Die Hit-Single "House Again" ist auf dem Album Texas Forever" von Hudson Westbrook
"Texas Forever" setzt von Anfang bis Ende auf echte Instrumente und lebendige Texturen, mit Steel, Fiddle und viel Twang-Gitarre. Es ist die Art von Produktion, die das verstärkt, was Fans bereits denken, wenn sie Hudson Westbrooks Namen hören: dass er nichts vortäuscht. Eine der größten Stärken von "Texas Forever" ist der abwechslungsreiche Sound, der sich nie zerstreut anfühlt. Jeder Track hat seinen eigenen Vibe und doch sind sie alle unbestreitbar Hudson Westbrook-Songs. Das liegt vor allem an seiner Stimme - düster, ausdrucksstark und erstaunlich anpassungsfähig. Er schlüpft genauso natürlich in das langsame "Lie to Me" wie in das beschwingte "Momma Raised a Winner", wobei er bei jedem Stilwechsel seine Identität bewahrt. Ganz gleich, welches Tempo oder welchen Ton er anschlägt, ein Hauch von Texas zieht sich durch alles.
17 Songs fühlen sich auf "Texas Forever" wie zu Hause
Mehrere Tracks von "Texas Forever" wurden bereits als Singles veröffentlicht und ihre Platzierung auf dem gesamten Projekt kommt dem zugute. Bekannte Stücke wie "Funny Seeing You Here" und "Weatherman" fühlen sich auf der Tracklist wie zu Hause und bieten gut getimte Momente der Vertrautheit in einem 17-Song-Lauf. Diese Methode trägt dazu bei, das Tempo des Albums auf eine Art und Weise zu steuern, die beabsichtigt zu sein scheint und das neue Material gerade genug auflockert, um es atmen zu lassen, ohne den Hörer zu überwältigen.
Wenn es einen Song gibt, der zeigt, wie sehr Hudson Westbrook Songschreiber Qualitäten geschärft hat, dann ist es "Lie to Me". Gleich zu Beginn nimmt Westbrook in drei Zeilen die gesamte Handlung des Songs vorweg: "Du sagtest, du magst Weißgold und Diamanten... Du sagtest mir deine Größe und alles... Leute, die auf der Kippe stehen, sagen solche Dinge nicht." Im Duett mit Mackenzie Carpenter gesungen, verschmelzen die Stimmen der beiden Künstlerinnen zu einer beruhigenden und doch feierlichen Performance. Westbrook hat zwar gerade erst "House Again" mit Miranda Lambert wiederveröffentlicht, aber Carpenter zeigt, dass sie das Rampenlicht ebenso verdient hat.
Während "Texas Forever" konsequent Themen wie Engagement, Romantik und klassischen Country-Herzschmerz erforscht, wirkt das Projekt als Ganzes nie eintönig. Sind diese Songs mit tieferen Geschichten verwoben, die ein Ersthörer nicht aufschnappen würde? Nein... Wird dieses Album Hudson Westbrook als einen der besten Songschreiber der Country Music auszeichnen? Wahrscheinlich nicht... Aber ist dieses Album voll von einigen der lustigsten, eingängigsten Melodien des Jahres? Zweifellos; außerdem kann man sich wirklich in die Emotionen der Songs hineinversetzen, anstatt sie nur zu hören.
Eine Sache, die "Texas Forever" besonders macht, ist, dass kein Gefühl heruntergespielt wird. In "Mine Tomorrow" und "Hill I'll Die On" zeigt Westbrook nicht nur Gefühle der Liebe und Verehrung - er benutzt genau die richtigen Worte, um seine Empfängerin davon zu überzeugen, dass sie seine volle Hingabe hat. "Painted You Pretty" und "First Time" zeigen Westbrooks einzigartige Methode der Schmeichelei. Anstatt ein Mädchen hübsch zu nennen, erklärt er, dass Gott so viel Zeit damit verbracht haben muss, sie zu entwerfen, dass er versehentlich ein buchstäbliches Loch im Himmel hinterlassen hat, durch das sie hindurchgefallen ist, was zugegebenermaßen eine ziemlich clevere Zeile ist.
Wenn Westbrook leidet, macht er keinen Hehl daraus - besonders in Songs wie "Weatherman", wo eine falsche Vorhersage zur Metapher für einen unerwarteten Herzschmerz wird. In seinen niedergeschlagenen Momenten hört man den Schmerz nicht nur - er trifft einen, als könnte man für ihn weinen. Die gleiche emotionale Anziehungskraft entfaltet sich in Songs wie "Funny Seeing You Here", wo eine klassische Do-You-Wrong-Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt und einem einen Grund gibt, ihn anzufeuern.
Man spürt den Spaß von Hudson Westbrook und seiner Band
Was den Sound angeht, so scheint die Band genauso viel Spaß zu haben wie Westbrookund bringt eine klangliche Attitüde in energiegeladene Momente wie bei "Darlin'", wo das Arrangement viel Schwung und Schnappatmung hat, ohne dass die Instrumente zu weit gehen. Es gibt auch eine Menge Geigenläufe auf dem Album, die man nur als frech bezeichnen kann. In Songs wie dem Titeltrack und "Fool" zeigt die Instrumentierung, wie man mit wenig viel erreichen kann, und ergänzt die sanfte, ruhige Energie perfekt mit geschmackvollen Fills und gut platzierten Soli.
Von allen bemerkenswerten Qualitäten von "Texas Forever" ist die Stärke der Musik selbst am unbestreitbarsten. Diese Songs haben das Zeug dazu, bei den Mainstream-Country-Fans Anklang zu finden und sich neben Tyler Childers und Colter Wall einen Platz auf den Playlists der Anti-Nashville-Hörer zu sichern. Es werden keine komplexen Marketingpläne oder Radiotouren sein, die Hudson Westbrooks nächste Single in die Höhe schießen lassen. Es wird einfach der wahre Reiz der Musik sein. In etwas mehr als einem Jahr hat er bewiesen, dass er Song für Song und Wort für Wort weiß, wie er sein Publikum erobern kann.
Fazit: 17 aufeinanderfolgende, wunderschön geschriebene Liebeslieder hat " Texas Forever" zu bieten. Alle, die von Hudson Westbrook noch nichts gehört haben, sollten das Album hören und sich auf die Musik einlassen. Es lohnt sich.












