Graham Barham geht auf seiner neuen EP "Whiskey Rain" seinen eigenen Weg
Die 8-Track-EP "Whiskey Rain" enthält vier Songs, die in den letzten Monaten veröffentlicht wurden: "Camo", "WTH Just Happened?", "Easy On Me" und "Bad Night (Karma)". "Camo" war der erste Song, der veröffentlicht wurde und den Sound, den Graham Barham auf "Oil Money" etabliert hatte, noch einmal verdoppelte. Die Beats sind hart, es gibt einen Country-Riff, der sich durch den gesamten Song zieht, und Barhams unverwechselbare Stimme baut sich zu einem explosiven Ohrwurm-Refrain auf.
Graham Barham bindet Hip-Hop-Rhythmen in eine Country-Melodie
"WTH Just Happened?" folgte und überraschte alle. Der Song beginnt als traditionelle akustische Country-Ballade, verwandelt sich dann komplett in einen Club-Banger, bevor er zu seinem ursprünglichen Sound zurückkehrt. Der Song ist irritierend, aber für mich ist das etwas Gutes. Wer sonst macht derzeit so innovative Musik im Country-Bereich?
"Easy On Me" kommt dem Sound, der mittlerweile zu Barhams Markenzeichen geworden ist, näher, indem es Hip-Hop-Rhythmen in eine Country-Melodie einbindet. Dieser Song ist immer noch sehr stark vom "Club Country" geprägt und Fans von Graham Barham werden ihn laut aufdrehen. "Bad Night (Karma)", die neueste Veröffentlichung, hätte ohne Weiteres auf der EP "Oil Money" Platz finden können. Der Refrain erinnert an die Songs dieser EP, und obwohl mir der Song gefällt, ist er doch etwas zu ähnlich zu dem, was Barham bereits veröffentlicht hat.
Der Titelsong "Whiskey Rain" mit Tyler Hubbard
Aber was ist mit den anderen vier Songs auf der EP? Der Titelsong "Whiskey Rain" featuring Tyler Hubbard ist der nächste Fokus-Track des Sets. Graham Barham und Tyler Hubbard ergänzen sich gegenseitig, während sie zu einem kantigen Backing-Track singen, der jede Menge Power hat. In gewisser Weise ist es für Hubbard, der sich in den letzten Jahren als Solokünstler einen Namen gemacht hat, eine Rückkehr zum Sound von Florida Georgia Line.
"Write It In Red" ist ein Midtempo-Jam, der schnell vorbeigeht, aber nicht der eindrucksvollste Song auf der EP ist, und "Break Out The Bottle" hat einen kraftvollen Refrain, der in einem Club episch klingen würde. Der letzte Titel "Everyone Dies in Hollywood" ist einer der Höhepunkte der EP. Er lehnt sich an die Hip-Hop-Einflüsse an, aus denen Barham schöpft, aber wenn man das weglässt, könnte der Song leicht ein Titel von Sam Hunt sein. Für Barham ist das etwas anders, und der Refrain ist klanglich ziemlich interessant.
Fazit: Graham Barham ist derzeit einer der interessantesten Künstler in der Musikszene. Er geht seinen eigenen Weg. Er ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber er hat alles, was es braucht, um der nächste große Durchstarter zu werden, aber kann man das noch als Country Music bezeichnen?










