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Heute brach das Schweizer Fernsehen die Verhandlungen mit dem Lizenzhändler für die Ausstrahlung der 46. jährlichen CMA Awards ab. Nach langem hin und her sah der öffentlich rechtliche Fernsehsender keine Möglichkeit zur Einigung mit dem von der Country Music Association (CMA) beauftragten Lizenzhändler.

Damit wird die 2012er Verleihung nicht im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt.

Die CMA und ihr Lizenzhändler waren nicht bereit, den Forderungen des Schweizer Fernsehens nachzugeben. Da die Show in den USA in High Definition aufgenommen und in HD, mit 5.1 Surround Sound, in den USA ausgestrahlt wird, wollte auch das Schweizer Fernsehen die Sendung in derselben  Qualität ausstrahlen, denn es ist den Zuschauern nicht zu vermitteln, dass das Programm in HD aufgenommen und in den USA in HD ausgestrahlt wird, aber hierzulande man sich mit einem 4:3 Bild und einfachem Stereo-Ton zufriedengeben muss.

Hinzu kommt, dass die CMA in den letzten Jahren immer wieder die Lizenzgeber gewechselt und sich dadurch der Preis für die Ausstrahlung nahezu verdoppelt hat. Das ist für den gebührenfinanzierten Fernsehsender natürlich nicht akzeptabel.

Für Country-Fans, die sich seit Jahren darauf verlassen konnten, dass die Gala auf 3SAT übertragen wird, ist der Ausgang der Verhandlungen natürlich bitter. Die CMA, die durch ihre Mitglieder und die Musikindustrie finanziert wird, muss sich fragen, ob die Vernachlässigung des deutschsprachigen Raumes, darunter Deutschland als drittwichtigster Musikmarkt der Welt, nicht kontraproduktiv ist. Zur Aufgabe der CMA gehört es Country Music außerhalb den USA populärer zu machen, ob das aber mit Verschmähung der Country-Fans hierzulande und reiner Geldgier zu erreichen ist, ist fraglich.


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