskosten gering, indem wir einen festen Personalplan haben und jeder so viele Aufgaben erfüllt, wie er kann. Mit den richtigen Leuten an Bord habe ich es schließlich nie bereut. Ich wusste, dass wir diese Sache zu Wege bringen würden."

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