Sugarland

Die Familie eines 22-jährigen Fans, der letzten Monat beim Einsturz einer Bühne auf dem Indiana State Fair getötet wurde, hat gegen die Mitglieder von Sugarland unter anderem wegen "grober Fahrlässigkeit" Klage eingereicht.

Jennifer Haskell starb an der Seite ihrer besten Freundin Alina BigJohny, als am 13. August 2011 ein Sturm über das Messegelände in Indianapolis hinwegfegte und Stützpfeiler und Gerüstteile in die Menge stürzen ließ. Sieben Menschen wurden bei dem Unglück getötet, Dutzende verletzt.

Die Bilder des Unglücks gingen um die Welt und selbst das Nachrichten-Flaggschiff in Deutschland, die 20.00 Uhr Tagessschau im Ersten, berichtete darüber.

Nach dem lokalen Nachrichtensender WHTR NBC 13 haben die Eltern und die Schwester Jennifers in ihrer Klage,der möglichen Vorstufe zu einem Gerichtsverfahren, "mindestens 15 Personen", darunter "die Band namens Sugarland und ihre Mitglieder, Agenten und Mitarbeiter", aufgeführt.

"Die Verletzungen und die widerrechtliche Tötung Haskells waren die unmittelbare Folge der groben Fahrlässigkeit der Beklagten", so die Klageschrift.

Sugarland traten auf dem Konzert gar nicht auf, da sich die Tragödie nur wenige Minuten vor dem geplanten Bühnenauftritt des Country-Duos ereignete. Obwohl die Familien mehrerer Opfer Klage eingereicht haben, hat der Gouverneur von Indiana, Mitch Daniels, alle Beteiligten von jeglicher Schuld freigesprochen.

"Dies ist die großartigste Veranstaltung ihrer Art in Amerika", sagte Daniels dem Lokalsender WJLA ABC 7 in Washington, D.C. "Und dieses tieftraurige Unglück, bei dem es sich, soweit ich es beurteilen kann, um ein zufälliges Ereignis handelt, ändert daran nichts."

Zu den Menschen, die davon überzeugt sind, dass Sugarland für das Unglück nicht verantwortlich sind, gehören auch zwei Lehrerinnen aus dem US-Bundesstaat Staat New York. Als das Duo am 3. September 2011 in Syracuse auf dem New York State Fair auftrat, verteilten die beiden Superfans 6.000 Schilder mit der Aufschrift "Little Miss, Little Mister, It'll Be Alright Again" (Little Miss, Little Mister, es wird alles wieder gut) und forderten die Konzertbesucher auf, sie während der Show hochzuhalten.

In einer nach der Vorstellung herausgegebenen Erklärung sagten Sugarland, sie seien "unglaublich gerührt durch das Little Miss Project Live", und dankten den Organisatorinnen dafür, dass sie "mit ihrer Botschaft so viel Hoffnung verbreiten."

Außerdem veröffentlichten Sugarland eine spezielle Version ihrer Single "Stand Up", deren Erlöse an das amerikanische Rote Kreuz gehen. (wir berichteten)

Sugarland Klage

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