Garth Brooks

Gebannt und voller Hoffnung waren die Augen der weltweiten Garth Brooks Fangemeinde auf eine Pressekonferenz gerichtet, die der Megastar am Donnerstag, den 10. Juli 2014, in Nashville, Tennessee, abhielt. Nach dem unrühmlichen Hickhack der vergangenen Tage und der Ankündigung des Megastars, alle fünf in Dublin, Irland angesetzten Konzerte abzusagen (wir berichteten), sehnten sich die Fans nach einer versöhnlichen Nachricht. Doch zunächst stand eine andere Meldung im Vordergrund.

Was viele bereits im Voraus vermutet hatten, ist nun Gewissheit - wird aus dem Ruhestand zurückkehren, zeitnah neue Musik veröffentlichen und auf eine groß angelegte Welttournee gehen. Die Country Music Ikone gab sich enthusiastisch und demütig, auf die große Bühne zurückkehren zu dürfen. Bereits in ein bis zwei Monaten werde es neue Musik geben, bevor Ende November (pünktlich zum amerikanischen Konsumrausch-Tag Black Friday) das neue Album folgen soll. Einige der besten Songwriter seien am neuen Album beteiligt, sagte Brooks, und gab freimütig und mit einer guten Portion Humor zu, dass er ein wenig eingerostet sei und diese jungen Songwriter ihn oftmals ganz schön alt aussehen lassen. Die Musikveröffentlichung wird Sony Music für den Country-Sänger übernehmen.

Konkrete Tourdaten behielt Brooks vorerst für sich, ebenso wie den Namen der Stadt, in der die Tour anfangen soll. Doch es werde innerhalb der nächsten Woche erste Details geben, sagte der Altmeister. Trotz all dieser aufregenden Neuigkeiten kam zwangsläufig auch das Thema zur Sprache, welches in den vergangenen Tagen in den weltweiten Nachrichten zu finden war - Irland!

Doch wer nun eine klare Antwort auf die Posse um die fünf angesetzten Konzerte in Dublin erwartete, wurde bitter enttäuscht.

"Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte", sagte Brooks und betonte, dass es bis vor knapp zwei Wochen keinerlei Anzeichen von Problemen gegeben habe. Nun werde die Verantwortung auf ihn abgewälzt, beklagte der 52-jährige weiter. Er wolle und werde nicht 160.000 Fans enttäuschen und nur die ersten drei anberaumten Konzerte spielen, stellte Brooks klar. Ansonsten sei er zu allem bereit und würde sogar auf Knien darum betteln, dass alle fünf Konzerte stattfinden können.

"Es ist ein einfaches JA", sagte Brooks und rollte somit den Ball in Richtung der Entscheidungsträger in Irland. "Lasst die Shows stattfinden, lasst 400.000 Menschen Spaß haben und repariert dann euer fehlerhaftes System". Von einer Show monströsen Ausmaßes sprach der zweifache Grammy®-Gewinner, die nur für die Konzerte in Dublin konzipiert worden sei. Alleine schon die Videoleinwand sei fast 80 Meter breit, sagte Brooks. Wie auch seine zahlreichen Fans, die aus allen Ecken der Welt den Trip nach Dublin auf sich nehmen wollen, hofft der Sänger noch auf eine versöhnliche Lösung. Mittlerweile hat sich sogar Irlands Premierminister Enda Kenny eingeschaltet. Eine Absage der Konzerte wäre ein herber Verlust und Imageschaden für alle Beteiligten, soviel ist klar. Hinter geschlossenen Türen dürfte weiterhin zäh verhandelt und argumentiert werden. Doch vorerst muss sich weiter in Geduld geübt werden.

Erster Annäherungsversuch seitens der Stadt Dublin

Mittlerweile hat es einen ersten Annäherungsversuch seitens des Stadtrats von Dublin gegeben. Laut Presseberichten sei Brooks angeboten worden, alle fünf Konzerte im Croke Park abhalten zu dürfen. Einziger Haken: Der Superstar müsste sowohl am Samstag als auch am Sonntag jeweils zwei Konzerte spielen. Eine Genehmigung für die geplanten Konzerte am Montag und Dienstag wurde erneut nicht erteilt. Brooks lehnte diesen Vorschlag mit der Begründung ab, dass das Konzept mit zwei Konzerten an einem Tag für ihn nicht akzeptabel sei. Es bleibt weiter abzuwarten, ob und wie es vielleicht doch noch zu einer Einigung kommen wird.


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