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Am Donnerstag, den 1. November 2012, übertrug die American Broadcasting Company (ABC) live die 46. jährlichen CMA Awards, die in Nashville, Tennessee, verliehen wurden. In diesem Jahr musste die zum Disney-Konzern gehörende Senderkette einige Verluste verzeichnen. 13,57% der Menschen schalteten die Verleihung ein, das sind circa drei Millionen weniger Zuschauer als in den beiden Vorjahren.

Auch in der sogenannten Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen waren die Quoten schlechter. Rund 10% Marktanteil erreichte die Gala. In den beiden Jahren zuvor lag der Marktanteil noch bei 13% bzw. bei 12%.

Dennoch schaffte die ABC es auf Platz 1 im Senderranking, da die CMA Awards ab 21:00 Uhr das meistgesehenste Programm in der Zielgruppe waren.

In der Stunde ab 20:00 Uhr sah das noch anders aus, da hatte das Columbia Broadcasting System (CBS) die Nase vorn: Die ausgestrahlten Sitcoms, "The Big Bang Theory" und "Two and a Half Men", erreichten circa 15% und 10% Marktanteil in der Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen. Die ab 21:00 Uhr gezeigte Folge von "Person of Interest" erreichte dann nur noch acht Prozent Marktanteil und machte den Weg frei für die CMA Awards. 

Die National Broadcasting Company (NBC) wurde für ihre Programmierung bestraft, denn hier wurden erst einmal ab 20:00 Uhr zwei Stunden lang Ausgaben von "The Voice" aus der Konserve gezeigt. Doch warum sollten sich Menschen Wiederholungen einer Casting-Show, in der Blake Shelton in der Jury sitzt, ansehen, wenn sie auf einem anderen Kanal den Country-Sänger live erleben können? Hinzu kommt, dass eine Casting-Musik-Sendung auch kein Kontrastprogramm zu einer Verleihung eines Musikpreises sein kann. Insgesamt sahen nur 3,79 Millionen Menschen "The Voice". Auch die letzte große Senderkette, FOX, verlor mit der sowieso schwächelnden Casting-Show "X-Factor".
 
Wie bereits berichtet, steht ein Ausstrahlungstermin für die CMA Awards 2012 in Deutschland, Österreich und in der Schweiz noch nicht fest. Die zu hohe Geldforderung des Lizenzhändlers in den USA schreckt im Augenblick die öffentlich-rechtlichen Programme ab, da man sich in den USA auch nicht verpflichten möchte eine HD-Sendung auszuliefern.


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