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Gestern, am 1. November 2012, verlieh die Country Music Association (CMA) einen der wichtigsten Country Music Preise in den USA. Die 46. jährlichen CMA Awards wurden in der Bridgestone Arena in Nashville, Tennessee, verliehen und durch den amerikanischen Fernsehsender ABC live übertragen.

Durch die Sendung führten souverän und humorvoll Brad Paisley und Carrie Underwood. Gespannt saßen im Publikum die Nominierten, darunter Eric Church mit fünf Nominierungen, gefolgt von dem Ehepaar Miranda Lambert und Blake Shelton - jeder bekam vier Nominierungen. Jason Aldean, Dierks Bentley, Kenny Chesney, Little Big Town und Taylor Swift wurden mit je drei Nominierungen bedacht.

In Zeiten von Katastrophen, wie zurzeit Wirbelsturm Sandy, rücken die Amerikaner immer etwas näher zusammen und halten die Symbole der Nation hoch, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu demonstrieren. So traten zur Eröffnung der Show Jason AldeanLuke Bryan und Eric Church vor der amerikanischen Fahne auf. Sie sangen "The Only Way I Know".

Während der Begrüßung der Zuschauer nahmen Brad Paisley und Carrie Underwood den Maroon 5 Song "Moves Like Jagger" aufs Korn machten daraus ihre eigene Version "Moves Like Haggard". Natürlich kam auch Taylor Swift und ihre Liebelei mit Conor Kennedy nicht davon.

Emotional wurde es nach gut einer Stunde, als Brad Paisley Andy Griffith Tribut zollte und die Titelmelodie der "Andy Griffith Show" spielte.

Nach fünf Jahren Pause trat auch Faith Hill endlich einmal wieder bei den CMA Awards auf. Die Country-Sängerin gab ihre neue Single "American Heart" zum Besten. Aber natürlich sind auch die Gewinner der Auszeichnungen jedes Mal ein Highlight, hier die Liste der Gewinner:

Zum Entertainer des Jahres wurde Blake Shelton gekürt, der sichtlich überrascht und erfreut war. Der Country-Sänger konnte sich gegen seine Kollegen Jason Aldean, Kenny Chesney, Brad Paisley und Taylor Swift durchsetzen.

Als Sängerin des Jahres konnte sich Sheltons Ehefrau Miranda Lambert gegen Kelly Clarkson, Martina McBride, Taylor Swift und Carrie Underwood durchsetzen.

Sänger des Jahres hingegen wurde wieder Blake Shelton, der Jason Aldean, Luke Bryan, Eric Church und Keith Urban auf die Ränge verwies.

Zum Newcomer des Jahres wurde Hunter Hayes ausgezeichnet. Lee Brice, Brantley GilbertLove and Theft und Thompson Square dürfen hoffen im nächsten Jahr noch einmal nominiert zu werden. 

In der Kategorie Gesangsgruppe des Jahres gingen Little Big Town als Gewinner des Jahres hervor. Nicht die einzige Auszeichnung, die die Band an diesem Abend erhalten sollte. Leer hingegen gingen die Eli Young Band, Lady AntebellumThe Band Perry und die Zac Brown Band aus.

Die Trophäe für das Gesangs-Duo des Jahres ging an Thompson Square. Da blieben Big & Rich, Love and Theft, Sugarland und The Civil Wars ohne Chance.

Die zweite Auszeichnung für Little Big Town erhielt die Band für den Song "Pontoon" in der Kategorie "Single des Jahres". Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn der Song kann getrost als Country-Sommer-Hit des Jahres bezeichnet werden.

Zum Album des Jahres wählten die Wahlberechtigten "Chief" von Eric Church.

Die Auszeichnung für den Song des Jahres ging an ein Paar, dass an diesem Abend bereits ausgezeichnet wurde: Miranda Lambert und Blake Shelton für "Over You".

Ohne große Überraschung ging die Auszeichnung für den Musik-Event des Jahres an "Feel Like A Rock Star" von Kenny Chesney im Duett mit Tim McGraw.

Eine Überraschung hingegen war, dass die Auszeichnung für das Musikvideo des Jahres an "Red Solo Cup" von Toby Keith, unter der Regie von Michael Salomon, ging, denn schließlich kokettiert Toby Keith seit Jahren damit, dass er von der CMA übergangen wird.  

Als Musiker des Jahres wurde Mac McAnally (Gitarre) ausgezeichnet.  

Einziger Wermutstropfen ist, dass es zurzeit noch keinen Ausstrahlungstermin für Deutschland, Österreich oder die Schweiz gibt. Bisher konnte sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht mit der Country Music Association auf eine Ausstrahlung einigen. Zum einen liegt es an den deutlichen Preiserhöhungen, die die Amerikaner verlangen und zum anderen daran, dass sie nicht bereits sind eine entsprechende Qualität zu liefern. Die CMA ist zwar stolz darauf, dass die Show wieder in High Definition aufgenommen und in HD, mit 5.1 Surround Sound, in den USA ausgestrahlt wird, weigert sich aber, dieselbe Qualität auch hierzulande auszustrahlen zu lassen. Allerdings werden die Gespräche in der nächsten Woche fortgeführt und vielleicht denken die Amerikaner doch noch an die Country-Fans auf der anderen Seite des großen Teichs. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.


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