Josh Williams

Josh Williams

Im Jahr 2010 erhielt Josh Williams die Auszeichnung Artist of the Year der IBMA (International Bluegrass Music Association).

Es gibt Musiker, deren Können und Biographie beispiellos ist, die dennoch oft eher nur in Kennerkreisen bekannt sind. Josh Williams dürfte einer davon sein, obwohl er Wegbegleiter einiger zahlreicher Bluegrass-Ikonen war, allen voran Rhonda Vincent, die ihn in ihre Band The Rage holte. Doch auch mit eigenen Projekten kann Josh Williams durchaus Erfolge aufweisen.

Geboren im Bluegrass State Kentucky

Vielleicht war es schon ein Omen, im Bluegrass-Staat Kentucky geboren und aufgewachsen zu sein. Im Jahr 1980 kam Josh Williams in Benton zur Welt und als er im Alter von sieben Jahren zu Weihnachten ein Kinder-Piano bekam, brachte er sich selbst darauf das Spielen bei. Von seinem Vater ließ er sich ein wenig das Gitarrenspiel beibringen, von seiner Großmutter Ukulele, zeigte jedoch bereits auch Interesse an Mandoline und Banjo, auf dem er mit neun Jahren auch richtige Unterrichtsstunden nahm. So kam es, dass er bereits ein Jahr später sein erstes Album selbständig aufnahm, welches jedoch nicht offiziell veröffentlicht wurde. Der Kindersender Nickelodeon wurde jedoch auf zwei Stücke, "Over The Rainbow" und "Nashville Blues", aufmerksam und baute sie in sein Programm ein.

Erste Band Josh Williams & The High Gear mit 12 Jahren

Josh Williams vertiefte sein Banjo-Spiel bei namhaften Könnern wie Alison Brown und gründete mit erst 12 Jahren seine erste eigene Band - Josh Williams & The High Gear. Es folgten zahlreiche Auftritte, unter anderem als Opener für Ralph Stanley. Darauffolgend trat Josh Williams den International Bluegrass Music Association's Bluegrass Youth All-Stars bei, aus welchen sich die Young Acoustic All Stars formierten, mit denen er 1993 das Album "Somewhere Down The Road" aufnahm. 1996 kam mit seiner eigenen Band, The High Gear, "The Old Town of Home" sowie 1997 die Gospel-Platte "Come to That River" heraus. Nach dem Schulabschluss wurde Josh Williams Teil der Bluegrass-Formation The Special Consensus, wo er Mandoline und Fiddle spielte, bis ihn 2003 schließlich als Gitarrist Rhonda Vincent in ihre Band The Rage holte.

Josh Williams solo

Während der Zeit bei The Rage widmete sich Josh Williams auch seinen Solo-Projekten. 2001 veröffentlichte er "Now That You're Gone" und 2004 "Lonesome Highway". Eigentlich hätte unter dem Label Pinecastle 2006 sein nächstes Album "Down Home" erscheinen sollen, doch irgendwas lief schief bei den Verantwortlichen. Eine Fügung des Schicksals, die Josh Williams jedoch nicht zum Nachteil gereichte, denn 2010 wurde ihm die bis dato größte Ehre seiner Karriere zuteil - die IBMA zeichnete ihn mit dem Titel Emerging Artist of the Year aus. Folgend nahm sich ein neues Label - Rounder - "Down Home" an und veröffentlichte es 2010. Hier wird nun auch die kommende CD "Modern Day Man" erscheinen. Nach dem Ausstieg bei Rhonda Vincent 2007 gründete Josh Williams seine eigene Band, The Josh Williams Band.

Schicksalsschläge und Rehabilitation für Josh Williams

Wenngleich das Leben es beruflich für Josh Williams gut zu meinen schien, hinterließ der Erfolg doch gesundheitliche Spuren. Nachdem er ab 2008 auch mit Tony Rice als Mandolinenspieler auf Tour ging, in diesem und den beiden Folgejahren von der IBMA als Gitarrist des Jahres ausgezeichnet wurde, war augenscheinlich alles perfekt, doch konnte Josh Williams den Stress nur schwer verkraften und wurde Metamphetamin-abhängig. In der Folge magerte Josh Williams sichtlich ab und konnte nur durch die Einlieferung in eine Klinik gerettet werden. Was ihm in dieser Zeit zusätzliche Kraft gab, war wohl die Nachricht seiner Ehefrau Jenny, dass sie mit ihrem ersten Kind schwanger sei. Sohn Weldon kam kurz darauf zur Welt und Josh Williams brachte sein Leben wieder in Ordnung. 2012 holte auch Rhonda Vincent ihn zurück in ihr Team.

Legendär war die Szene während eines Auftritts mit seiner Band beim Doyle Lawson Bluegrass Festival in Denton, North Carolina, 2012, als mitten während des Gigs ein kleiner Vogel auf Josh Williams Gitarre landete und für einige Minuten dort sitzen blieb. Verwirrt lächelnd streichelte er den unerwarteten Gast, setzte jedoch mit einem "I Don't Know What to Do" das Lied professionell fort.

"Ich habe die Hölle von verschiedenen Seiten gesehen", sagte Josh Williams. Diese Erfahrungen verpackt der Künstler in seine Musik, denn "Gott habe noch mehr für ihn zu tun".

Cover Jahr Album Anmerkung
Cover 2016 Modern Day Man (Rounder)
Cover 2010 Down Home (Rounder)
Cover 2004 Lonesome Highway (Pinecastle)
Cover 2001 Now That You're Gone (Pinecastle)
Cover 1997 Come to That River (Copper Creek)
Cover 1996 Old Town of Home (Copper Creek)
Jahr Album Chart Höchste Platzierung
 
Jahr Single Chart Höchste Platzierung
       
Jahr Rolle Film/Serie