Pam Jackson - Let the Healing Start (EP)

CD Cover: Pam Jackson - Let the Healing Start (EP)

Auf der EP "Let the Healing Start" von Pam Jackson ist die Hit.Single "Radio Paints the Best Picture".

Erst Ende Januar 2019 hat das Hamburger Label AGR Television Records das bislang nur schwer erhältliche Erstlingswerk von Pam Jackson neun Jahre nach der Erstveröffentlichung auf den Markt gebracht. Jetzt gibt es von der irischen Sängerin auf der EP "Let the Healing Start" fünf brandneue Lieder.

2009 wagte Pam Jackson zum ersten Mal den Sprung von der grünen Insel in die Music City in Nashville, Tennessee. Hier nahm sie zwei Songs für ihr erstes Album "Guardian Angels" auf, das noch im gleichen Jahr in Irland und England erschienen ist. Als Ort für die Aufnahmen wählte die Sängerin die Tracking Room Studios aus, in denen schon Größen wie LeAnn Rimes, Kenny Chesney und Amy Grant Musik aufgenommen haben.

Die kleine, aber aktive Country-Szene Irlands betrat die Sängerin schon vorher mit einer Neuauflage von "They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore" von Loretta Lynn. Die Country-Ikone war aber nur ein Grund, warum sich Pam Jackson früh für das Genre entschied, denn als weiteres Vorbild zählt sie gern Dolly Parton auf. Warum sich in ihrer Musik öfter ebenso Einflüsse aus ihrer Heimat finden, ist leicht erklärt, denn der irische Sänger, Liedermacher und Gitarrist John Hogan ist seit Kindheitstagen einer ihrer Favoriten.

Traditioneller Country-Sound auf "Let the Healing Start"

Auf "Let the Healing Start" ist die Country-Sängerin durchaus vielseitig unterwegs. "My Dreams Are Having Re-Runs" ist flott inszenierter, klassischer Old-School-Country und dazu eine Nummer, bei der die Sängerin ganz nah an ihren Einflüssen wie Loretta Lynn und Dolly Parton dran ist. "Souvenirs" ist ebenfalls satt mit Zutaten wie dem typischen Pedal Steel-Sound ausgestattet und geht schnell ins Ohr. Ein Lied, das problemlos auch ins Repertoire einer Pam Tillis passen würde.

Das als erste Single ausgewählte "Radio Paints the Best Picture" klingt etwas moderner und poppiger als die beiden bereits erwähnten Songs. Ein Song, der - frisch importiert - aus den 90ern stammen könnte. In Irland läuft die Nummer bei mehreren Radio-Stationen bereits auf Rotation. Das unaufgeregte und eher belanglos klingende "Hats Off to My Memory" ist mit dreieinhalb Minuten Spielzeit der längste Titel der recht kurzen EP.

Dass es auch mal (fast) ohne Studiomusiker geht, zeigt zwischendurch "Once Upon Another Time". Die melancholische Ballade kommt mit Piano-Klängen und einer kurzen Passage mit der akustischen Gitarre aus. Der Mix aus sparsamer Instrumentalisierung und dem stimmlichen Einfühlungsvermögen der Sängerin funktioniert gut.

Fazit: Traditional Country wird bei Pam Jackson noch groß geschrieben. Auch sonst erinnert der Sound auf "Let the Healing Start" eher an frühere Zeiten und damit an eine Zeit, in die sich etliche Fans gern zurückbesinnen.

Label: AGR Television VÖ: 26. April 2019
01 Radio Paints the Best Pictures
02 Once Upon Another Time
03 Hats off to My Memory
04 My Dreams Are Having Re-Runs
05 Souvenirs

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