Parmalee - Feels Like Carolina

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Redaktionswertung Bewertung: 4 Sterne = gut
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Viel besser kann ein Timing nicht sein - quasi zeitgleich mit der Veröffentlichung ihres Albums "Feels Like Carolina" haben die vier Herren von Parmalee die Spitze der Country Airplay-Charts ihrem Song "Carolina" erreicht.

Zur Gruppe gehören die Brüder Matt und Scott Thomas. Hinzu kommen deren Cousin Barry Knox und Josh McSwain, ein Freund aus Kindheitstagen. Schon aus dieser Konstellation wird ersichtlich, das es sich bei dem Quartett nicht um eine Combo handelt, die einem der zahlreichen Casting-Formate entsprungen ist. Gegründet schon 2001 wäre es auch falsch, die Band als neu im Business anzusehen, obwohl große Erfolge bis jetzt ausgeblieben sind.

Dass die vier smart ausschauenden Herren schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich haben, ist kein Geheimnis. Bereits 2004 erschien ein Hard Rock-Album auf einem Indie-Label, sechs Jahre später wurde die Band auf Tour überfallen und Schlagzeuger Scott Thomas bei einer Schießerei lebensgefährlich verletzt.

Aktuell sieht es für Parmalee jedoch richtig gut aus. Knapp 500.000 Mal ist der Hit "Carolina" innerhalb eines Jahres nun verkauft worden. Das Album bietet noch mehr Songs, die im besten Sinne massentauglich sind. "Close Your Eyes" ist beispielsweise eine überaus vorzeigbare Midtempo-Nummer, die vom Beat her ein wenig an den erfolgreichen Luke Bryan-Style erinnert. Folglich ein Song, dem man sich kaum entziehen kann. Nicht dahinter verstecken braucht sich zudem das folgende "Dance", eine groovende Contemporary Country-Liebeserklärung an eine Dame, die sich nicht nur auf der Tanzfläche bewegt. Schon modern inszeniert, aber Banjo und Steel Guitar sind trotzdem unüberhörbar.

Verleugnen lässt sich die rockige Herkunft von Parmalee nicht. Das ist sicher auch nicht beabsichtigt, spielen elektrische Gitarren doch im größten Teil der insgesamt zwölf Songs die Hauptrolle. Jason Aldean hätte an dem heftigen Rockmonster "I'll Bring The Music" sicher auch seinen Spaß. Der Opener "Musta Had A Good Time" ist ebenso nichts für Zartbesaitete, sondern knackiger Hardrock mit leckeren Southern-Gewürzen, der dazu noch autobiografische Inhalte besitzt. So hat die Brand früher gemeinsam in einem Haus gewohnt und dort offenbar regelmäßig die ganz Nacht durchgefeiert - Erinnerungslücken am nächsten Tag inklusive.

Ernster, fast schon gemütvoll, geht dagegen bei "Another Day Gone" zu, bei dem Matt Thomas wie auch sonst eine überzeugende Gesangsleistung abliefert. Der Mann hat wohl keine klassische Countrystimme wie ein Josh Turner oder ein Alan Jackson, aber zu dem vorliegenden Song-Material mit aktuellen Countrysounds und dem Hard Rock früherer Tage passt sein kraftvoller Gesang auf jeden Fall.

Fazit: Zwischen Stadion-Rock und Country: Parmalee hinterlassen den positiven Eindruck eines eingespieltes Teams, welches großen Hunger auf Erfolg hat.

Label: Stoney Creek (hier nicht veröffentlicht) VÖ: 10. Dezember 2013

  • Titelliste

01 Musta Had a Good Time 07 Think You Oughta Know That
02 Day Drinkin' 08 Back in the Day
03 Move 09 My Montgomery
04 Close Your Eyes for This 10 Already Callin' You Mine
05 Dance 11 I'll Bring the Music
06 Carolina 12 Another Day Gone


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