Kevin Fowler - How Country Are Ya?

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Redaktionswertung Bewertung: 4 Sterne = gut
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Es gibt immer mehr Zeitgenossen, die der Meinung sind, dass es sich bei der Country Music aus Texas mittlerweile um die einzig Wahre handelt. Einer dieser Vertreter ist sicher auch Kevin Fowler, der gerade sein neues Album "How Country Are Ya?" veröffentlicht hat.

Der Sänger aus Amarillo, Texas, gehört in der Texas Music Szene definitiv zu den bekannteren Acts und veröffentlicht seit 1997 regelmäßig neue Alben. Die neuen Songs stellen die erste Veröffentlichung auf seinem eigenen Label Kevin Fowler Records dar. Die Lieder verfasste Fowler alle in der relaxten Atmosphäre auf seiner Ranch - unter anderem Pat Green, Josh Abbott, Deryl Dodd oder David Lee Murphy. Im Gegensatz zu früheren Alben wurden die Songs nicht mit den bekannten Studio-Profis in Nashville, sondern in Austin, Texas mit überwiegend heimischen Musikern eingespielt. Produziert hat die 15 Songs Ken Tondre, der bis 2013 Schlagzeuger in Fowlers Live-Band war.

Fowler bezeichnet sich selbst gern als den "Honky Tonk Guy" der Szene und kategorisiert sein neues Produkt als "The Ultimate Country Party". Na, das klingt doch nach jeder Menge Spaß und tanzbaren Nummern, oder? Richtig - und genau davon gibt es innerhalb der 45 Minuten Spielzeit reichlich.

Old-School Country wie "If I Could Make a Livin' Drinkin" bringt nicht nur die Tanzbeine in Bewegung, sondern bringt direkt gute Laune in jeden Raum, wo man noch Wert auf satte Pedal Steel Guitar und vollen Fiddle-Sound legt. Ein Titel, der an die Zeiten erinnert, als sich Garth Brooks und Clint Black noch gemeinsam in den Top 10 der Charts befanden. Noch eine Ecke frischer, lauter und rockiger kommt der Titeltrack daher, der bereits 2013 als Single erschienen ist und zu Fowlers zehnten No.1 in den Texas Music Charts avancierte. Nicht weniger stimmungsvoll ist auch die aktuelle Single "Love Song" geraten. Ein Fest für dynamische Linedancer und alle, die auf coolen Country mit einer Dosis Humor stehen.

In etwas reduziertem Tempo liefert Fowler bei "Before Somebody Gets Hurt" seine stimmlich ambitionierteste Leistung ab, auch wenn sein Organ wohl nie die Sphären eines Chris Young oder eines Ty Herndon erreichen wird. Bemerkenswerten Imput bekommt die schöne Mid-Tempo-Nummer durch die frische Stimme von Amy Rankin von den Rankin Twins, einem Duo, das natürlich auch aus Texas kommt.

Vom Aufwachsen im Lonestar-Staat zwischen Windmühlen und Steppenläufern handelt "Panhandle Poorboy". Eine biographische Ballade, die dokumentiert, dass Fowler nicht nur partytaugliches Liedgut schreiben kann. Songs, wie das mit seinen Live-Musikern geschriebene Instrumental "Mousturdonus" oder der Ausflug in mexikanische Gefilde und dem Mariachi Sound ("Borracho Grande") unterstreichen zudem den Eindruck, dass hier eine Gruppe am Werke war, für die der Spaß an der Musik klar im Vordergrund steht.

Fazit: Unbekümmert und ohne auf die landesweiten Charts zu schielen, liefert Kevin Fowler ein sehr unterhaltsames Album ab. Wer Spaß an partytauglichem Country hat, sollte nicht lange überlegen, sondern einfach die CD kaufen.

Label: Eigenvertrieb (hier nicht veröffentlicht) VÖ: 4. März 2014

  • Titelliste

01 Intro 09 Love Song
02 How Country Are Ya? 10 Habit I Can't Break
03 Guitars and Guns 11 The Girls I Go With
04 Before Somebody Gets Hurt 12 Beer Me
05 The Weekend 13 Mousturdonus (Instrumental)
06 If I Could Make A Livin' Drinkin' 14 Whiskey and I
07 Panhandle Poorboy 15 Chicken Wing
08 Borracho Grande


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