Jade Helliwell - Rebegin

CD Cover: Jade Helliwell - Rebegin
 

Jade Helliwell hat sich stetig zu einer der authentischsten und fesselndsten Stimmen der britischen Country-Szene entwickelt, indem sie herzliches Storytelling mit einer modernen Country-Pop-Sensibilität verbindet.

Jade Helliwells neues Album "Rebegin" ist eine persönliche und von Herzen kommende Sammlung von Songs

Bekannt für ihren warmen Gesang und ihr emotional geerdetes Songwriting, hat Jade Helliwell sich durch eine Reihe von gut aufgenommenen Singles und Live-Auftritten in ganz Großbritannien eine treue Fangemeinde aufgebaut. Ihr Aufstieg war von beständigem Wachstum geprägt und gipfelte in großer Anerkennung bei den British CMA Awards, wo sie als Künstlerin des Jahres und für das UK-Album des Jahres ausgezeichnet wurde – eine Leistung, die sie fest als eine der führenden Figuren der britischen Country Music etabliert.

Ihr neuestes Projekt, "Rebegin", erscheint zu einem entscheidenden Zeitpunkt, sowohl persönlich als auch beruflich. Das Album entstand im Laufe eines transformativen Jahres, in dem sie heiratete, umzog, ihr erstes Kind zur Welt brachte und ihre künstlerische Ausrichtung neu definierte, und spiegelt ein echtes Gefühl der Erneuerung wider. In enger Zusammenarbeit mit der Produzentin und Co-Autorin Alyssa Bonagura sowie Laura Oakes, Phil Donnelly und Jess Thristan hat Helliwell eine Sammlung geschaffen, die sich intim, nachdenklich und in realen Erfahrungen verwurzelt anfühlt. Das Album steht sowohl als Meilenstein als auch als frischer Neuanfang – und fängt eine Künstlerin ein, die selbstbewusst in ein neues Kapitel eintritt.

"Rebegin" ist eine stimmige und äußerst hörenswerte Sammlung, die Pop-, Rock- und Country-Einflüsse

Schon von den ersten Takten an gibt Jade Helliwell mit "Look What You've Done" den Ton an – ein ausgefeilter Pop-Country-Song, der sich sofort radiotauglich anfühlt. Aufgebaut auf raffinierten Gitarrenlinien und einem sanften, modernen Glanz, der an Lady A erinnert, entfaltet sich der Track zu einem melodischen, beschwingten Refrain über das Hals über Kopf Verlieben. Helliwells Gesang ist warm und offenherzig und vermittelt Zeilen wie "you got me hanging around your favourite spot in town" mit einem ungezwungenen Charme. Es ist ein selbstbewusster, eingängiger Opener, der einen direkt in ihre Welt entführt.

Dieser ausgefeilte, zugängliche Sound setzt sich in "Heroes & Heroines" fort, auch wenn die Botschaft hier tiefer geht. Ein weiterer poplastiger Track, der Romantik gegen Reflexion eintauscht und sich mit dem Älterwerden auseinandersetzt sowie der Erkenntnis, dass echte Helden nicht in der Promi-Kultur zu finden sind, sondern in der alltäglichen Widerstandsfähigkeit. Mit seinen hämmernden Drums, den schwebenden Vocals und einem herausragenden Gitarrensolo im Schlussabschnitt trägt der Song sowohl emotionale Tiefe als auch arenafüllende Ambitionen in sich. Man kann sich leicht vorstellen, dass dies mit seinem hymnischen Refrain und seiner universellen Botschaft zu einem herausragenden Live-Moment wird.

"Lighthouse" sorgt für einen leichten Stimmungswechsel und bringt eine dunklere, atmosphärischere Note mit sich. Angetrieben von einem pulsierenden Beat und volleren, tieferen Vocals begibt sich Helliwell in einen eher introspektiven Raum, bevor sich der Track zu einem mitreißenden Refrain öffnet, der zum Mitsingen einlädt. Er spiegelt erneut die melodische Sensibilität von Lady A wider und schafft einen Ausgleich zwischen Intimität und Zugänglichkeit, was ihn zu einem der unmittelbarsten Höhepunkte des Albums macht. Als Hommage an eine prägende Persönlichkeit in ihrem Leben wirkt er sowohl persönlich als auch universell – wohl der emotionale Kern des Albums.

An anderer Stelle liefert "Drink You Outta My Mind" genau das, was man sich von einem modernen Country-Album erhofft – eine Trennungshymne mit Biss und Attitüde. Anstatt in Herzschmerz zu versinken, verwandelt Helliwell die Erzählung in eine Geschichte der Selbstermächtigung, untermalt von treibenden Drums und einem lebhaften, temporeichen Arrangement. Es ist ein Song, der für große Partynächte und noch größere Mitsing-Momente gemacht ist und diese trotzige Energie des Neuanfangs mit einem Augenzwinkern und einem erhobenen Glas einfängt.

Jade Helliwell tritt selbstbewusst in ein neues Kapitel ein

"Monster" bietet eine der faszinierendsten klanglichen Wendungen des Albums und taucht in eine dunklere, bluesige Klangwelt ein. Mit hallendem Gesang, düsteren Gitarrenklängen und einem stetigen, hämmernden Rhythmus erkundet Helliwell Themen wie Sehnsucht und Besessenheit mit einer neu gewonnenen Intensität. Hier zeigt sich eine Rohheit, die einen schönen Kontrast zu den ausgefeilteren Momenten des Albums bildet und die Bereitschaft demonstriert, kreativ neue Wege zu gehen, ohne dabei ihren melodischen Instinkt aus den Augen zu verlieren.

Der Titeltrack "Rebegin" bringt alles zurück zum Kern des Albums. Reduziert und nachdenklich rückt er Helliwells Stimme in den Mittelpunkt, während sie von einem Jahr tiefgreifender persönlicher Veränderungen erzählt – Ehe, Mutterschaft und die Neugestaltung ihres Lebens und ihrer Karriere. Es ist eine sanfte, wehmütige Ballade, die das Erzählen der Geschichte über das Spektakuläre stellt und es dem Zuhörer ermöglicht, ihre Reise mitzuerleben.

Fazit: So persönlich das Album auch ist, irgendwie ist es zu poplastig und bietet wenig Außergewöhnliches. Die Erwartungshaltung waren höher.

vgw
Anmelden