NBC und The CW boykottieren die Dixie Chicks

Dixie ChicksSeit heute läuft in den Kinos in den USA die Dokumentation "Shut Up & Sing" von den Dixie Chicks. Produziert wurde der Film von Barbara Kopple und Cecelia Peck, die für "Harlan County, U.S.A." (1976) und "American Dream" (1990) bereits zweimal mit dem Oscar® ausgezeichnet wurden.

Bei der Fanbase der Dixie Chicks und den beiden großen Produzenten-/Regienamen ist es klar, dass der Verleih möglichst viel Werbung machen möchte, um den Film bekannt zu machen und so viele Menschen wie möglich in die Lichtspielhäuser zu locken.

Neben Auftritten der Chicks in den Talkshows "Oprah", "Larry King Live", "Good Morning America", "Nightline", "Charlie Rose Show"  und "Hardball with Chris Matthews" sind auch Werbespots gebucht worden. Die amerikanischen Fernsehkanäle NBC (gehört zu NBC Universal) und The CW (gehört zu Paramount/Viacom und Warner Brothers) haben die Ausstrahlung der TV Spots abgelehnt. 

Als Grund werden äußerungen von Natalie Maines (Frontsängerin der Dixie Chicks) über Präsident George W. Bush in dem TV Spot angegeben.

Auffällig ist, dass die Chicks bisher aber auch in keiner Talkshow auf NBC aufgetreten sind. "Oprah",  "Good Morning America" und "Nightline" werden auf ABC (gehört zum Disney-Konzern) ausgestrahlt, "Larry King Live" auf CNN (gehört zu Time-Warner), die "Charlie Rose Show" flimmert über die Kanäle des PBS (Public Broadcasting System)  und "Hardball with Chris Matthews" wird auf MSNBC gezeigt, der zwar zur NBC Universal gehört, aber in Zusammenarbeit mit dem Microsoft Konzern betrieben wird, der bei dem Sender schon immer um die Meinungsvielfalt gekämpft hat. 

Der Fernsehkanal The CW verfügt über keine Talkshows, die thematisch passen.

Böse Zungen in den USA behaupten, dass von einer Berichterstattung in einigen Senderketten abgesehen wird, um die anstehende Wahl nicht zu beinflussen.

"Shut Up & Sing" hat bisher keinen Deutschen Starttermin.