David Duchovny

David Duchovny

Für seine Rollen in den Fernsehserien "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" und "Californication" erhielt der Schauspieler und Country-Sänger David Duchovny je eine Golden Globe Auszeichnung.

Den Namen David Duchovny verbindet man in erster Linie mit dem Schauspieler und Fernsehserien, wie zum Beispiel "Akte X" oder "Californication". Aber David Duchovny ist weit mehr – er hat auch in diversen Kinofilmen mitgespielt, ist Buchautor und seit 2012 frönt er auch noch seiner Leidenschaft der Musik – er veröffentlichte ein Album und gibt regelmäßig Konzerte. Anzusiedeln ist die Musik von David Duchovny im Country-, Folk- und Rock Musik Genre.

David Duchovny wurde am 7. August 1960 in The Big Apple, besser bekannt als New York, im gleichnamigen Bundesstaat, geboren. Seine Mutter, Margaret "Meg" Duchovny, ist Lehrerin und sein Vater Amram "Ami" Duchovny, der 2003 verstarb, war Autor und Herausgeber, der für das Amerikanisch-Jüdische Komitee arbeitete.

David Duchovny machte seinen Abschluss an der Princeton University und war im Begriff, an der Yale University seinen Doktor in englischer Literatur zu machen, als er sich entschied, zur Schauspielerei zu wechseln ohne seine Doktorarbeit zu beenden.

Seinen ersten Auftrag erhielt David Duchovny in einem Werbespot für Löwenbräu-Bier. David Duchovnys erster Kinofilm war die 20th Century Fox Produktion "Die Waffen der Frauen" (1988), in der er einen kleinen Auftritt als Party-Freund der Hauptdarstellerin Melanie Griffith hatte. Es folgten mehrere kleine Rollen.

David Duchovnys Durchbruch mit "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" (1993)

1993 kam für David Duchovny der Durchbruch. Der Akte-X-Erfinder Chris Carter wurde auf ihn aufmerksam und bot ihm die Hauptrolle des FBI-Agenten Fox Mulder an. David Duchovny nahm das Angebot an und spielte neun Staffeln lang die Rolle. Für die Darstellung erhielt David Duchovny mehrere Auszeichnungen: 1995 Sci-Fi Universe als "Best Actor in a TV Series", 1996 National TV Award als "Most Popular Actor" und 1997 gleich drei Auszeichnungen, Aftonbladet TV Prize als "Best Foreign TV Personality", Satellite Awards als "Best Actor - Television Series Drama" und den Golden Globe Award als bester Schauspieler in einer Drama-Fernsehserie.

Die Serie war so erfolgreich, dass das Hollywood-Studio 20th Century Fox sich entschied, während der TV-Ausstrahlung einen Kinofilm zu produzieren. "Akte X - Der Film" kam 1998 in die Filmtheater. Unter der Regie von Rob Bowman spielten die Hauptdarsteller der Serie, David Duchovny und Gillian Anderson, auch hier die Hauptrollen. Der Film basiert auf der TV-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" und befindet sich in deren Serien-Chronologie zwischen der fünften und sechsten Staffel.

In "Akte X - Der Film" uriniert David Duchovny vor ein Filmplakat von "Independence Day" (1996). Der Film stammt ebenfalls aus dem Hause 20th Century Fox. Die Anspielung war eine Antwort auf den Film "Independence Day". Dort hört man eine Figur den (Original)-Satz sagen: "I love The X-Files too".

Der Film war kommerziell erfolgreich. Die Produktionskosten betrugen circa 66 Millionen US-Dollar. Alleine in der Kinoauswertung spielte "Akte X - Der Film" circa 189 Millionen US-Dollar ein. Davon circa 84 Millionen US-Dollar in den USA und 15,5 Millionen US-Dollar in Deutschland.

Bei dem Erfolg ist es kein Wunder, das 20th Century Fox eine Fortsetzung plante. Die Planungen starteten 2001, also kurz vor Ende der Serie. Ursprünglich sollte der Streifen 2004 in die Kinos kommen. Es gab aber immer wieder Verzögerungen, so dass "Akte X - Jenseits der Wahrheit" erst 2008 in die Lichtspielhäuser kam. Regie führte Akte-X-Erfinder Chris Carter, der gemeinsam mit Frank Spotnitz auch den Film produzierte sowie das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen übernahmen wieder David Duchovny und Gillian Anderson.

Der Fortsetzung war nicht so erfolgreich wie sein Vorgänger und spielte nicht ganz 70 Millionen US-Dollar an den Kinokassen weltweit ein.

20th Century Fox plante dennoch locker mit einem dritten Spielfilm, der allerdings nicht realisiert wurde. Stattdessen entschied man sich für eine Miniserie mit dem Titel "Akte X". Auch hierfür standen David Duchovny und Gillian Anderson wieder gemeinsam vor der Kamera. Die Miniserie startete in den USA am 24. Januar 2016 auf dem Fernsehnetzwerk Fox. Die deutschsprachige Erstausstrahlung war am 4. Februar 2016 beim ORF 1. In Deutschland startete ProSieben die Serie 8. Februar 2016.

Filme und Fernsehserie nach Akte X

Den Erfolg der Fernsehserie konnte David Duchovny nicht komplett auf seinen Namen übertragen. Nach der Serie hatte David Duchovny einige Engagements, zum Beispiel in "Evolution", "Zoolander", "Sex and the City", "Liebe ist Nervensache" und "Eine neue Chance", die zum Teil erfolgreich waren, aber eben nicht wegen David Duchovny. Eine ganze Zeit schien es so, als wollten die Menschen David Duchovny nur in der Rolle des Fox Mulders sehen. Das Schicksal teilte er mit seiner Akte-X-Kollegin Gillian Anderson.

Das Comeback von David Duchovny mit Californication (2007)

2005 sprach Tom Kapinos mit David Duchovny über eine Fernsehsehserie, die eine schwarzhumorige Persiflage auf das "Haifischbecken Hollywood" sein wollte und den Zuschauern die ungeschminkte Seite von Los Angeles näherbringen sollte. David Duchovny war begeistert von der Idee und übernahm nicht nur die Hauptrolle des Hank Moody, sondern fungierte auch als Executive Producer.

Gemeinsam mit dem Pay-TV-Sender Showtime entwickelten David Duchovny und Tom Kapinos das Konzept und entschieden sich für den Titel "Californication". Das Wort setzt sich aus "California", der englischen Schreibweise für den US-Bundesstaat und Schauplatz der Handlung, sowie dem Wort "Fornication", zu Deutsch Unzucht, zusammen. Der Serientitel spielt damit auf die als kaputt-verkommen verrufene Lebensweise im Westküstenstaat an. Ferner bezeichnet der Ausdruck den Zuzug kalifornisch-stämmiger Amerikaner in die umliegenden US-Bundesstaaten. Der Name Californication selbst geht auf einen Titel der Zeitschrift "Time" aus dem Jahr 1972 zurück.

Passend zur Fernsehserie wies sich David Duchovny 2008 selbst in ein Rehabilitations-Zentrum ein, um sich von seiner Sexsucht heilen zu lassen.

2008 erhielt David Duchovny für seine Darstellung erneut einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie.

2014, nach sieben Staffeln, endete die Serie und David Duchovny übernahm die Hauptrolle in der Krimi-Serie "Aquarius", die ihre deutsche Erstausstrahlung auf Sky Atlantic hatte.

David Duchovny, der Autor

Die Gene des Autors muss David Duchovny von seinem Vater Amram mitbekommen haben. Anfang 2015 veröffentlichte er sein erstes Buch: "Heilige Kuh", das im englischen auch als Hörbuch, gelesen von David Duchovny, erschienen ist. Das Buch erzählt die Geschichte von Elsie, einer Kuh. Sie ist eine junge Kuh, und eine glückliche dazu. Sie verbringt ihre langen, ereignislosen Tage mit Essen, Schlummern und Plaudereien mit ihrer besten Freundin Mallory. Doch eines nachts schleichen sich Elsie und Mallory von ihrer Weide und müssen durch das Fenster des Bauernhofs mit ansehen, was der leuchtende Schachtelgott (so nennen sie den Fernseher) über "industrielle Mastbetriebe" offenbart. Elsies heile Welt ist in ihren Grundfesten erschüttert. Für sie gibt es nur eine Lösung: Sie muss in eine bessere, sichere Welt flüchten. Und so bildet sich ein kunterbuntes Trio, bestehend aus Elsie, Jerry, einem thoralesenden Schwein, das sich Shalom nennt und das vor Kurzem zum Judentum konvertiert ist sowie Tom, einem (zumindest in seinen Augen) charmanten Truthahn, der nicht fliegen, dafür aber mit dem Schnabel ein iPhone bedienen kann. Die drei begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, in der sie eine Menge über die Welt, in der wir leben, erfahren.

David Duchovny, der Sänger und Songschreiber

David Duchovny möchte gerne Geschichten durch seine Musik erzählen und so wurde er als Songschreiber, Sänger und Musiker aktiv und veröffentlichte am 12. Mai 2015 sein Debüt-Album "". Musikalisch siedelt sich Duchovny in einem Mix aus Country Music, Folk Music und Rock Musik an.

In einem Interview sagte David Duchovny: "Dieses Album zu machen ist wie wenn ein Traum wahr wird, allerdings hatte ich diesen Traum gar nicht", lässt sich Duchovny in einer Mitteilung zitieren. Es sei immer noch ein Schock, wenn er darüber nachdenke, wie die Musik entstanden sei: Die Songs seien "die wahrhaftigste Äußerung, die ich jemals Zustandebringen konnte".

Im Mai 2016 wird David Duchovny erstmalig in Deutschland live auf der Bühne seine Musik präsentieren. (Tickets online bestellen).

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