Patricia Vonne heizt Köln mit feurigem Tex-Mex-Rock in "Die Kantine" ein
Die Besucher erlebten einen mitreißender Abend voller Desert Rock, lateinamerikanischem Flair und herzlicher Americana
Den Abend eröffnete Frank Manzi
Frank Manzi ist ein erfahrener Sänger und Songschreiber, dessen Wurzeln im Americana und im Folk-Rock für einen kontrastreichen, introspektiven Ton sorgten. Mit seiner Akustikgitarre als einziger Begleiter zog Manzi das Publikum mit seiner warmen, klangvollen Stimme und seiner schlichten Aufrichtigkeit in seinen Bann.
Sein Set – mit Songs wie "Just to Hear You Breathe", "Bang Bang", "Josephine" und "Ribbons, Bows and Arrows" – wirkte sowohl persönlich als auch zeitlos und zog klare Parallelen zu Heartland-Rock-Einflüssen, ohne dabei seine eigene Identität zu verlieren.
Sowohl optisch als auch musikalisch beherrschte Patricia Vonne die Bühne.
Die in Texas lebende Künstlerin Patricia Vonne – weithin als kreative Kraft in den Bereichen Musik, Film und Performance angesehen – bewies, warum sie auch nach über zwei Jahrzehnten ihrer Karriere als Musikerin weiterhin Aufmerksamkeit auf sich zieht. Mit ihrem zehnten Album, das für den Sommer 2026 angekündigt ist, bot Vonne in ihrem Set eine ausgewogene Mischung aus bewährten Fan-Favoriten und neuem Material und gewährte einen Einblick in ihren sich weiterentwickelnden Sound.
Von der ersten Note an war die Atmosphäre von etwas durchdrungen, das man nur als "Desert Rock" beschreiben kann: trocken, rau und hypnotisch rhythmisch. Ausgehend von ihrem mexikanischen Erbe bereicherte Patricia Vonne den Auftritt mit Corridas und Rancheras, die nahtlos mit Elementen aus Flamenco, Folk und geradlinigem Rock verwoben waren. Begleitet von einer eingespielten dreiköpfigen Band wechselte sie mühelos zwischen feurigen, temporeichen Stücken und emotional aufgeladenen spanischen Balladen.
Sowohl optisch als auch musikalisch beherrschte Vonne die Bühne. Ihr Auftrittsstil – gleichermaßen theatralisch wie instinktiv – reichte von kühnen Rock 'n' Roll-Posen bis hin zu kunstvollem Kastagnetten-Spiel und verlieh ihr ein unverwechselbares Flair, das sie von anderen abhob. Gitarrist Robert LaRoche lieferte den ganzen Abend über prägnante, klare Melodielinien, wobei sich seine Rickenbacker 330 klar aus dem Mix hervorhob, während Bass und Schlagzeug die Darbietung mit Präzision und Schwung untermauerten.
Das Konzert gliederte sich in zwei Hälften, mit einer kurzen Pause, die es den Fans ermöglichte, am Merchandise-Stand persönlicher mit der Künstlerin in Kontakt zu treten – ein Hinweis auf die intime Atmosphäre des Veranstaltungsortes und die Verbindung, die Vonne zu ihrem Publikum pflegt. Zu den herausragenden Titeln gehörten "Traeme Paz", "Joe's Gone Riding", "Guitars and Castanets", "Courage Under Fire", "My Heart Got a Mind of Its Own", "Severina" und "Not Too Late", die alle zu einem dynamischen und temporeichen Set beitrugen.
Zusammen bildeten beide Auftritte einen fesselnden Erzählbogen – von Manzis intimem Geschichtenerzählen bis hin zu Vonnes lebhaftem, rhythmischem Spektakel. Es war ein Abend, der musikalische Vielfalt feierte, ohne an Zusammenhalt zu verlieren, und das Kölner Publikum völlig in seinen Bann zog und nach mehr verlangen ließ.
In einer Zeit, in der Live-Auftritte oft stark auf Inszenierung setzen, zeichnete sich Patricia Vonnes Show durch ihre Authentizität, ihr musikalisches Können und ihr unverkennbares Gespür für den Ort aus – irgendwo zwischen den sonnenverbrannten Highways von Texas und dem leidenschaftlichen Puls der lateinamerikanischen Tradition.
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