Miranda Lambert

Nach dem Tod von Whitney Houston wollten die Musiker aller Genres zeigen, dass sie eine große Familie sind und nach außen hin, hat das Bild sicherlich funktioniert. Aber nicht alles, was auf dem Bildschirm harmonisch aussah, ist auch hinter den Kulissen tatsächlich harmonisch.

Chris Brown wurde für seine Leistungen im letzten Jahr vor wenigen Wochen für drei Grammys nominiert und konnte die Auszeichnung für das beste R& B Album mit nach Hause nehmen. Das gefiel Miranda Lambert offensichtlich gar nicht.

Die Country-Sängerin twitterte am Morgen nach der Verleihung: "Chris Brown twice? I don't get it" und weiter "He beat on a girl ... Not cool that we act like that didn't happen. He needs to listen to "Gunpowder and Lead" and be put back in his place. Not at the Grammys."

Miranda Lambert hat von Kindesbeinen an gelernt, was häusliche Gewalt anrichten kann. Ihre beiden Eltern sind Privatdetektive, die des Öfteren misshandelte Frauen mit nach Hause brachten, bevor diese in ein Frauenhaus kamen. Diese Erfahrungen verarbeitete Lambert in dem Song "Gunpowder and Lead", der auf ihrem "Crazy Ex Girlfriend" Album zu finden ist.

Von Ende 2007 bis Februar 2009 bildeten Chris Brown und die Sängerin Rihanna ein Paar. Die Beziehung endete durch eine gewalttätige Auseinandersetzung nach einem gemeinsamen Besuch einer Pre-Grammy-Party im Februar 2009. Kurz danach wurde bekannt, dass Brown am selben Abend, wegen des Verdachtes strafrechtlich relevante Drohungen gegen seine Freundin ausgesprochen zu haben, verhaftet worden war. Am 5. März 2009 wurde der Rapper wegen Körperverletzung und Bedrohung angeklagt. Kurz danach gingen Bilder, die Rihanna mit Schürfwunden und blauen Flecken im Gesicht zeigten, um die Welt.

Während der anschließenden Gerichtsverhandlung bekannte sich Brown schuldig und wurde wegen Körperverletzung verurteilt. Der Richter sprach gegen ihn ein Urteil zu fünf Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung aus. Des Weiteren musste er an einem Anti-Aggressionsprogram teilnehmen und 190 Sozialstunden ableisten. Der Richter sprach außerdem eine einstweilige Verfügung aus, nach der Brown keinen Kontakt zu seiner Ex-Freundin aufnehmen durfte und sich ihr bis auf höchstens 45 Meter nähern - bei öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Preisverleihungen, 9 Meter - durfte.

Natürlich hat Chris Brown auf die Attacke von Miranda Lambert reagiert…und wie heutzutage üblich auch über Twitter: "Hate all you want becuz I got a grammy now! That's the ultimate f--- off", allderings hat Chris Brown diesen Tweet zwischenzeitlich wieder gelöscht.

Darauf gab es auch wieder eine Antwort von Miranda Lambert: "For all who are asking ... I have a Grammy too".

In der letzten Woche führte Miranda Lambert ihre Tirade fort, indem sie "You've got to stand for something or you'll fall for anything," und anschließend "Be who u are and stand for what you believe in. NO MATTER WHAT!" twitterte. Am Donnerstag letzter Woche ging sie während es Live-Konzerte, als sie den Song "Gunpowder and Lead" ankündigte und ein neon-grünes Poster mit der Aufschrift "Take notes Chris Brown", noch einmal darauf ein.

In einem Interview mit der New York Daily News sagte Lambert: "In letzter Zeit bin ich in einer Welt des Hasses mit Chris Brown Fans. Aber ihr müsste verstehen, dass ich das, was mir auf der Seele liegt, auch aussprechen muss. Eine Frau zu schlagen, ist niemals in Ordnung. Das ist dass, was mir mein Vater beigebracht hat…und wie man eine Schrotflinte benutzt."

Chris reagierte: "Using my name to get publicity? I love it! Perform your heart out!" twitterte er, gefolgt von der ersten und bisher einzigen Nennung von Miranda Lamberts Namen: "Go buy @miranda_lambert album! So motivational and 'PERFECT'!" Chris bedankte sich noch bei seinen Fans und schloss den Tag ab mit "Goodnight to all the people who live life and who aren't stuck in the past!"

Chris Brown hat sein Anti-Aggression-Training erfolgreich absolviert und inzwischen hat das Gericht auch die einstweilige Verfügung aufgehoben. Allerdings muss er noch seine Sozialstunden ableisten und steht noch zwei Jahre unter Bewährung. Chris Brown und Rihanna sind auch wieder befreundet und wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf auch schon fast wieder ein Pärchen. Die Gerüchte wurden zuletzt genährt, als Brown auf der Geburtstagsparty von Rihanna auftauchte.


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