CD Cover: Ann Doka - Lost But Found

Das Album "Lost but Found" von Ann Doka hört sich wie Juli, Silbermond und Christina Stürmer mit einer Prise Country Music an.

"Lost but Found" ist schon das vierte Album von Ann Doka. Nicht schlecht für eine Musikerin, die erst 2012 ihr erstes Album veröffentlichte. In den letzten Jahren kamen ihre Alben auch sehr pünktlich. 2016, 2017 und jetzt 2018 kam ihr neues Album immer im ersten Quartal. Zugegeben, etwas später ist Ann Doka dieses Jahr dran, aber ein bisschen Zeit kann man sich mit seinen Alben ja auch lassen oder?

Heißt die Verzögerung denn nun, dass sich der Stil der Durchstarterin geändert hat? Nein, ganz und gar nicht. Auch auf "Lost But Found" sind die Songs eingängig, rockig, mit einem (manchmal großen) Touch Country Music. Eigentlich gibt es für Ann Doka auch keinen Grund, ihren Stil zu ändern. Bereits dreimal gewann sie damit den deutschen Rock & Pop Preis in der Kategorie Country Music. Ist das neue Album also wieder so erfrischend und neu wie die früheren Alben?

Ann Doka setzt auf Altbekanntes

Fans der Sängerin dürfte es freuen: Mit "Lost But Found" bewegt sich Ann Doka fest in bekannten Bahnen. Wer die Sängerin für das, was sie bisher geleistet hat, schätzt, dürfte auch vom neuen Album begeistert sein. Wie schon in den Vorgänger-Alben ist "Lost But Found" durchzogen von Pop-Rock und Country Music.

Die Lieder sind dabei meistens mit eingängige Country Music-Melodien unterlegt, die anschließend mit rockigen Sounds aufgepeppt werden. Nur selten bleiben die Lieder bei einem Genre wie etwa bei "The Lemming Club" oder "Make me Fall", die beide zu den eindeutigeren Tracks des Albums gehören. Auch bei den wenigen Balladen dominiert Country Music.

"Lost But Found" ist selbst geschrieben

Wie auch schon bei den Vorgängeralben sind sämtliche Songtexte aus "Lost But Found" von Ann Doka selbst geschrieben. Eine helfende Hand hat die Musikerin auch nicht nötig, immerhin gilt sie auch als begnadete Songwriterin. Das merkt man! Die Texte auf dem neuen Album sind durchweg gelungen.

Tatsächlich wertet diese Tatsache das Album auf, denn "Lost But Found" wirkt an einigen Stellen gerade musikalisch etwas generisch. Sehr oft beschleicht einen das Gefühl, die ganzen Melodien so oder ähnlich schon einmal gehört zu haben.

Fans dürfen bei "Lost But Found" zugreifen

Für Fans dürfte auch "Lost But Found" ein Album genau nach ihrem Geschmack sein. Die Musik von Ann Doka hat man auch schon bei Juli gehört. Oder bei Silbermond. Oder bei Christina Stürmer. Wirklich neu fühlt sich das alles nicht mehr an.

Fazit: "Lost But Found" von Ann Doka ist kein schlechtes Album. Vieles hört sich allerdings etwas generisch an. Fans dürfen bedenkenlos zugreifen. Alle anderen hören Probe.

Label: Nash Dash (Altone) VÖ: 13. April 2018
01 The Lemming Club
02 Make Me Fall
03 Lost but Found
04 Talkin' Like Before
05 One to Blame
06 So Did I
07 Dirty Birds
08 Over You
09 Where You Are
10 Runnin'
11 For You (Acoustic Version)

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