Luke Bryans Darbietung der Nationalhymne erntet scharfe Kritik

Luke Bryan

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es bei großen Sportveranstaltungen üblich, dass ein Sänger die Nationalhymne singt. Oft haben textliche oder musikalische Patzer bereits dazu geführt, dass die Sänger oder Sängerinnen von den Medien und den Zuschauern verrissen wurden.

Nun hat es auch Luke Bryan erwischt. Der Country-Sänger sang the Nationalhymne beim All-Star-Game der Amerikanischen Baseball-Liga und schrieb sich wohl einige Textzeilen in die Hand und schaute während seines Auftrittes zur Uhr.

Ein Auftritt vor so großem Publikum im Stadion und Millionen von Fernsehzuschauern kann einen nervös machen. Selbst wenn ein Country-Sänger wie Luke Bryan daran gewöhnt sein sollte - so ganz ohne Lampenfieber geht es auch bei den größten Stars nicht.

Um auch ja nichts falsch zu machen, notierte Bryan sicherheitshalber einige kritische Textstellen auf seiner Hand. Als er tatsächlich davon ablas, erfasste ihn gerade eine Kamera. Doch das war nicht alles: Er schaute während seines Auftritts auch noch auf die Uhr. Wollte er so schnell wie möglich wieder vom Spielfeld runter? Es hagelte Kritik und Häme. Und zwar so viel, dass Bryan nun reagieren musste.

"Guten Morgen zusammen. Ich möchte meinen Nationalhymnen-Auftritt von gestern Nacht erklären", schrieb Bryan auf Twitter. "Ich hatte einige wichtige Wörter aufgeschrieben um sicherzugehen, dass ich es nicht verbocke. Ich wollte mein Bestes geben." Auf die Uhr hat er demnach nur aus organisatorischen Gründen geschaut: Er habe gewusst, dass ein Tarnkappenbomber über das Stadion fliegen sollte und er selbst hatte mit seinem Auftritt zu spät begonnen.

"Sollte ich irgendjemanden mit meiner Vorstellung beleidigt haben, entschuldige ich mich aufrichtig."

Nun springt ihn auch Kellie Pickler, die an dem Abend "Good Bless America" gesungen hat, zur Seite. "Egal was Du machst, es gibt immer Leute, die dich kritisieren werden. Es gibt immer Menschen, die einfach nur gemein sind. Luke ist ein großartiger Mann. Ich war auch im Stadion, konnte ihn nur nicht sehen und es hörte sich großartig an. Es ist ein schwieriger Song und es waren eine Menge Menschen da. Viele Leute, die ihn jetzt kritisieren, würden nicht den Mut haben dort zu stehen und zu singen."

Aber ist Textablesen so schlimm wenn man sich nicht sicher ist? Besser als den Text nicht zu beherrschen, denn da sind noch die Textpatzer von Christina Aguilera oder Cindy Lauper. Oder die Kritik an Aerosmiths Steven Tyler der bei einem NFL Spiel im Januar dieses Jahres die Nationalhymne mehr geschrien als gesungen hat. Was haben sich die SängerInnen nicht alles anhören müssen? Auch die Deutschen haben damit ihre Erfahrung. Zum Beispiel Sarah Connors Interpretation der deutschen Hymne beim Eröffnungsspiel des 1. FC Bayern München gegen die deutsche Nationalmannschaft 2005 ("Brüh' im Lichte dieses Glückes" anstatt "Blüh' im Glanze dieses Glückes").


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