Ein Mann namens Cash Cover
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Was steckt wirklich hinter dem Mann in schwarz? Am 12. September 2003 starb der Musiker Johnny Cash im Alter von 71 Jahren. Ein bewegtes und bewegendes Leben lag hinter ihm, in dem er mit Songs wie "Ring of fire" oder "Walk the line" rund um den Globus bekannt wurde. Seine Fangemeinde ist groß, denn er spielte sowohl im Knast von St. Quentin als auch im Madison Square Garden. Er stellte sich auf die Seite der Obdachlosen und sang für die Präsidenten im Weißen Haus. Ein Superstar des Country, der selbst ein Leben mit Höhen und Tiefen lebte, das man mit einem Schlagwort beschreiben kann: intensiv.

Der Journalist Steve Turner, der bereits Bücher über die Beatles, U2, Van Morrisson und andere Musikgrößen veröffentlicht hat, beschreibt das Leben Cashs aus einer besonderen Perspektive. Nicht der erfolgreiche Musiker steht im Vordergrund, sondern der Mensch Johnny Cash, der nach einer zerbrochenen Ehe in June Carter eine lebenslange Gefährtin fand. Der Mensch Cash, der trotz massiver Alkoholprobleme und einer Tablettensucht, doch die positiven Seiten des Lebens betonte. Den Song "Man in Black" habe Cash über einen Zeitraum von neun Jahren hinweg geschrieben, wann immer er nüchtern war, zitiert Turner den Musiker. "Darum hat es so lange gedauert. Ich war nicht sehr oft nüchtern."

1967 ging er mit seiner zweiten Frau June Carter in die Kirche. Hier fand er etwas, das ihm aus seiner Kindheit nicht völlig fremd war: den Frieden mit Gott. Aber auch den Frieden mit sich selbst.

Die Biographie ist einmalig an den Stellen, wo Turner Intimitäten ausgräbt, die in dieser Form neu sind. Zum Beispiel der Unfalltod des Johnny Cash-Bruders Jack und das daraufhin zerbrochene Verhältnis des 14jährigen zu seinem Vater, der ihn für den Tod verantwortlich machte. Viele Schicksalsschläge später erlebt Johnny Cash nach 35 harmonischen Ehejahren dann die härteste Prüfung: June Carter stirbt vor ihm, und im Alter von 71 Jahren willigt Cash - selbst gesundheitlich ein Wrack - schließlich ein, die Apparate am Krankenbett seiner Frau abzuschalten.

Fazit: Diese Biographie enthält tiefe Einblicke in das Leben eines Stars, der nie einer sein wollte, sondern einfach das verkörperte und sang, was sein Leben war. Auf nahezu 400 Seiten entfaltet Steve Turner keine moderne Heiligenlegende, sondern zeigt auf spannungsgeladene Art, einen Musiker und Songwriter, der "in aller Welt respektiert und beliebt war für seinen Mut, seine Integrität und seine aufrichtige Liebe zu seinen Mitmenschen", wie Kris Kristofferson im Vorwort schreibt.

Verlag Johannis Verlag, 09/2005
Einband Gebunden
Sprache Deutsch
ISBN-10 3-501-01510-0
ISBN-13 9783501015100
Umfang 384 Seiten
Sonstiges 32 farb. Fototafien
Gewicht 612 g
Maße 214 x 149 mm
Stärke 37 mm