Pinmonkey - Big Shiney Cars

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Als das Debütalbum von Pinmonkey mit dem Titel "Speak No Evil" im Eigenvertrieb 2002 erschien hat niemand von der Band an das gedacht was folgen sollte. Noch im selben Jahr wird ihr zweites Album - das nur den Bandnamen trägt - unter dem BNA Label veröffentlicht und der Song "Barbed Wire and Roses" wird auf allen Stationen gespielt. Mit ihrem frischen Sound, den man als Mix aus Gutfühl-Bluegrass, Kalifornien-Rock und Geradlinigen Country bezeichnen kann, liegt jetzt endlich - nach vier Jahren ihr dritter Longplayer namens "Big Shiny Cars" vor.

Dennoch ist in den vier Jahren eine Menge geschehen, was Einfluss auf ihre Musik genommen hat. Nach dem Ausstieg von Drummer Rick Schell verließ auch noch Chad Jeffers (Gitarren, Dobro, Banjo), der Bruder von Michael Jeffers (Bass) die Band. Auf "Big Shiny Cars" ist Chad aber wieder zu hören, wenn auch nur als Gastmusiker und nicht mehr Bandmitglied. Das neue Band LineUp besteht derzeit aus Michael Reynolds (Gesang), Michael Jeffers und Mike Crouch, der Rick Schell an den Drums ersetzt hat. Auch ihre Plattenfirma hat sich von ihnen getrennt, und so erscheint "Big Shiny Cars" auf Back Porch Records. Trotz all dieser eher weniger guten Umstände war es für die Musik nicht hinderlich. Ganz im Gegenteil. Es ist keine Stagnation oder ein Rückschritt in ihrer Musik erkennbar.

Ihrem Stil sind sie treu geblieben. Knackige Countryriffs mit viel Bluegrassfeeling und Kalifornien-Rock-Einschlag. Mike Crouch, der neue Mann am Schlagwerkzeug, ist eine gute Wahl. Und die Harmonie mit Bassisten Michael Jeffers ist am Besten auf "Fallin' All The Time" herauszuhören. Fast schon meditativ ist der Grundrhythmus der über 6 Minuten gehalten wird und trotzdem keine Langweile aufkommen läßt. "Fallin' All The Time", der bereits 1999 geschrieben wurde, ist neben "Shady Grove" (2003), ein Song über die Suche nach der ersten verlorenen Liebe, und "Living Proof" (2004), der Verlust einer Liebe und wie leicht dabei gelogen wird, von Michael Reynolds, dem Sänger, zu Papier gebracht worden.

"Love Sometimes" stammt von ihrer ersten CD "Speak No Evil" und wurde von Joy Lynn White und Duane Jarvis bereits 2001 geschrieben. Auch bei den anderen Titeln auf dem aktuellen Werk hat man sich für namhafte Autoren und Komponisten entschieden. So zum Beispiel das 1975 von Dolly Parton stammende "Down" oder die Matraca Berg und Gary Harrison Nummer "That Train Don't Run", welcher der Opener der CD ist, oder aber das 2002 gemeinsam geschriebene Lied von Kieran Kane, Sean Locke und Chad Jeffers mit Namen "Mountain Song". Eine richtig schöne Countrynummer ist auch der Bruce Robison (schrieb "Travelin' Soldier" (Dixie Chicks)) Titel "Wrapped". Viel Steelguitar und gefühlvoller Gesang.

Neueren Datums, nämlich 2006, sind die Titel "Coldest Fire In Town" von Sean Locke und Billy Montana sowie "Can't Have A Hand On Me" an dem auch wieder Michael Jeffers Bruder Chad neben Rachel Thibodeau und Michael Reynolds beteiligt war. Elizabeth Cook singt übrigens auf "Coldest Fire In Town" und Rusty Young hat seine Hände an der Steel Guitar. Den Titelsong von "Big Shiny Cars" hat David Raines 1998 geschrieben. Eine getragene Nummer mit viel akustischen Instrumenten und Background Vocals über Träume.

Fazit: Eine vom Mainstream weg produzierte Scheibe, die jedem zu empfehlen ist. Frei und ungezwungenes Spiel mit Lyrik und Instrumenten, die den Hörer erreicht. Besonders der Gesang von Michael Reynolds ist eigenständig und unverkennbar. Die Rhythmusabteilung ist gigantisch. Instrumentensolis hört man reichlich und in einer virtuosen Weise, dass man am Ende der CD, sich dabei ertappt wie man den Startknopf erneut niederdrückt. Einfach nur genial.

Label: Back Porch (MP Media) VÖ: 28. März 2006

  • Titelliste

  • Links

01 That Train Don't Run 07 Can't Have A Hand On Me
02 Down 08 Living Proof
03 Coldest Fire In Town 09 Wrapped
04 Fallin' All The Time 10 Big Shiny Cars
05 Mountain Song 11 Love Sometimes
06 Shady Grove

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Pinmonkey
Biografien
Die in Nashville ansässige Band Pinmonkey bezeichnet ihre Musik gern als Progressive Country, aber dieser Begriff wird der musikalischen Bandbreite, welche die Band zu bieten hat, kaum gerecht....