Mit "The Kings Gambit" legt die Band Wüstenberg ihr Debüt vor
Wir wissen, wie schwierig es Grenzgenres auf dem Musikmarkt haben. Schon Country Music tut sich manchmal schwer, in Deutschland Fuß zu fassen und Künstler kämpfen darum, dass ihre Alben Gehör finden. Doch wie weitumfassend diese Musikrichtung ist und dass sich im Grunde dahinter auch oft noch andere Spektren verbergen, auch dies diskutieren wir immer wieder und nicht immer reicht die Toleranz aus. Doch egal, am Ende entscheidet der Hörer und letztendlich immer die Qualität dessen, was die Musiker diesen bieten.
"Zwischen roher Energie und feinem Gefühl", so beschreibt sich die Band Wüstenberg selbst auf ihrer Homepage. Folk-Rock, ebenfalls ein Begriff, der so dehnbar ist wie Country oder Rock oder Blues oder Klassik oder eben alles andere, was man noch auf die Liste setzen könnte. Am besten also, man wird jetzt direkt neugierig und hört rein in das Album und macht sich selbst ein Bild.
Wüstenberg – was für ein Name?
Die Namenssuche ist für viele Bands ja ein großer Schritt in der Werbestrategie. Doch wer wie Franz Wüstenberg einen solch coolen Nachnamen trägt, macht ihn gleich mal zu dem seiner Band. Und fertig! So dachte sich vermutlich der Sänger, Schauspieler und Gitarrist aus dem Großraum Köln. Ihm zur Seite stehen Simon Scherer an Banjo und Mandoline, Béatrice Wissing an der Geige, Catherine Kuhlmann an Klavier und Orgel, Torben Richter an der E-Gitarre, Alexander Lauer am Bass sowie Phil Kämpflein an den Drums. Wüstenberg also.
Zusammengefunden haben sie sich in dieser Konstellation vor etwa einem Jahr aus den verschiedensten Genres, von Pop über Metal bis Bluegrass. Damals hatte Franz Wüstenberg gezielt eine Suche gestartet nach Künstlern, die wie er sagt, der selben Vision wie er folgen und eine gewisse Tiefe haben sollten. Klar war immer, dass die Songs von ihm geschrieben werden, doch die Ideen fließen inzwischen von allen ein. Kurz nach Bandgründung waren Wüstenberg dann als Opener für Fiddler's Green auf Tournee. Nun also möchten sie den Fans, die sie dort erleben konnten, auch ein Hörerlebnis nach Hause mitgeben und tun dies in Form von "The Kings Gambit".
Debüt-Album "The Kings Gambit"
Wenn Franz Wüstenberg Songs schreibt, so möchte er von Dingen erzählen, die ihn bewegen, wie er uns im Interview berichtete. Seine Musik, wie auch das Album können und dürfen nicht in eine Schublade gepresst werden. Vielmehr enthält "The Kings Gambit" Anteile vieler Musikrichtungen. Natürlich hat auch die Country Music sein Schreiben geprägt. So verriet er uns, dass er ein großer Fan der Serie "Nashville" und natürlich deren Musik war, auch das Live-Konzert deren Künstler, die in Kürze auf Deutschland-Tournee kommen werden, besuchen wird. Hier schließt sich der Kreis. Gerade in "Nashville" wurde die ganze Bandbreite der Musik gezeigt. Am Ende, so auch Franz Wüstenberg, kommt es darauf an, dass die Künstler authentisch bleiben, menschlich, Gefühle transportieren. Genau das schaffen er und seine Band auf "The Kings Gambit". Schon der Titelsong spiegelt die persönliche Verbissenheit und wie die Welt einzuordnen ist. Eine Art Lebensspiel um Werte und Ehrlichkeit.
"Call Me a Fool" kommt vielleicht dem Inneren eines jeden von uns am Nähesten. Wir finden uns alle irgendwie an dem Punkt. Doch setzt bei der Beschwingtheit der Musik wahrscheinlich auch nicht jeder mit den Texten auseinander, sondern erfreut sich einfach dem mitreißenden Sound des Banjos, der Geige oder der insgesamt ineinandergreifenden und verschmelzenden Klänge.
Der nächste Schritt für Wüstenberg wird die Tournee 2026 sein, deren Vorbereitung bereits läuft. Einige Highlights seien lt. dem Bandleader schon geplant und weitere im Gespräch, unter anderem das legendäre Shamrock Castle New Folk Festival im fränkischen Eggolsheim am ersten Juli-Wochenende. Empfehlungen, sich diese außergewöhnliche Band anzuhören, sind hiermit ausgesprochen.
Fazit: Wüstenberg verarbeiten leidenschaftlich Elemente verschiedenster Musikstile zu authentischem Folk Rock und ihre Eindringlichkeit begeistert. Die weltanschauliche Sichtweise darf gern übernommen werden. Man muss sich nicht einpassen, Musik soll ansprechen und dieses Kriterium hat "The Kings Gambit" erfüllt.












