Grammy-Logo

Wer Lust und Laune hatte, konnte heute Nacht die Veleihung der 52. jährlichen Grammy Awards live auf ProSieben sehen. Alles was Rang und Namen hatte, war der Einladung der Recording Academy gefolgt, um der Verleihung des wichtigsten Musikpreises der Welt beizuwohnen.

Bei dieser Verleihung war der gemeinsame Auftritt der neunfachen Grammy-Preisträgerin Mary J. Blige und des Pop-Tenors Andrea Bocelli der Höhepunkt des Abends. Die beiden Stars trugen Simon & Garfunkels Jubiläumssong "Bridge Over Troubled Water" vor und forderten ihre Fans auf, sich das Stück gegen ein geringes Entgelt von der Grammy-Internetseite herunterzuladen. Die Erlöse kommen anschließend den Erdbebenopfern in Haiti zugute.

Auch Jon Bon Jovi nutzte das Internet und überließ es seinen Fans, einen seiner Songs für die Gala auszuwählen. Die Abstimmung fand bis unmittelbar vor Beginn der Gala auf der Internetseite des US-Senders CBS statt. Wählbar waren die Bon-Jovi-Hits "Always", "It's My Life" und "Livin' on a Prayer".

Darüber hinaus wurde die Preisverleihung genutzt, um noch einmal des 2009 verstorbenen King of Pop, Michael Jackson, zu gedenken. Die Grammy-Preisträger Celine Dion, Jennifer Hudson, Smokey Robinson, Carrie Underwood und Usher haben die Ehrung vorgenommen: Michael Jackson wurde posthum auch der Grammy für sein Lebenswerk verliehen. Der von ihm geschriebene "Earth Song" wurde als Minifilm in 3-D ausgestrahlt. Wer eine 3-D-Brille im Haus hatte, konnte diesen sogar dreidimensional sehen. Es wäre das erste 3-D-Erlebnis im amerikanischen Fernsehen, hieß es.

Aber auch die Countrymusic kam nicht zu kurz:

Es begann aber mit einer kleinen Niederlage in einem Dauerkampf, denn diesmal musste sich Taylor Swift Beyonce beim "Song des Jahres" geschlagen geben. Gegen Ende des Abends sollte es bei der Kategorie "Sängerin des Jahres" die gleiche Reihenfolge geben.

Der Preis für das beste Country Album ging an Taylor Swift. Sie betonte, dass ein für unmöglich geglaubter Traum sei, der nun wahr geworden sei. Der Dank ging auch an ihre Plattenfirma, die es zugelassen hat, dass sie all ihre Songs selbst komponieren dürfe.

Miranda Lambert und Keith Urban hatten die Ehre, den Preis an den besten, neuen Künstler zu vergeben. Gewinner wurde, wie passend, mit der Zac Brown Band auch ein Country-Act. Diese hatten später auch noch einen Auftritt zusammen mit Nashvillelegende Russell und einem Medley von Klassikern, aber auch dem eigenen Hit "Chicken Fried".

Die Jonas Brothers sagten den Auftritt von Lady Antebellum an. Das Trio sang ihren Nummer 1 Erfolg "Need You Now".

Als Präsentatoren für "Record of the Year" wurden Norah Jones und Ringo Star ausgewählt. Hier musste sich Taylor Swift den Kings of Leons geschlagen geben.

Taylor Swift trat später, da hatte sie schon drei Grammys sicher, mit einem Medley mehrerer Songs auf. Beginnend mit "Fairytale" holte sie dann Stevie Nicks für einen gemeinsamen Song auf die Bühne. Danach folgte "You Belong With Me".

Bon Jovi überraschte damit, dass sie in ihrem Hitmedley Jennifer Nettles von Sugarland mit auf die Bühne holten, um den gemeinsamen Hit "Who Says You Can't Go Home" zu singen. Beim Voting der Fans hat der Song "Livin' On A Prayer" gewonnen.

Der absolute Höhepunkt einer jeder Grammyverleihung ist die Auszeichnung für das Album des Jahres über alle Genre. Hier schließt sich der Bogen der Show, hier übertrumpft Taylor Swift nicht nur Beyonce, sondern auch alle anderen Nominierten und gewinnt diese Auszeichnung für ihr Album "Fearless".

Hier noch einmal alle Gewinner mit Countrybezug als Liste:

Album des Jahres: Taylor Swifts "Fearless"

Bester neuer Künstler:
Zac Brown Band

Beste Country Sängerin: Taylor Swift - White Horse

Bester Country Sänger: Keith Urban - Sweet Thing

Bestes Country Duo oder Gruppe:Lady Antebellum - I Run To You

Beste Country Zusammenarbeit: Carrie Underwood & Randy Travis - I Told You So

Bestes Country Instrumentalstück: Steve Wariner - Producer's Medley

Bester Country Song: Liz Rose & Taylor Swift - White Horse (gesungen von Taylor Swift)

Bestes Country Album: Taylor Swift - Fearless

Bestes Bluegrass Album: Steve Martin - The Crow / New Songs For The Five-String Banjo

Bestes modernes Folk Album: Steve Earle - "Townes"


Anmelden